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Soziale Repräsentation zum Thema Flüchtlinge bei Schüler/innen
Sophia Theresa Sturany
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Psychologie
Betreuer*in
Christiane Spiel
DOI
10.25365/thesis.50960
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-25800.07843.788566-5
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die Thematiken Flüchtling und Integration haben aufgrund der Flüchtlingswelle 2015 an Aufmerksamkeit gewonnen. In der vorliegenden Arbeit wurden die sozialen Repräsentationen zum Thema Flüchtling bei Schüler/innen anhand von drei Theorien untersucht. Ziel der Studie war es, Faktoren für eine gelungene Integration von Flüchtlingen in Schulen anhand der Repräsentationen zu identifizieren. Die drei Theorien waren die Kontakt-, Freundschafts- und Multikulturalismustheorie. Die Kontaktheorie besagt, dass der interkulturelle Kontakt Vorurteile sinken lässt und eine positivere interkulturelle Einstellung fördert (Lebedeva et al., 2016a). Die Freundschaftstheorie besagt, dass Freundschaft zwischen Menschen unterschiedlicher kultureller Gruppen Vorurteile stärker reduziert als bloßer Kontakt, da Freundschaft die ideale Kontaktform darstellt (McLaren, 2003). Die Multikulturalismustheorie bezieht sich vor allem auf Menschen mit Migrationshintergrund und besagt, dass Menschen nur offen für interkulturelle Beziehungen sein können, wenn sie sich in ihrer kulturellen Identität sicher fühlen (Berry, 2013, in Lebedeva et al., 2016b). Schule hat bei der Integration von Flüchtlingen, aufgrund der Möglichkeit zum Kontakt unterschiedlicher Gruppen, eine besondere Stellung (Tropp et al., 2016). Die drei Theorien wurden daher anhand von 125 Schüler/innen (M=14,12; SD=0,63; Weiblich=51; Männlich=68; Ohne Angabe=6), mit Hilfe der Theorie der sozialen Repräsentation nach Moscovici, untersucht. Soziale Repräsentationen sind sozial geschaffene Ideen und Gedanken. Sie eignen sich besonders um die Einbettung von Unbekanntem in Bekanntes zu untersuchen (Andreouli & Chryssochoou, 2015) und wurden hier über freie Assoziationen erhoben, da diese gewohnte, aber oft unbewusste und automatisierte, Antworten aufzeigen können (Kulich, El-Sehity & Kirchler, 2005). Die Assoziationen der Schüler/innen wurden sowohl qualitativ anhand der lexikographischen Analyse, als auch quantitativ durch Mann-Whitney-U Tests untersucht. Die Kontakt- und Freundschaftshypothesen wurden abgelehnt. Die Mulitkulturalismushypothese zeigte einen signifikanten Unterschied. Schüler/innen ohne Migrationshintergrund hatten signifikant mehr positive Assoziationen zum Begriff Flüchtling als Schüler/innen mit Migrationshintergrund. Aus der lexikographischen Analsyse wurde zudem das Ergebnis eines gemeinsamen Kerns, bestehend aus den Assoziationen Armut, Krieg und Flucht, über alle Stichproben hinweg gewonnen.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
soziale Repräsentation Kontakttheorie Freundschaftstheorie Multikulturalismus Theorie Flüchtlinge Schule
Autor*innen
Sophia Theresa Sturany
Haupttitel (Deutsch)
Soziale Repräsentation zum Thema Flüchtlinge bei Schüler/innen
Publikationsjahr
2017
Umfangsangabe
54
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Christiane Spiel
Klassifikation
77 Psychologie > 77.04 Ausbildung, Beruf, Organisationen
AC Nummer
AC14526268
Utheses ID
45019
Studienkennzahl
UA | 066 | 840 | |
