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Der Zerfall Jugoslawiens 1991-1999
die Kriseninterventionen der internationalen Organisationen (KSZE/OSZE, EG/EU, UNO, NATO) aus der Perspektive der österreichischen Außenpolitik
Martin Huber
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Lehramtsstudium UF Englisch UF Geschichte, Sozialkunde, Polit.Bildg.
Betreuer*in
Alojz Ivanišević
DOI
10.25365/thesis.51124
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-10407.90216.256952-4
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Diplomarbeit beschäftigt sich mit dem Zerfall der Sozialistischen Föderation der Republik Jugoslawien (SFRJ) in den 1990er-Jahren und den Kriseninterventionen der internationalen Organisationen (KSZE/OSZE, EG/EU, UNO, NATO) aus der Perspektive der österreichischen Außenpolitik. In den bisherigen wissenschaftlichen Arbeiten zu dieser Thematik standen oftmals die diplomatischen Aktivitäten des österreichischen Außenministers Alois Mock zu Beginn des jugoslawischen Staatszerfalls 1991 im Mittelpunkt, da dieser mit seinem Drängen auf eine frühzeitige diplomatische Anerkennung der nach Unabhängigkeit strebenden Teilrepubliken Jugoslawiens, Slowenien und Kroatien, in Politik und Medien sowohl national als auch international heftige Debatten ausgelöst hatte. Eine detaillierte Analyse der österreichischen Jugoslawienpolitik über den gesamten Zeitraum vom Kriegsausbruch in Slowenien 1991 bis hin zu den NATO-Bombardements zur Beendigung des Kosovokrieges 1999 wurde dabei meist nicht vorgenommen. Das Forschungsinteresse dieser Abhandlung gilt also auch den Kontinuitäten und Brüchen in der österreichischen Jugoslawienpolitik nach dem österreichischen EU-Beitritt, der Übernahme des österreichischen Außenministeriums durch Wolfgang Schüssel sowie dem Ende des Bosnien-Krieges 1995. Die durchgeführte historische Diskursanalyse ermöglicht einen differenzierteren Blick auf die möglichen Beweggründe für die verschiedenen Positionen österreichischer Politiker zu den Jugoslawienkriegen der 1990er-Jahre. Die Ergebnisse zeigen, dass die Einstellungen der österreichischen Parteien zum Selbstbestimmungsrecht der Völker, zur territorialen Integrität von Staaten, zur österreichischen Neutralität, zum österreichischen EU-Beitritt sowie zu einer etwaigen österreichischen NATO-Mitgliedschaft entscheidenden Einfluss auf deren Positionierungen bezüglich der Entwicklungen im ex-jugoslawischen Raum hatten.
Abstract
(Englisch)
This diploma thesis reports on the dissolution of Yugoslavia in the 1990s and the crisis interventions of international organizations (CSCE/OSCE, EC/EU, UNO, NATO) from the perspective of Austria´s foreign policy. Previous works on this topic have focused primarily on the diplomatic actions of Austria´s minister of foreign affairs, Alois Mock, at the beginning of the demise of Yugoslavia in 1991. His push for an early recognition of independence of the Socialist Republics of Slovenia and Croatia resulted in heated debates in politics and media, both nationally and internationally. A detailed analysis of Austria´s foreign policy for Yugoslavia encompassing the whole decade from the outbreak of war in Slovenia in 1991 until the NATO bombing to end the war in Kosovo in 1999 has often been missing. Thus, this research also considers the continuities and disruptions in Austria´s foreign policy towards Yugoslavia after Austria´s EU accession, the entry into office of Wolfgang Schüssel as Austria´s minister of foreign affairs and the end of the war in Bosnia-Herzegovina in 1995. The conducted historical discourse analysis brings a more nuanced and differentiated perspective on the potential reasons for the various positions of Austrian politicians on the Yugoslavian wars of the 1990s. The results show that the attitudes of Austrian political parties on the right of people to self-determination, on the territorial integrity of states, on Austrian neutrality, on Austria´s accession to the EU and on Austria´s potential NATO membership had an essential impact on their perception of the developments on ex-Yugoslavian territory.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
Yugoslavian wars crisis intervention Austria foreign affairs neutrality
Schlagwörter
(Deutsch)
Jugoslawienkriege Krisenintervention Österreich Außenpolitik Neutralität
Autor*innen
Martin Huber
Haupttitel (Deutsch)
Der Zerfall Jugoslawiens 1991-1999
Hauptuntertitel (Deutsch)
die Kriseninterventionen der internationalen Organisationen (KSZE/OSZE, EG/EU, UNO, NATO) aus der Perspektive der österreichischen Außenpolitik
Publikationsjahr
2018
Umfangsangabe
140 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Alojz Ivanišević
Klassifikation
15 Geschichte > 15.06 Politische Geschichte
AC Nummer
AC15003084
Utheses ID
45155
Studienkennzahl
UA | 190 | 344 | 313 |
