Detailansicht
Surabaya's urban communities (Kampungs) within the emergence of post-new order's neoliberal transformations
Diana Zagidullina
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium DDP CREOLE-Cultural Differences and Transnational Processes
Betreuer*in
Ayşe Çağlar
DOI
10.25365/thesis.51884
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-13148.35266.736452-5
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
In dieser Masterarbeit wird der Fokus auf die verschiedenen soziokulturellen, administrativen, politischen und wirtschaftlichen Veränderungen gelegt, die seit dem Rücktritt des indonesischen Präsidenten Muhammad Suharto 1998 in den lokalen Surabaya-Gemeinschaften (Kampungs) stattgefunden haben. Die Untersuchung konzentriert sich auf Veränderungen in den städtischen Ortschaften Kampungs und die Beeinflussung der Verkehrsmobilität als auch anderer Infrastrukturumgestaltungen in Surabaya im Zuge der Post-Suharto neoliberalen Politik und Transformationen. Ein besonderer Forschungsschwerpunkt liegt auf den Tätigkeiten der informellen Wirtschaft, an denen mehr als 70% der Arbeitnehmer auf dem indonesischen Arbeitsmarkt beteiligt sind, sowie auf der Bedeutung der Partnerschaft zwischen privaten und öffentlichen Sektoren.
Neoliberal auferlegte Ermächtigungsstrategien und Entwicklungsprogramme zur Unterstützung der von Armut betroffenen Bevölkerung zur Verbesserung der Wohnbedingungen, der sanitären Einrichtungen, der Gesundheitsversorgung, sowie der Bildung und Formalisierung religiöser Praktiken, haben zweifellos die Position Kampungs innerhalb der städtischen Umgebung beeinflusst und ein Element der Wettbewerbsfähigkeit eingeführt. Nach dem Sturz von Suharto erhielt die lokalen Gemeinschaften Kampungs mehr Möglichkeiten zur florierenden informellen Wirtschaft beizutragen, welche als wichtiger Teil der Weltwirtschaft gilt und an verschiedenen Arten von Wettbewerben (religiösen, ökologischen, kulturellen usw.) beteiligt ist. Der Wettbewerb zielt auf die Entwicklung eine nachhaltige, wettbewerbsfähige und profitablere Gemeinschaft zu entwickeln. Dabei wird in dieser Arbeit ein konstruktiver Dialog zwischen verschiedenen Ebenen privater Interessenvertreter, lokaler Führungspersönlichkeiten und globaler Akteure wie zwischenstaatlicher Organisationen und Nichtregierungsorganisationen als eines der wichtigsten Instrumente gesehen und gefördert, um sicherzustellen, sodass eine Berücksichtigung des lokalen Kontexts und der lokalen Interessen, als auch die Erhaltung einer sozio-kulturellen Identität der lokalen Nachbarschaften, ermöglicht werden.
Der methodologische Teil der Forschung basiert auf den qualitativen Methoden der ethnographischen Feldforschung, die am Forschungsort Kampung Lontong Banyu Urip in Surabaya durchgeführt wurde, und der teilnehmenden Beobachtung. Das Feldpraktikum wurde teilweise von der Universität Wien in Österreich und der ITS (Technologische Universität) in Indonesien finanziert und gefördert. Die empirischen Daten bestehen aus ethnographischen Notizen aus dem Feld, halbstrukturierten und strukturierten formellen und informellen Interviews, Fokusgruppen, Präsentationen und anderen visuellen Materialien. Die Kampung Lontong wird in der Arbeit als ein anschauliches Beispiel für die Beteiligung einer städtischen Gemeinschaft an der informellen Wirtschaft beschrieben. Dazu zählen privatgegründete Kleinunternehmen (Home-based Enterprises – HBEs) und andere nicht registrierte wirtschaftliche Aktivitäten und ihre Infrastrukturumbauten aufgrund der sozialen Entwicklungsprogramme. Einen Ausnahmefall bildet der „Soziale islamische Ansatz“, der von den Gemeindemitgliedern als proaktives erhebendes Instrument wahrgenommen wird.
Abstract
(Englisch)
This thesis focuses on diverse socio-cultural, administrative, political, and economic changes, happening in the local Surabaya’s communities (kampungs) since the resignation of the Indonesian President Muhammad Suharto in 1998. The research emphasizes alterations that took place in the urban localities kampungs and influenced transport mobility and other infrastructure reconfigurations in Surabaya within the emergence of post-Suharto neoliberal policies and transformations. Particular research focus is placed on the informal economy activities involving more than 70% of employees at the Indonesian labor market and the importance of partnership between private and public sectors.
Neoliberally imposed empowerment policies and pro-poor development programs aimed at improving housing conditions, sanitation, health care, education, and formalization of religious practices, have undoubtedly influenced kampungs’ position within the urban setting and introduced an element of competitiveness. Local kampung inhabitants after the fall of Suharto obtained more opportunities to contribute to the flourishing informal economy, which is perceived as an important part of the global economy, and were involved into different kinds of competitions (religious, environmental, cultural, etc.), which are targeted to develop sustainable, competitive, and more profitable communities. A constructive dialogue between different levels of private stakeholders, local leaders, and global players, such as intergovernmental organizations and non-governmental organizations, is seen and promoted within this thesis as one of the significant tools to ensure that the local context and interests are taken into consideration and that a socio-cultural identity of the local neighborhoods remains preserved.
The methodological component of the research is based on the qualitative methods – ethnographic fieldwork conducted at the research site kampung Lontong Banyu Urip in Surabaya and participant observation. Important to highlight that the fieldtrip was partially financed and facilitated by the University of Vienna in Austria and the ITS (University of Technology) in Indonesia. The empirical data consists of ethnographic notes from the field, semi-structured and structured formal and informal interviews, focus groups, presentations, and other visual materials. The kampung Lontong is precisely described in the thesis as a demonstrative example of an urban community’s involvement into informal economy, namely home-based enterprises (HBEs) and other unregistered activities, its infrastructure reconfigurations due to the social development programs and an exceptional case of the “social Islamic approach”, perceived by the community members as a proactive uplifting tool.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
Urban neoliberalism neoliberal transformations neoliberal policies Indonesian local communities kampungs post-new Order era post-Suharto period reconfiguration of urban space informal economy home-based enterprises public transport sustainable agenda qualitative research ethnographic fieldwork participant observation
Schlagwörter
(Deutsch)
Urbaner Neoliberalismus neoliberale Transformationen neoliberale Politik indonesische lokale Gemeinschaften Kampungs Post-new Order era Post-Suharto-Periode Neugestaltung des städtischen Raums informelle Wirtschaft Heimunternehmen öffentlicher Verkehr nachhaltige Agenda qualitative Forschung ethnographische Feldarbeit teilnehmende Beobachtung
Autor*innen
Diana Zagidullina
Haupttitel (Englisch)
Surabaya's urban communities (Kampungs) within the emergence of post-new order's neoliberal transformations
Paralleltitel (Deutsch)
Surabayas urbane Gemeinschaften (Kampungs) in der Entstehung der neoliberalen Transformationen der Post-New Order
Publikationsjahr
2018
Umfangsangabe
90 Seiten : Illustrationen, Karten
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Ayşe Çağlar
Klassifikation
70 Sozialwissenschaften allgemein > 70.00 Sozialwissenschaften allgemein: Allgemeines
AC Nummer
AC15032437
Utheses ID
45829
Studienkennzahl
UA | 066 | 656 | |
