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Entfremdung - Widerstand - Utopie
selbstverwaltete Initiativen in der griechischen Krise
Georg Rosenitsch
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Kultur- und Sozialanthropologie
Betreuer*in
Werner Zips
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.50623
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-16681.98781.470266-7
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Durch die multidimensionale Krise in Griechenland wurde die Lebensperspektive vieler Griech_innen stark eingeschränkt. Der Arbeitsmarkt und das ohnehin traditionell schwache Sozialsystem sind unter dem Druck der ökonomischen Depression und der Austeritätspolitik der Troika beinahe vollkommen zum Erliegen gekommen. Diese allgegenwärtigen Problemfelder können bei den Betroffenen zu einer Entfremdung und dem Hinterfragen von politischen und ökonomischen Institutionen (von der Europäischen Union über politische Parteien bis hin zur Geldwirtschaft) führen. Durch diese Entfremdung kann wiederum eine Werteverschiebung hin zu postmateriellen Idealen ausgelöst werden. Parallel dazu versuchen Akteur_innen durch kollektiven Widerstand gegen Austeritätspolitik und Sozialabbau Handlungsmacht wiederzuerlangen. Zusammen mit genanntem Wertewandel bildet dieser kollektive Widerstand die Grundlage für die Entstehung selbstverwalteter und solidarischer Strukturen, die über rein materielle Bedürfnisbefriedigung hinausgehen. Der Hauptteil dieser Forschungsarbeit liegt auf denjenigen Initiativen, die eine reine Protesthaltung hinter sich gelassen haben und utopische, den Status quo überschreitende Elemente beinhalten. Diese alltagsutopischen Initiativen können in ihrer Ausrichtung recht unterschiedlich sein. Teil meiner Untersuchung ist u.a. eine Zeitbank, ein Ökodorf, ein Schenkladen, eine kollektiv verwaltete Fabrik, Konsum- und Dienstleistungsgenossenschaften sowie ein besetztes und Refugees zur Verfügung gestelltes Hotel. In diesen nichtstaatlichen Zusammenschlüssen werden althergebrachte Annahmen und Denkweisen über Themenfelder wie Organisation, Arbeit, Besitz oder zwischenmenschliche Beziehungen radikal in Frage gestellt. Die selbstverwalteten Initiativen erfüllen sowohl materielle (Nahrung, Wohnraum etc.) als auch immaterielle Bedürfnisse (etwa nach nicht-entfremdeten Beziehungen). Sie erweitern die Gestaltungsoptionen der Beteiligten und können utopisches Denken und Handeln anstoßen. In ihnen können neue Ideen im kleinen Rahmen ausgetestet werden.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Griechenland Krise Entfremdung Widerstand Utopie Postdemokratie Selbstverwaltung Organisation Arbeit Squatting Anarchismus
Autor*innen
Georg Rosenitsch
Haupttitel (Deutsch)
Entfremdung - Widerstand - Utopie
Hauptuntertitel (Deutsch)
selbstverwaltete Initiativen in der griechischen Krise
Publikationsjahr
2018
Umfangsangabe
218 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Werner Zips
Klassifikationen
15 Geschichte > 15.69 Griechenland ,
71 Soziologie > 71.41 Sozialer Wandel ,
71 Soziologie > 71.64 Abweichendes Verhalten ,
71 Soziologie > 71.89 Sozialpolitik: Sonstiges ,
73 Ethnologie > 73.06 Ethnographie ,
73 Ethnologie > 73.70 Politische Ethnologie: Allgemeines ,
89 Politologie > 89.20 Anarchismus ,
89 Politologie > 89.35 Demokratie ,
89 Politologie > 89.73 Europapolitik, Europäische Union
AC Nummer
AC14543904
Utheses ID
44747
Studienkennzahl
UA | 066 | 810 | |
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