Detailansicht
Spiele spielen eine Rolle - über den Stellenwert von Brett-, Karten- und Würfelspielen in der spätmittelalterlichen Gesellschaft
Matthias Klementschitsch
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Lehramtsstudium UF Geschichte, Sozialkunde, Polit.Bildg. UF Geographie und Wirtschaftskunde
Betreuer*in
Meta Niederkorn
DOI
10.25365/thesis.51769
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-20548.77285.448468-8
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Brett-, Karten- und Würfelspiele sind nicht nur in unserer heutigen Gesellschaft fest verankert, sondern prägten auch die Spielewelt des Mittelalters. Die genannten Spielformen können dabei meist auf eine längere Geschichte zurückblicken und ihre Ursprünge sind nach wie vor nicht geklärt. Die Brett- und Würfelspiele erfreuten sich in Europa ab dem Jahr 1000 zunehmender Beliebtheit auch die Kartenspiele verbreiteten sich ab dem Ende des 14. Jahrhunderts in ganz Europa in allen gesellschaftlichen Schichten. Die Beliebtheit dieser Spiele hat sich zudem in den schriftlichen und bildlichen Zeugnissen dieser Zeit niedergeschlagen, so finden sich nicht nur zahlreiche Texte, welche die Spiele beschreiben oder verteufeln, sondern auch zahlreiche bildliche Darstellungen von Spielszenen. Die Spiele wurden mit unterschiedlichen Zielen gespielt. Sie dienten beispielsweise in vielen Fällen als ein pädagogisches Mittel, das nicht nur soziales Benehmen und den Umgang mit Regeln trainierte, sondern wurden in vielen Fällen auch adaptiert, um Wissensinhalte, wie beispielsweise mathematische Kenntnisse oder komplexere Texte, zu vermitteln. Als kostbar gestaltete Gegenstände wurden diese Spiele auch zur Repräsentation von Herrschaftsformen verwendet und bilden so häufig die Herrschenden ihrer Zeit und deren Beziehungen ab. Durch ihre Attraktivität sind die finanziellen Aspekte der Glücksspiele nicht zu unterschätzen, die nicht nur zu Armut geführt haben, sondern oft auch mit Falschspiel, Betrug und organisiertem Verbrechen verbunden waren. Die Analyse des Quellenmaterials und der bildlichen Darstellungen in dieser Arbeit erlaubt die Ansicht, dass die Brett-, Karten- und Würfelspiele in der spätmittelalterlichen Gesellschaft und in der Forschung zu ebendieser eine Rolle spielen.
Abstract
(Englisch)
Board, card and dice games are not only firmly anchored in our society today, but also shaped the gaming world of the Middle Ages. The aforementioned forms of playing usually have lived through many ages yet their origins are still unclear. Board and dice games started increasing in popularity in Europe as from the year 1000. Additionally, card games began spreading throughout Europe from the end of the 14th century and, together with the other forms of playing, became a favoured activity among all social classes. The popularity of these games has also been reflected in the written and visual evidence of this time, so you will find not only numerous texts that describe and demonize the games, but also a great variety of graphical representations of gaming scenes. Games are also present in legal provisions of the late Middle Ages to reduce gambling debts or to restrict gaming completely. However, the games were played with different aims. In many cases, the games served as an educational tool that not only fostered social skills and taught how to deal with rules, but in many cases was also adapted to convey knowledge. Due to their popularity, the financial aspects of gambling should not be underestimated, as they often led to poverty and even to organized crime.
The analysis of the source material and the pictorial representations allow the conclusion that board, card and dice games were important in late medieval society and thus are also relevant for research on this topic.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
Board games Dice Playing cards Middle Ages Society
Schlagwörter
(Deutsch)
Brettspiel Würfel Spielkarte Spiele Mittelalter Gesellschaft Kulturgeschichte Sozialgeschichte
Autor*innen
Matthias Klementschitsch
Haupttitel (Deutsch)
Spiele spielen eine Rolle - über den Stellenwert von Brett-, Karten- und Würfelspielen in der spätmittelalterlichen Gesellschaft
Paralleltitel (Englisch)
The importance of games in late medieval society
Publikationsjahr
2018
Umfangsangabe
VI, 109 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Meta Niederkorn
AC Nummer
AC15027631
Utheses ID
45730
Studienkennzahl
UA | 190 | 313 | 456 |
