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Außereuropäische Einflüsse auf die bürgerliche Öffentlichkeit des frühen Vormärz und den österreichischen Frühliberalismus
Caroline Wolfram
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Globalgeschichte und Global Studies
Betreuer*in
Walter Sauer
DOI
10.25365/thesis.51022
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-22131.52367.345859-7
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Der österreichische Vormärz war geprägt von der Institutionalisierung der Wissenschaften, von Einflüssen der ausklingenden Aufklärung, aber auch von der Romantik und aufkommendem Nationalismus. Es gab allerdings auch bereits erste liberale Tendenzen. Ideen, die aus diesen Strömungen entstanden sind, wurden über Publikationen verbreitet und in öffentlichen Institutionen, wie zum Beispiel Kaffeehäusern diskutiert – die bürgerliche Öffentlichkeit formierte sich. Trotz der strengen Zensur im System des Fürsten Metternich, konnten Autoren, Journalisten und Wissenschaftler ihre Ideen, die die offizielle Linie des Kaisers manchmal herausforderte, veröffentlichen.
Diese Master-Arbeit behandelt daher die Frage, ob Außereuropa in der bürgerlichen Öffentlichkeit im Vormärz eine Rolle spielte und inwiefern dies Teil der Herausbildung eines frühliberalen Bewusstseins in Österreich war.
In fünf Kategorien, nämlich Religion und Glaube, Wirtschaft und Handel, Kunst, Kultur und gesellschaftliche Institutionen, Politik, Menschenrechte und Staatenkunde sowie Forschen und Entdecken, werden die Zeitschriften Archiv für Geschichte, Statistik, Literatur und Kunst, und deren Nachfolgerin Neues Archiv für Geschichte, Staatenkunde, Literatur und Kunst auf liberale Tendenzen untersucht. Erste wurde von Joseph Freiherr von Hormayr zwischen 1823 und 1828 herausgegeben und danach noch unter zwei anderen Herausgebern bis 1830.
Liberale Tendenzen sind zumindest in Ansätzen in beiden Zeitschriften zu erkennen, besonders die Themen Religion, Handel und was heute als Menschenrechte bezeichnet werden würde, wurden progressiv behandelt. Auch die Darstellung der Naturwissenschaft deutet darauf hin, dass es den Herausgebern und Autoren ein Anliegen war, dementsprechende Kenntnisse zu verbreiten. Ansichten, die für die Zeit besonders revolutionierend gewesen wären, wurden nicht vertreten. Dies kann jedoch auch mit der strengen vorherrschenden Zensur zusammenhängen.
Abstract
(Englisch)
In Austria, the first half of the 19th century was marked by the institutionalisation of the sciences at the universities; it was still influenced by the Enlightenment but also by Romanticism and up-coming nationalism. But there were also first glimpses of liberal currents amongst people and especially amongst a group of the educated, male elite.
All of these ideas were discussed and made available to a broader public by newspapers and magazines. Despite the work of extensive censorship, authors, researchers and journalists were able to come forward with their new ideas, that sometimes challenged the official line of arguments the emperor and his state officials wanted to put forward.
In these publications there are a lot of articles that deal with the authors' love for their home country but they are also interested in events in faraway places. Foreign cultures, unknown flora and fauna, different political systems and new technical inventions fascinated the people.
Thus, the research question of this master thesis is the following: In how far was the world outside of Europe a part of the bourgeois public sphere in the early Vormärz and was this part of the development of early liberal consciousness in Austria?
Divided up into five sub-categories, religon and faith, economy and trade, art and culture, politics and finally sciences and research, the thesis tries to explore liberal tendencies in the magazine Archiv für Geschichte, Statistik, Literatur und Kunst, published between 1823 and 1828 by Joseph Freiherr von Hormayr, as well as its follow-up Neues Archiv für Geschichte, Staatenkunde, Literatur und Kunst, which was issued between 1829 and 1830 by Thomas Hohler und Johann Georg Megerle von Mühlfeld when the rebellious Hormayr left Austria for Bavaria after a dispute with chancellor Metternich.
Both magazines show slight signs of liberalism as they sometimes put forward quite modern points of views on topics such as religion, trade, what we would now call human rights and most of all natural sciences. Nevertheless, but possibly also because of the strict censorship, they failed to publish articles that would revolutionize the era. Rather they were a product of their time.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
Vormärz early liberalism public sphere
Schlagwörter
(Deutsch)
Frühliberalismus Vormärz bürgerliche Öffentlichkeit
Autor*innen
Caroline Wolfram
Haupttitel (Deutsch)
Außereuropäische Einflüsse auf die bürgerliche Öffentlichkeit des frühen Vormärz und den österreichischen Frühliberalismus
Paralleltitel (Englisch)
Outer European influences on the bourgeois public sphere of the early Vormärz and early Austrian liberalism
Publikationsjahr
2018
Umfangsangabe
100 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Walter Sauer
AC Nummer
AC14551315
Utheses ID
45072
Studienkennzahl
UA | 066 | 805 | |
