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"Ich bin ein Mensch, warum hast du Angst vor mir?"
Chancen und Barrieren öffentlicher Partizipation und Artikulation von Geflüchteten am Fallbeispiel von Flüchtlingen im Südburgenland
Julia Kernbichler
Art der Arbeit
Magisterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Magisterstudium Publizistik-u.Kommunikationswissenschaft
Betreuer*in
Petra Herczeg
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.50595
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-13767.08305.849070-1
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Studie beschäftigt sich mit den Chancen und Barrieren öffentlicher Artikulation und Partizipation von Geflüchteten und der Rolle der Medien und eigenen Medienproduktion in diesem Zusammenhang. Im Rahmen der Untersuchung wurde, während eines fünftägigen Workshops mit Geflüchteten im Südburgenland, eine Zeitung produziert und veröffentlicht. Mithilfe von qualitativen Leitfadeninterviews vor und nach dem Workshop, Medientagebüchern der Teilnehmer/innen und einem Beobachtungstagebuch der Forscherin wurden die Daten für die vorliegende Arbeit erhoben. Die Analyse dessen zeigt, dass Geflüchtete kaum die Möglichkeit haben sich selbst in der öffentlichen Sphäre zu positionieren und artikulieren. Die Medien erfüllen für die Befragten zwar eine Informationsfunktion, bieten jedoch kein angemessenes Identifikationsangebot für die Geflüchteten, da sie häufig mit einem negativen, stereotypen Bild ihrer Personengruppe konfrontiert werden. Grundsätzlich konnte eine soziale Isolation der Befragten von der Mehrheitsgesellschaft festgestellt werden, was durch fehlende Kontakte zu Österreicher/innen sichtbar wird. Durch die eigenständige Zeitungsproduktion kamen die Teilnehmer/innen ihrem Bedürfnis nach Artikulation in der Sphäre der Öffentlichkeit nach, und erhielten eine Stimme im öffentlichen Diskurs. Die Untersuchung bietet außerdem Hinweise darauf, dass Medien in einer mediatisierten Öffentlichkeit zentrale Ressourcen für die Herstellung öffentlicher Meinung und zwischenmenschlicher Bedeutungsgenerierung sind. Die Anerkennung und Achtung der Personen als Subjekte mit Würde in der zwischenmenschlichen wie auch in der medialen Kommunikation sind daher eine wesentliche Bedingung für das Gefühl der gesellschaftlichen Zugehörigkeit und sozialer Integration.
Abstract
(Englisch)
This study assesses the opportunities and barriers faced by refugees, as well as their representation in the public eye in conjunction with the role played by legacy and independent media institutions. As part of the analysis, an investigation pertaining to the newspaper industry was produced and published based on a five-day workshop with refugees in southern Burgenland. With the help of qualitative interviews conducted both before and after the workshop, a media diary of the participants and an observation diary from compiled research, was collected and critiqued. The results show that refugees hardly have the possibility and platform to express themselves in the public sphere. Media fulfills the function of providing information for the interviewees, but nevertheless fails to offer an adequate embodiment of refugees, as they are often confronted with a negative, stereotypical portrayal in the eyes of the public. Consequently, interviewees find themselves socially isolated from the majority of society, and this is evidenced by their missing connection with the rest of Austrian life. However, independent newspaper production has resulted in a stronger articulation of refugees’ voices and opinions in the public discourse. This investigation references and provides evidence of the fact that media is a central resource and platform for the development of public opinion and meaningful generation of diverse interpersonal communication. Being recognized and respected as human subjects treated with dignity both in interpersonal and media communication are therefore crucial for a sense of social belonging and social integration.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
chances barriers articulation participation public sphere refugees media
Schlagwörter
(Deutsch)
Chancen Barrieren Artikulation Partizipation Öffentlichkeit Flüchtlinge Medien
Autor*innen
Julia Kernbichler
Haupttitel (Deutsch)
"Ich bin ein Mensch, warum hast du Angst vor mir?"
Hauptuntertitel (Deutsch)
Chancen und Barrieren öffentlicher Partizipation und Artikulation von Geflüchteten am Fallbeispiel von Flüchtlingen im Südburgenland
Paralleltitel (Englisch)
"I am a human being, why are you afraid of me?"
Publikationsjahr
2017
Umfangsangabe
II, 132 Seiten, circa 150 ungezählte Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Petra Herczeg
Klassifikationen
05 Kommunikationswissenschaft > 05.12 Kommunikationsprozesse ,
05 Kommunikationswissenschaft > 05.20 Kommunikation und Gesellschaft ,
05 Kommunikationswissenschaft > 05.31 Öffentlichkeit ,
05 Kommunikationswissenschaft > 05.32 Öffentliche Meinung
AC Nummer
AC14526316
Utheses ID
44721
Studienkennzahl
UA | 066 | 841 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1