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Ernst Trumpp (1828-1885) und die Übersetzung des Guru Granth Sahibs im kolonialen Indien
Areshpreet Wedech
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Interdisziplinäres Masterstudium Kultur u. Gesellschaft d. modernen Südasiens
Betreuer*in
Martin Gaenszle
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.50511
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-17982.58897.934559-5
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Mit der Annexion des Sikh-Reichs durch das British Empire 1849 wurde die britische Administration vor neue Fragen gestellt: Wie sollten die Sikhs, die vertraut und zugleich fremd waren, in das British Empire integriert werden? Zwar gab es damals einige Informationen über die Sikhs, da diese aufgrund ihrer kriegerischen Natur immer wieder das Objekt der Begierde für zahlreiche Historiker darstellten, jedoch bestand ein Bedarf an weiteren fundierten Informationen über sie und ihre Religion. Nicht nur die britische Administration, sondern auch die christlichen Missionare, die sich zu dieser Zeit im Aufwind befanden und die Sikhs bekehren wollten, waren an den Sikhs interessiert, und aus der unbeabsichtigten Verknüpfung dieser beiden Interessensgemeinschaften kam es zu einem Übersetzungsprojekt (1857-1877) des Guru Granth Sahibs (Adi-Granths) und Dasam Granths, welches der Sprachforscher Ernst Trumpp ausführte – ein in der Forschung bislang wenig beachteter Mitbegründer der Modernen Südasienkunde. Als Resultat dieses Projekts erschien 1877 die erste Übersetzung des Guru Granths „The Ādi Granth: Or, the Holy Scriptures of the Sikhs“ mit einem Vorwort und einer umfassenden Einleitung. Ernst Trumpp arbeitete nicht mit den Sikhs zusammen, da er diese nicht als fähig genug sah, ihren eigenen Granth richtig zu verstehen. Schnell folgte auf diese Übersetzung eine Welle der Kritik, die bis heute ungebrochen ist. Zwar stellte Ernst Trumpps Übersetzung eine Pionierleistung dar, jedoch wird sein eigentlicher Verdienst darin gesehen, dass es zu einem Diskurs und zahlreichen Reaktionen kam, sowie zu einer weiteren Übersetzung, „The Sikh Religion“, die von der Singh Sabha initiiert und von Max Arthur Macauliffe verfasst wurde.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Ernst Trumpp Ernest Trumpp Adi Granth Guru Granth Sahib Sikhismus Koloniales Indien Indien Punjab Arthur Macauliffe Übersetzung
Autor*innen
Areshpreet Wedech
Haupttitel (Deutsch)
Ernst Trumpp (1828-1885) und die Übersetzung des Guru Granth Sahibs im kolonialen Indien
Publikationsjahr
2017
Umfangsangabe
III, i, 125 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Martin Gaenszle
Klassifikationen
11 Theologie, Religionswissenschaft > 11.94 Indische Religionen: Sonstiges ,
15 Geschichte > 15.77 Indischer Subkontinent ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.95 Literarische Übersetzung ,
18 Einzelne Sprachen und Literaturen allgemein > 18.66 Indische Sprachen und Literaturen
AC Nummer
AC14534773
Utheses ID
44649
Studienkennzahl
UA | 066 | 685 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1