Detailansicht
Erinnerung, Erinnerungskultur und Gedächtnis im Romanwerk Alois Vogels
Cornelius Binder
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Deutsche Philologie
Betreuer*in
Wynfrid Kriegleder
DOI
10.25365/thesis.51917
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30328.67308.125665-0
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Das Phänomen Erinnerung tritt im Romanwerk Alois Vogels in vielen unterschiedlichen Varianten und Facetten zutage. Bewusste Erinnerungen prägen die Persönlichkeiten ihrer Erinnerer und beeinflussen ihre jeweiligen Handlungsweisen in der Gegenwart, wofür Vogel besagte Gedächtnisinhalte oft direkt an Ort und Stelle in den Text verbaut, wann immer ein Ereignis der Jetztzeit eine Assoziation im Gedächtnis der jeweiligen Personen hervorruft. Je nach Episode und Begebenheit verwandelt Vogels Gebrauch des Phänomens Erinnerung diverse Textstellen bisweilen in ein buntes, abruptes Kaleidoskop aus verschiedenen Zeitebenen und verschiedenen Zeitpunkten.
Gebrochene, bruchstückhafte Erinnerungen nach emotional fordernden Begebenheiten lassen Vogels Fingerspitzengefühl im Umgang mit Erinnerung und Gedächtnis noch klarer hervortreten. Kommen etwa die Figuren aus Schlagschatten oder Totale Verdunklung im Verlauf der Romanhandlung zu Schaden oder werden aus ihrem angestammten, sozialen Umfeld vertrieben, so schlägt sich dies deutlich in der Gestalt, Länge und Vollständigkeit der jeweiligen Gedächtnisinhalte nieder.
Zusätzlich liegt auch überindividuelles Gedächtnismaterial in Alois Vogels Schriften verborgen, zunächst etwa dann, wenn zwei Personen sich aus ihrer jeweiligen Perspektive mit unterschiedlichen Auslösern an ein und dasselbe Ereignis erinnern. Gerade anhand der zeitgeschichtlichen Situierungen von Vogels Texten, tritt allerdings auch überindividuelles Erinnerungsmaterial im Bereich von historisch-kulturellem Erbe zutage. Bauten, Orden, Begebenheiten und Geisteshaltungen aus der Monarchie überdauern bis in die Jetztzeiten von Vogels Romanen und werden zu den thematischen Horizonten des kommunikativen oder kulturellen Gedächtnisses, worin sie sich für die Nachtwelt erhalten, sei es durch mündliche Erzählungen, oder aber durch ihre jeweilige physische Präsenz und nicht zuletzt auch durch die bloße Existenz von Vogels Romanen.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
memory memorial culture rememberance memorial theories Alois Vogel memorial novels
Schlagwörter
(Deutsch)
Erinnerung Erinnerungskultur Gedächtnis überindividuelle Erinnerung Gedächtnistheorien interdisziplinär Alois Vogel Gedächtnistexte
Autor*innen
Cornelius Binder
Haupttitel (Deutsch)
Erinnerung, Erinnerungskultur und Gedächtnis im Romanwerk Alois Vogels
Paralleltitel (Englisch)
Memory and memorial culture in the novels of Alois Vogel
Publikationsjahr
2018
Umfangsangabe
111 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Wynfrid Kriegleder
Klassifikationen
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.81 Epik, Prosa ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.90 Literatur in Beziehung zu anderen Bereichen von Wissenschaft und Kultur ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.93 Literarische Stoffe, literarische Motive, literarische Themen ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.97 Texte eines einzelnen Autors
AC Nummer
AC15050095
Utheses ID
45860
Studienkennzahl
UA | 066 | 817 | |
