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Österreichische Identität hinter der Vitrine
eine Untersuchung der Rolle des Kunsthistorischen Museums, des Belvederes und der DBÖ im österreichischen nationalen Bewusstsein
Caitlin Gura
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Austrian Studies - Cultures, Literatures, Languages
Betreuer*in
Roland Innerhofer
DOI
10.25365/thesis.51303
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30329.22992.587770-6
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
In dieser Masterarbeit wird die kulturelle österreichische Nationalidentität in der Wiener Museumslandschaft zwischen 2005 und heute (2017/18) untersucht. Der Museumsgeschichte und der Neuen Museologischen Theorie zufolge konstruiert ein Nationalmuseum die einheimische und internationale Wahrnehmung der Identität eines Nationalstaates. Das Museum besitzt die Macht der Repräsentation und spielt deswegen eine wesentliche Rolle in der Kultur- bzw. Identitätspolitik. Da ein solches Nationalmuseum in Österreich bisher fehlte, was sich erst mit der baldigen Eröffnung des Hauses der Geschichte Österreich fehlt, welches sich hauptsächlich mit der Geschichte des 20. Jahrhunderts beschäftigen wird, ändern wird, werden die vorhandenen musealen Institutionen unter die Lupe genommen. Konkret sind es das Kunsthistorische Museum, die Österreichische Galerie Belvedere und die Datenbank der bairischen Mundarten in Österreich.
Die Grundwerke der Gedächtnis-, Nationalismus- und Museumsforschung schaffen die theoretischen Rahmenbedingungen. Hierbei handelt es sich um die Forschung von Maurice Halbwachs, Aleida und Jan Assmann, Pierre Nora, Benedict Anderson, Otto Bauer, Tony Bennett, Andrea Witcomb, Sharon Macdonald, Eilean Hooper-Greenhill und Nina Simon.
Die Analyse der Masterarbeit besteht aus Close Readings der Sonderausstellungen, persönlichen Untersuchungen in den Dauerausstellungsräumen der Institutionen, Analysen der Ausstellungsrezensionen und der digitalen Maßnahmen dieser Einrichtungen, um die politischen und soziokulturellen Motivationen der Museen hervorzuheben. Im Wesentlichen wird die Art und Weise untersucht, wie Museen sowohl die Spannung zwischen regionaler, nationaler und europäischer Identität handhaben als auch jene wie sie eine inklusive transkulturelle Gesellschaft durch partizipatorische Maßnahmen fördern. Darüber hinaus wird die umgekehrte Fragen, also welche Erinnerungen nicht in den Museen angesprochen werden, auch behandelt, um die Inszenierung der Erinnerungen an die Schattenseiten österreichischer Geschichte aufzuzeigen, da diese wesentlich für die Verankerung im kollektiven Gedächtnis sind.
Die für die Analyse ausgewählten Museen stellen die verschiedenen Ebenen der österreichischen Identität dar. Die Verfasserin untersucht die vielfältigen Komponenten, welche die heutige Wahrnehmung der kulturellen Identität Österreichs konstruieren, um aufzuzeigen, wie diese Elemente im musealen Kontext neu interpretiert werden. Schlussendlich hebt diese Masterarbeit die fließende und instabile Natur des Identitätsprozesses hervor und zeigt auf, wie Museen palimpsest-mäßig, also stets aufs Neue, die Wandlungen und die neuen Interpretationen des kollektiven Gedächtnisses und damit letztendlich die Identität prägen.
Abstract
(Englisch)
The core of this master’s thesis focuses on how Austrian national cultural identity is interpreted and exhibited in the Viennese museum landscape between 2005 and today (2017/8). According to the history of the museum and the theory of the New Museology, a national museum constructs both the local and global perception of a nation-state’s identity. Museums possess the power of representation; consequently, they play an influential role in cultural and identity politics. Not until 2018 will Austria have its own national museum with the specific purpose of preserving and exhibiting Austrian cultural history, particularly from the 20th century. For this reason the currently existing Viennese institutions are closely examined within this analysis, specifically das Kunsthistorische Museum (The Art History Museum Vienna), die Österreichische Galerie Belvedere (The Austrian Gallery of the Belvedere) and die Datenbank der bairischen Mundarten in Österreich (The Database of Bavarian Dialects in Austria).
The seminal works from the memory, nationalism, and museological fields form the theoretical framework of this thesis, with particular focus on the research of Maurice Halbwachs, Aleida and Jan Assmann, Pierre Nora, Benedict Anderson, Otto Bauer, Tony Bennett, Andrea Witcomb, Sharon Macdonald, Eilean Hooper-Greenhill and Nina Simon. In order to highlight the political and sociocultural motivations of these museal institutions, the analysis consists of close readings of temporary exhibitions, personal investigations of the permanent exhibition space, analyses of newspaper reviews and digital initiatives.
Essentially, the way in which museums handle the tension among regional, national, and European identities as well as their efforts to support an inclusive, transcultural society through participatory practices form the crux of this investigation. Additionally, particular attention is also given to the memories that are not exhibited, which demonstrates how negative aspects of memory are staged within collective memory. The analyzed museums offer insight into the various layers that constitute Austrian identity. While this thesis does not offer a definition of Austrian identity, it analyses the components that construct current Austrian identity and how they are (re)interpreted within the museum setting. Overall, this thesis demonstrates the fluidity and unstable nature that is the process of identity and how museums, as palimpsests, capture and highlight the changes and new interpretations within collective memory, which ultimately shape identity.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
National Identity Museum Meaning of Austria Transculturalism
Schlagwörter
(Deutsch)
Nationalidentität Museum Österreichbegriff Transkulturalität
Autor*innen
Caitlin Gura
Haupttitel (Deutsch)
Österreichische Identität hinter der Vitrine
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine Untersuchung der Rolle des Kunsthistorischen Museums, des Belvederes und der DBÖ im österreichischen nationalen Bewusstsein
Paralleltitel (Englisch)
Austrian identity behind the vitrine : an investigation into the role of the Kunsthistorisches Museum, the Belvedere and the DBÖ in Austrian national memory
Publikationsjahr
2018
Umfangsangabe
143 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Roland Innerhofer
Klassifikation
02 Wissenschaft und Kultur allgemein > 02.30 Museumskunde
AC Nummer
AC15004420
Utheses ID
45314
Studienkennzahl
UA | 066 | 818 | |
