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"La Petite Fadette" von George Sand
Bildung(sroman) und Geschlechteridentität
Karoline Rohlik
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Lehramtsstudium UF Französisch UF Psychologie und Philosophie
Betreuer*in
Jörg Türschmann
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.52168
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-12491.19552.815372-5
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
George Sand, eine bekannte französische Schriftstellerin des 19. Jahrhunderts, schrieb nach den Ereignissen der Revolution im Jahr 1848 ihren Bildungsroman La Petite Fadette. Um den Menschen Ablenkung von den politischen Umbrüchen und den einhergehenden Schreckenserfahrungen zu verschaffen, verfasste sie diesen Roman, der die Entwicklung dreier Jugendlicher bis zum Erwachsenenalter schildert. Im Zentrum der Geschichte steht die Liebe zwischen Fadette und Landry, die erst durch die Aufgabe von Fadettes jungenhaften Verhaltens entflammt. Das zuvor wilde und burschikose Mädchen transformiert sich in eine ideale Frau. Sie ändert, angeleitet durch Landry, ihre männliche Geschlechteridentität in eine weibliche Geschlechteridentität. Was macht nun aber die männliche beziehungsweise die weibliche Geschlechteridentität, in einem Roman, in dem es nur diese beiden Geschlechter zur Auswahl gibt, aus? Mit Hilfe der Theorien von Simone de Beauvoir zur Frage: Was ist eine Frau, wird dies herausgefiltert. Im Roman determinieren bestimmte Verhaltensmerkmale und Eigenschaften das jeweilige Geschlecht, die auch de Beauvoir in ihren Analysen der Situation der Frau herausfindet. Im Falle der Frau tragen diese häufig zu ihrer Unterdrückung bei. Der Mann hingegen positioniert sich über der Frau. Die Unterschiede der Geschlechter, die im Roman zelebriert werden, stellen für de Beauvoir einen Faktor der Unterordnung der Frau dar. Mit dem Vergleich von Roman und beauvoirschen Theorien kann genau dies bestätigt werden. Der Mann schafft sich die Frau und drängt sie in einen bestimmten, von ihm abgeschnittenen Bereich zurück. Obwohl man Sands Heldin Fadette in einigen Bereichen ein revolutionäres Verhalten unterstellen könnte, gliedert sie sich am Ende doch zu einem großen Teil in die traditionell vorgegebene Lebensführung einer Frau ein. Für die männliche Geschlechteridentität können ebenfalls determinierende Merkmale gefunden werden. Der Roman präsentiert genaue Vorstellungen davon, wie eine Frau, ein Mann zu sein hat.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
George Sand Geschlechteridentität
Autor*innen
Karoline Rohlik
Haupttitel (Deutsch)
"La Petite Fadette" von George Sand
Hauptuntertitel (Deutsch)
Bildung(sroman) und Geschlechteridentität
Publikationsjahr
2018
Umfangsangabe
98 Seiten : Diagramme
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Jörg Türschmann
Klassifikation
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.80 Literarische Gattungen: Allgemeines
AC Nummer
AC15090093
Utheses ID
46067
Studienkennzahl
UA | 190 | 347 | 299 |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1