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Policing Protest
eine Untersuchung von Polizeistrategien bei Protesten gegen Identitäre und den Akademikerball in den Jahren 2014 bis 2016 in Wien
Kathrin Hildegard Glösel
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Politikwissenschaft
Betreuer*in
Birgit Sauer
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.50491
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-17981.32161.946473-6
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Diese Masterarbeit untersucht, wie die Polizei bei antifaschistischen Protesten in den Jahren 2014 bis 2016 in Wien ihr Gewaltmonopol im Zuge des Protest Policings zur Geltung brachte und inwieweit sie bei den insgesamt sechs Einsätzen den Anforderungen von ac-countability gerecht wurde. Accountability ist ein Begriff aus der Good Governance-Forschung und meint in diesem Zusammenhang unter anderem die Nachvollziehbarkeit und Verantwortlichkeit in Bezug auf polizeiliche Handlungen, die anhand von Kriterien unter-sucht werden kann. Um die Einsätze und das Handeln analysieren zu können, mussten erst Daten erhoben werden. Hierzu wurden ExpertInneninterviews mit involvierten Polizeibe-amtInnen sowie einer Kriminologin durchgeführt sowie Textmaterial, darunter Berichter-stattung zu den Demonstrationen und Einsätzen sowie die Behördenaufträge, herangezo-gen. Gefragt wurde nach den Definitionen von Sicherheit und Gefahr sowie nach – erinner-ten und wahrgenommenen – Legitimation, Legalität, Effizienz, Effektivität und Evaluation von gesetzten Maßnahmen. Die Untersuchung der sechs Einsätze sowie die Befragungen haben gezeigt, dass bei jenen Einsätzen, bei denen die Strategien und Einschätzungen der Polizei im Vorfeld der Proteste nicht alle möglichen Verhaltensweisen und Taktiken der VersammlungsteilnehmerInnen umfassten, eher polizeiliche Maßnahmen gesetzt wurden, die – sowohl polizeiintern wie extern – kritisiert wurden und den Ruf nach Konsequenzen laut werden ließen. Je höher der Grad des Unerwarteten, desto eher wurden von den zuständigen leitenden wie einfachen PolizeibeamtInnen Entscheidungen getroffen, die sich an der Grenze von Nachvollzieh- und Vertretbarkeit bewegten. Dass einer der Policing Protest-Einsätze jedoch generell die Kriterien nicht erfüllte, konnte nicht nachgewiesen werden.
Abstract
(Englisch)
This master thesis examines how police interpreted their monopoly of power in protest po-licing operations in Vienna in the years of 2014 to 2016 during antifascist protests. Fur-thermore, the thesis looks into what extent the police met the requirements of accountability in those six operations. Accountability is a term of the field of good governance research and means, among other things, that police actions are comprehensible and meet varoius criteria. In order to be able to analyse police actions, data had to be collected. Therefore I carried out expert interviews with police officers involved and with a criminologist. In ad-dition to that I analysed text material including police reports and orders as well as media coverage of the operations. I was particularily interested into the police’s definitions of safety and danger as well as the officers’ perceived legitimacy, legality, efficiency, effec-tiveness and evaluation of the measures they set during the operations. The investigation showed that, in those cases where police strategies and assessments did not include all possible tactics of the participants in the protests, police action was taken that later resulted in criticism and calls for consequence. The higher the degree of the unex-pected, the more likely the decisions made by the responsible officers were on the verge of failing to meet the criteria of accountability. However, I could not determine that one of the missions failed entireley to meet the criteria.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
police policing protest demonstration Vienna WKR Akademikerball 2014 2015 2016
Schlagwörter
(Deutsch)
Polizei Polizeiforschung Wien Demonstrationen WKR Akademikerball Identitäre 2014 2015 2016 Protest Policing
Autor*innen
Kathrin Hildegard Glösel
Haupttitel (Deutsch)
Policing Protest
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine Untersuchung von Polizeistrategien bei Protesten gegen Identitäre und den Akademikerball in den Jahren 2014 bis 2016 in Wien
Publikationsjahr
2017
Umfangsangabe
201 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Birgit Sauer
Klassifikation
89 Politologie > 89.42 Staat und Bürger
AC Nummer
AC15004442
Utheses ID
44632
Studienkennzahl
UA | 066 | 824 | |
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