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Hormonal effects of group singing
Oxytocin, Cortisol and Testosterone
Julia Gahr
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Lebenswissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Lehramtsstudium UF Englisch UF Biologie und Umweltkunde
Betreuer*in
William Tecumseh Sherman Fitch
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.52249
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-18491.43685.768875-1
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Gruppengesang ist ein Phänomen, das in allen bekannten Kulturen auftritt und zahlreiche positive Auswirkungen auf den menschlichen Körper zu haben scheint. So trägt Gruppensingen zu einer Verbesserung des allgemeinen Wohlbefindens und der psychischen Gesundheit bei. Außerdem scheint gemeinsames Singen den Zusammenhalt in einer Gruppe zu verstärken. Es wird vermutet, dass diesen Effekten endokrinologische Reaktionen zu Grunde liegen. Oxytocin, ein Hormon das mit sozialen Bindungen assoziiert wird, und Cortisol, das so genannte Stresshormon, könnten hierbei eine wichtige Rolle einnehmen. Die Studie sollte nun zeigen, ob der vokale (singen vs. lesen) oder der soziale (Gruppe vs. Solo) Aspekt der Auslöser solcher hormonellen Reaktionen ist. Das Experiment wurde im natürlichen Umfeld einer Chorprobe (N=71) durchgeführt. Vor und nach Gruppengesang, Sologesang, Gruppenlesen und Sololesen, wurden Speichelproben entnommen, die mittels ELISA (Enzyme Linked Immunosorbent Assay) auf Oxytocin, Cortisol und Testosteron (nur bei männlichen Probanden) getestet wurden. Des Weiteren, bewerteten die TeilnehmerInnen ihre Stimmung (Skala der momentanen positiven und negativen Affektivität, PANAS) und ihre Identifikation mit der Gruppe (Inclusion of the other in the Self – IOS). Bei zehn TeilnehmerInnen wurde zusätzlich der Puls gemessen. Die Ergebnisse zeigten eine generelle Abnahme der Cortisol- und Oxytocin- Konzentrationen unter allen einbezogenen Bedingungen. Statistische Analyse mittels linearem gemischten Modell ergab einen signifikanten Effekt des vokalen Aspekts auf Oxytocin- und Testosteronwerte, der zeigte, dass es beim Singen zu einer geringeren Abnahme dieser Hormone kam. Die Oxytocin-Veränderungen waren zudem bei den männlichen Teilnehmern ausgeprägter. Die Herzfrequenz konnte nicht mit Veränderungen in den Hormonkonzentrationen oder der Stimmung in Verbindung gebracht werden, war jedoch während des Sololesens am niedrigsten. Insgesamt, verbesserte das Chorsingen die Laune der Teilnehmerinnen am meisten und führte außerdem zu einem erhöhten Identifikationsgefühl mit der Gruppe. Die Ergebnisse dieser Studie demonstrieren die positiven Auswirkungen des Singens auf soziale und emotionale Funktionen, und geben einen Einblick in die möglichen hormonellen Mechanismen, die dafür verantwortlich sein könnten.
Abstract
(Englisch)
Communal singing can be found in all known cultures and appears to have numerous positive effects on the human body. Not only has it shown to improve general well- being and mental health, it has also been related to facilitating group-cohesion. These effects may be based on endocrinological responses to communal singing. Oxytocin (associated with social bonding) and cortisol (stress) have previously been considered to play a key role in this matter. The aim of this study was to explore the roles of vocal mode (song vs. speech) and social context (group vs. solo) in triggering endocrinological responses to group singing. The experiment was conducted in the naturalistic setting of a choir rehearsal (N=71) and saliva samples were obtained before and after four conditions (group singing, solo singing, group speech and solo speech) for the measurement of oxytocin and cortisol, as well as testosterone (in men). In addition, subjects evaluated their affect (Positive and Negative Affect Schedule), closeness to their group (Inclusion of other in the self scale) and ten volunteers’ heartrates were measured. Across all conditions cortisol and oxytocin concentrations were reduced significantly. Linear mixed model analysis indicated a significant effect of vocal mode on oxytocin and on testosterone levels, revealing that singing had a preservative influence on these hormones. In addition, oxytocin changes were generally more evident in men. Heart rates did not explain these hormonal changes, showing a general level of physiological arousal that was similar across all but the solo speech condition. Finally, communal singing induced the strongest improvements in mood and feelings of community. These results demonstrate the beneficial social and emotional effects of singing in humans and give an insight into the underlying hormonal mechanisms.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
group singing choir singing Cortisol Oxytocin Testosterone PANAS IOS
Schlagwörter
(Deutsch)
Gruppengesang Chorsingen Cortisol Oxytocin Testosteron PANAS IOS
Autor*innen
Julia Gahr
Haupttitel (Englisch)
Hormonal effects of group singing
Hauptuntertitel (Englisch)
Oxytocin, Cortisol and Testosterone
Paralleltitel (Deutsch)
Hormonelle Effekte von Gruppengesang : Oxytocin, Cortisol und Testosteron
Publikationsjahr
2018
Umfangsangabe
34 Seiten : Diagramme
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
William Tecumseh Sherman Fitch
Klassifikation
42 Biologie > 42.00 Biologie: Allgemeines
AC Nummer
AC15078593
Utheses ID
46141
Studienkennzahl
UA | 190 | 344 | 445 |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1