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Indianerreservationen – der Weg von Assimilationsgefängnissen zur indigenen Selbstbestimmung in den USA
Michael Walzer
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Lehramtsstudium UF Spanisch UF Geschichte, Sozialkunde, Polit.Bildg.
Betreuer*in
Friedrich Edelmayer
DOI
10.25365/thesis.52276
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-24564.39211.657659-9
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit „„Indianerreservationen – der Weg von Assimilationsgefängnissen zur indigenen Selbstbestimmung in den USA“ widmet sich der Frage, inwiefern bestimmte historische Zäsuren (Erlassung bestimmter Gesetze/Acts, ideologische Umbrüche,..) den Prozess der Entwicklung von rechtlicher Selbstbestimmung von US-amerikanischen, indigenen Reservaten determinierten. Die schrittweise Entwicklung einer gewissen rechtlichen Souveränität von in Reservaten lebenden Native Americans war im Laufe der Jahrzehnte und Jahrhunderte primär durch das Agieren der politischen Institutionen und Behörden der nichtindigenen Mehrheit der Vereinigten Staaten geprägt worden. Der historisch-politische Prozess der Erlangung von Selbstbestimmung im Laufe des in dieser Arbeit untersuchten Zeitraumes von ca. 1830 bis in die Gegenwart verlief, chronologisch betrachtet, in einer zyklischen Form: Repressivere Phasen (Dawes-Ära 1887-1934, Termination-Ära 1950-Ende 1960er) wurden unmittelbar folgend von liberaleren Perioden abgelöst (Reorganization 1934-1950, self-determination Ende 1960er- Gegenwart).
Souveränität im Sinne einer rechtlichen Autarkie in elementaren Bereichen des wirtschaftlichen und sozialen Lebens konnte partiell erwirkt werden. Reservationen verfügen über weitgehende, zumindest zivilrechtliche Befugnisse über Vorgänge auf Reservatsland. Fehlende Verfügungsgewalt im strafrechtlichen Bereich ist primär als als Symptom der komplexen Zuständigkeitskonflikte innerhalb des Triptychons dreier souveräner Akteure (Bund-Bundesstaat-Stamm) zu sehen. Aus wirtschaftlicher Sicht beeinflusst ebendiese Konfliktlinie bis dato die völlig freie Verfügung über monetäre Ressourcen (Abtretung von Erträgen aus Casino-Spielen an Bundesstaaten durch revenue-sharing). Souveränität im ursprünglichen Sinne ausschließlicher rechtlicher Autarkie im Sinne Jean Bodins lässt sich ergo bedingt durch die geographische sowie juristische Einbettung des Systems „Reservat“ in von ihm selbst verschiedene Rechtsräume in der Praxis nur teilweise realisieren.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Souveränität Native American Reorganization Tribal court
Autor*innen
Michael Walzer
Haupttitel (Deutsch)
Indianerreservationen – der Weg von Assimilationsgefängnissen zur indigenen Selbstbestimmung in den USA
Publikationsjahr
2018
Umfangsangabe
118 Seiten : Karte
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Friedrich Edelmayer
Klassifikation
15 Geschichte > 15.87 USA
AC Nummer
AC15057037
Utheses ID
46164
Studienkennzahl
UA | 190 | 353 | 313 |
