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Topografische Kupferstichwerke im deutschsprachigen Raum im 17. Jahrhundert
die "Topographia Ducatus Stiriae " 1681 von Georg Matthäus Vischer
Sabine Thomas
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Kunstgeschichte
Betreuer*in
Monika Dachs-Nickel
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.50805
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-16409.59218.897963-0
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die steirische Topografie von Georg Matthäus Vischer dokumentiert Burgen, Klöster, Orte und Städte der Steiermark am Ende des 17. Jahrhunderts ohne erklärenden Text. Das Kupferstichwerk präsentiert sich in einem facettenreichen und heterogenen Erscheinungsbild. Die Darstellung der Bildinhalte weicht in der formgebenden Gestaltung voneinander ab. In der vorliegenden Masterarbeit wird der Frage nachgegangen, ob Vischer oder die mit ihm zusammenarbeitenden Kupferstecher das Aussehen der Kupferstiche geprägt haben. Es erfolgte eine Untersuchung und Analyse aller Kupferstiche nach gestalterischen und kompositorischen Gesichtspunkten, die drei Gruppen hervorbrachte: Den Typus des skizzenhaften Kupferstiches, des gut ausgearbeiteten Kupferstiches und den Typus des künstlerisch anspruchsvollen Kupferstiches. Alle Kupferstiche zeigen ein Spektrum von immer wiederkehrenden Kompositionsvarianten, Gestaltung und Formgebung ändern sich. Die skizzenhaften Kupferstiche scheinen nur in einer Grundstruktur auf die Kupferplatte übertragen worden zu sein während bei den restlichen eine Weiterbearbeitung erfolgte. Die Kupferstecher haben durch die Übertragung in das Medium Kupfer Einfluss auf das Aussehen der Stiche genommen und ihre ästhetische Wirkung mitbestimmt. Die Stecher Andreas Trost und Matthias Greischer waren sowohl für Vischer als auch für den Adeligen Johann Weichard von Valvasor tätig. Auf seinem Schloss Wagensperg in Krain befand sich sowohl eine grafische Werkstatt mit Druckerei als auch eine reich bestückte Bibliothek. Dort hatten sie Zugang zu den Illustrationen von Matthäus Merian d. Ä.. Seine Ansichten dienten als Anregung für den Formenschatz der Stecher. Die steirische Topografie hat eine uneinheitliche Aufmachung mit einer Reihe von Besonderheiten und entstand in einer Zeit von etwa 20 Jahren, in der es erschwerende Umständen gab. Vischer war schon fortgeschrittenen Alters als er seine Projekte in der Steiermark begann. Er trug die gesamte Verantwortung, von der Kartierung und Geländeaufnahme bis zur Auslieferung der gestochenen Landkarte und Topografie. Trotz aller Widrigkeiten gelang es ihm, das Kupferstichwerk (fast) zur Gänze fertigzustellen. Die steirische Topografie ist ein regionales Kupferstichwerk, das sich an den topografischen Buchillustrationen des Merian d. Ä. orientierte. Diese hatte vorbildgebende und maßstabsetzende Wirkung.
Abstract
(Englisch)
Georg Matthäus Vischer was an Austrian cartographer who published a collection of copper engraved images showing topografic sites of Styria at the end of the 17th century. The booklet contains 466 individual images of the sites without explanatory notes. The collection as a whole and the individual images present themselves in an inconsistent and diverse appearance. The demonstration of the individual images varies a lot. This research paper is based on the question of whether the cartographer himself or the engravers gave distinction to the appearance of the copper engraved images. The investigation and analysis was made to identify structure and design of the images. The findings came up with three different types. One type contains copper engraved images showing only basic design. The 2nd type contains images of reasonable design and the 3rd type includes images of high standard design. The most intriguing fact however is, that the structure, how the individual sites appear on the image, shows a variety of concept appearing on every image of the 2nd and 3rd type. The only difference is mainly the design of the images and their presentation. The research findings imply that the images of the 1st type might be Vischer’s master copies he drafted when being out mapping the countryside. It seems that Vischer combined the way of drawing images of the individual sites on both media, the map and the topographic image. The master copies did not have any essential processing. The remaining images were processed before being engraved on the copper plate. That means that the engraver whom Vischer was working with influenced and determined the appearance of the images dependent on their artistic knowledge and intuition. Both engravers Andreas Trost and Matthias Greischer did not only work for Vischer but also for the Earl Weichard of Valvasor in Krain. He ran a graphic studio and a printing facility at his premises as well as a library containing numerous volumes including Matthaus Merian the Elder´s topographic artwork. Trost and Greischer also worked there doing engraving work for the Earl’s topographic collections. At Valvasor’s premises they got to know the work of Matthaus Merian the Elder, who himself was not only an editor but also an artist proficient in drawing, etching and engraving. Trost and Greischer have been inspired by Merian’s way of design and concept of his topographic images. It seems doubtless that a knowhow transfer has taken place between Matthaus Merian the Elder and Vischer through the engravers Trost and Greischer.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Topografische Kupferstichwerke Georg Matthäus Vischer Topographia Ducatus Stiriae
Autor*innen
Sabine Thomas
Haupttitel (Deutsch)
Topografische Kupferstichwerke im deutschsprachigen Raum im 17. Jahrhundert
Hauptuntertitel (Deutsch)
die "Topographia Ducatus Stiriae " 1681 von Georg Matthäus Vischer
Publikationsjahr
2017
Umfangsangabe
137, 12 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Monika Dachs-Nickel
Klassifikation
20 Kunstwissenschaften > 20.30 Kunstgeschichte: Allgemeines
AC Nummer
AC14546749
Utheses ID
44898
Studienkennzahl
UA | 066 | 835 | |
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