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Österreichische Heeresversorgung im ersten Koalitionskrieg
Patrick Swoboda
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Ernst Bruckmüller
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.5108
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29449.17836.258166-7
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die Heeresversorgung des 18. Jahrhunderts war gekennzeichnet von dem Wunsch, alles zu regulieren und sogut wie nichts dem Zufall zu überlassen. Aus diesem Grund erarbeiteten die Mächte jener Zeit unterschiedliche Konzepte, um die Verpflegung ihrer Armeen sicherzustellen. Die Unterschiede zwischen den Ländern basierten auf den rechtlichen Voraussetzungen, den Möglichkeiten des Geländes und der Bedrohungsszenarien. Das österreichische Versorgungssystem trug den unterschiedlichen rechtlichen Gegebenheiten in der Monarchie und den Erfahrungen in den Türkenkriegen, in welchen sie nicht auf eine gute Infrastruktur zurückgreifen konnten, Rechnung. Die Magazine wurden kreisweise organisiert und verwaltet. Die Befüllung der Magazine geschah aus den Kreisen heraus und Mangel wurde durch Ankauf und Lieferungen aus den Nachbarkreisen vermieden. Auch keimte in Österreich die Idee auf, nicht mehr von gedungenem Fuhrwerk abhängig zu sein. Mit der Errichtung des Militärfuhrwesenskorps war Österreich ein Vorreiter. Um die Vorräte der Magazine zu schonen und das Fuhrwesen nicht zu stark zu belasten, sahen die Vorschriften die Möglichkeit vor, an Ort und Stelle durch Ausschreibungen und bezahlte Requisitionen an Verpflegsgüter zu kommen. Beim Marsch durchs Reichsgebiet wurden eigene Verträge mit den Fürsten geschlossen, um die Versorgung dort sicherzustellen. Alle theoretischen Konstrukte dieser Zeit gingen von Armeen mit maximal 80.000 Mann aus. Da jedoch in diesem Krieg Armeen von über 100.000 Mann Stärke an den einzelnen Kriegsschauplätzen operierten, wurde jedes Versorgungssystem auf eine Zerreißprobe gestellt. Während das preußische Modell im ersten Kriegsjahr komplett versagte, konnte das österreichische gerade die allernotwendigsten Aufgaben erfüllen. Allen voran wurde in verstärktem Maße bedungenes Fuhrwerk eingesetzt. Obwohl die Offiziere klagen, dass Artillerie und Vorräte fehlen, war die Versorgung mit diesen Gütern dennoch gut genug, um auch „die französische Armee am Vormarsch zu ernähren.“ Durch den, im Vergleich zu den Franzosen, großen Train war die österreichische Armee zu unbeweglich für diese Art der Kriegsführung. Außerdem überstiegen die Verpflegskosten in einigen Jahren sogar die Steuereinnahmen. Nach dem Ende des Krieges begann man den ohnehin schon sehr knapp bemessenen Train zu reduzieren. Dies brachte zwar die gewünschten Einsparungen, die Versorgung war danach jedoch nicht mehr sichergestellt.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Heeresversorgung Miltärfuhrwesen Train Magazin Französische Revolution Koalitionskrieg österreichische Armee
Autor*innen
Patrick Swoboda
Haupttitel (Deutsch)
Österreichische Heeresversorgung im ersten Koalitionskrieg
Publikationsjahr
2009
Umfangsangabe
113 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Ernst Bruckmüller
Klassifikationen
15 Geschichte > 15.35 Europäische Geschichte 1789-1815 ,
15 Geschichte > 15.60 Schweiz, Österreich-Ungarn, Österreich
AC Nummer
AC07653994
Utheses ID
4561
Studienkennzahl
UA | 312 | | |
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