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Kinder- und Jugendliteratur im Diskurs der Migrationsgesellschaft
Julia Stamm
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Deutsch als Fremd- und Zweitsprache
Betreuer*in
Ulrike Eder
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.51868
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-13147.26929.592553-6
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Migration war immer ein bedeutender Motor für gesellschaftliche Veränderungen und Modernisierung, da Migrant_innen neues Wissen, Erfahrungen, Sprachen und Perspektiven in unterschiedliche soziale Zusammenhänge einer Gesellschaft einbringen (vgl. Mercheril 2010: 8ff). An den Institutionen eines Landes können diese gesellschaftlichen Wandlungsprozesse beobachtet werden, da durch die Anwesenheit von Migrant_innen die ihnen zugrundeliegenden Normvorstellungen in Frage gestellt werden. Im Bildungssystem, welches in dieser Arbeit im Fokus liegt, wirkt sich das auf die Chancengleichheit aus. Die unterschiedlichen individuellen Voraussetzungen im sozio-ökonomischen Bereich aber auch in der natio-ethno-kulturellen Zugehörigkeit der Beteiligten werden zu wenig berücksichtigt und wirken sich dadurch als Defizite aus (vgl. Lütje-Klose 2009: 28, Gogolin 2005: 10). Die vorliegende Arbeit erarbeitet in einem ersten Teil die hier angesprochenen Diskurse, welche durch Migration in der schulischen Bildung der Migrationsgesellschaft entstehen. Im weiteren Verlauf wird die Verbindung zur Literaturwissenschaft hergestellt, im Besonderen zur postkolonialen Literaturkritik und dem spezifischen Genre der mehrsprachigen Kinder- und Jugendliteratur. Daraus werden im zweiten Teil der Arbeit Kriterien abgeleitet, welche eine wissenschaftliche Textanalyse mehrsprachiger Kinder- und Jugendliteratur möglich machen. Der Forschungsprozess steht dabei unter dem Erkenntnisinteresse herauszufinden, inwiefern diese mehrsprachigen Texte einen Beitrag zu migrationsgesellschaftlichen Diskursen leisten können. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Vorhandensein mehrerer Sprachen innerhalb eines Textes, nicht zwingendermaßen zu einem Bewusstmachen und Umschreiben migrationsgesellschaftlicher Diskurse führt. Je nach gewähltem Darstellungs- und Erzählverfahren nimmt die Mehrsprachigkeit eine andere Funktion im Text ein. Das entscheidende Element, um Diskurse zu verändern ist hingegen die Offenlegung der ihnen zugrundeliegenden Strukturen und die Reflexion darüber.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Migrationspädagogik postkoloniale Literaturkritik mehrsprachige Kinder- und Jugendliteratur
Autor*innen
Julia Stamm
Haupttitel (Deutsch)
Kinder- und Jugendliteratur im Diskurs der Migrationsgesellschaft
Publikationsjahr
2018
Umfangsangabe
88 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Ulrike Eder
Klassifikation
80 Pädagogik > 80.57 Interkulturelle Erziehung
AC Nummer
AC15050019
Utheses ID
45815
Studienkennzahl
UA | 066 | 814 | |
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