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Einfluss von Reha-Motivation und Patienten/innenzufriedenheit auf Compliance und die Rolle von Schmerzausmaß und Chronizität
Klara Laister
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Psychologie
Betreuer*in
Rainer Maderthaner
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.51179
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-16410.23519.226762-6
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Studie befasste sich mit der Analyse möglicher Einflussfaktoren auf Compliance, der Bereitschaft ärztlichem oder therapeutischem Rat zu folgen. Dabei wurden personenbezogene Faktoren (Reha-Motivation, Erwartungen und Patienten/innenzufriedenheit) sowie krankheitsbedingte Faktoren (Schmerzausmaß, Chronizität) im Rehabilitationskontext untersucht. Insbesondere wurde von den personenbezogenen Faktoren die Patienten/innenzufriedenheit und Reha-Motivation hinsichtlich ihrer Verbindung mit Compliance und hinsichtlich einer möglichen Interaktion der beiden Komponenten analysiert. Des Weiteren wurde überprüft, ob krankheitsbezogene Faktoren (Schmerzausmaß und Chronizität) einen möglichen Erklärungsanteil an Patienten/innenzufriedenheit und Reha-Motivation haben. Die Stichprobe setzte sich aus 241 Personen zusammen, welche sich zum Erhebungszeit aufgrund einer akuten oder chronischen Erkrankung in einer physio- oder ergotherapeutischen Behandlung befanden. Die Ergebnisse der Studie konnten durch logistische Regression Zusammenhänge von Reha-Motivation, Patienten/innenzufriedenheit sowie Erfolgs- bzw. Selbstwirksamkeitserwartungen mit Compliance nicht bestätigen. Mittels logistischer Regression konnte bestätigt werden, dass Personen, die eine höhere Reha-Motivation haben und der Rehabilitationsbehandlung offen, unvoreingenommen und positiv gegenüberstehen, zufriedener mit der Reha-Behandlung sind als jene, die skeptisch sind. Geringe Schmerzen erhöhen die Wahrscheinlichkeit mit der Behandlung zufrieden zu sein, wohingegen höhere Schmerzen die Chance, mit der Therapie nicht zufrieden zu sein, zur Folge haben. Aus der zweifaktoriellen MANOVA geht hervor, dass für akut Erkrankte das Schmerzausmaß zur Reha-Motivierung in einem geringeren Ausmaß entscheidend ist als für chronisch Erkrankte. Personen mit chronischer Erkrankung und starken Schmerzen weisen eine höhere Reha-Motivationswahrscheinlichkeit aufgrund von körperbedingten Einschränkungen auf. Gleichzeitig bestätigt sich, dass sich chronisch Erkrankte mit gering empfundener Schmerzbelastung im Alltag körperlich weniger beeinträchtigt fühlen und dadurch eine niedrigere Motivationsbereitschaft aufweisen.
Abstract
(Englisch)
The present study addressed the analysis of possible factors influencing compliance, the willingness to follow medical or therapeutic advice. Person-related factors (motivation for rehabilitation, expectations and patient satisfaction) as well as disease-related factors (extent of pain, chronicity) were examined in the rehabilitation context. In particular, analysis focused on patient satisfaction and rehabilitation motivation paired with compliance and possible interaction of the two components. Furthermore, it was examined whether disease-related factors (level of pain and chronicity) have a possible explanatory part of patient satisfaction and rehabilitation motivation. The sample consisted of 241 persons who were undergoing physiotherapy or occupational therapy because of an acute or chronic illness. The results of the study could not confirm correlations of rehabilitation motivation, patient satisfaction and self-efficacy expectations with compliance through logistic regression. Logistic regression has confirmed that people who are more motivated for rehabilitation and open to treatment are more satisfied with rehab than those who are skeptical. Low pain increases the likelihood of being satisfied with the treatment, while higher levels of pain increase the chance of not being satisfied with the therapy. The two-factorial MANOVA shows that the level of pain for rehab motivation is less decisive for people with acute illness than for chronically ill patients. People with chronic illness and severe pain have a higher rehab motivation due to body-related limitations. At the same time, it is confirmed that chronically ill patients with a low level of pain feel less physically limited in everyday life and thus have a lower motivation.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Compliance Reha-Motivation Patienten/innenzufriedenheit Health Belief Model Common Sense Model Schmerzausmaß Rehabilitation
Autor*innen
Klara Laister
Haupttitel (Deutsch)
Einfluss von Reha-Motivation und Patienten/innenzufriedenheit auf Compliance und die Rolle von Schmerzausmaß und Chronizität
Publikationsjahr
2018
Umfangsangabe
89, 2, [9] Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Rainer Maderthaner
Klassifikationen
77 Psychologie > 77.45 Motivationspsychologie ,
77 Psychologie > 77.82 Rehabilitation
AC Nummer
AC15078172
Utheses ID
45205
Studienkennzahl
UA | 066 | 840 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1