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Imperiale Strategien in den muslimischen Territorien des Russländischen Reiches von Iwan IV. bis Katharina II. in der deutschsprachigen Historiographie
Robert Artner
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Lehramtsstudium UF Geographie und Wirtschaftskunde UF Geschichte, Sozialkunde, Polit.Bildg.
Betreuer*in
Kerstin Susanne Jobst
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.52294
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-24563.90478.546766-0
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit nimmt Bezug auf die russländische Expansionspolitik im Zeitalter Ivans IV., Peters I. und Katharinas II. Die Ausdehnung des Zarenreichs bzw. des Russländischen Kaiserreiches an der Wolga, am Don und an der nördlichen Schwarzmeerregion gaben den expansionspolitischen Rahmen des Untersuchungsraumes vor. Ausgehend von der Analyse deutschsprachiger Historiographie (wie beispielsweise von Haumann, Stökl, Kappeler und Hildermeier) wurde herausgefunden, dass obige Akteure und Akteurin in ihren imperialen Handlungen bedeutende politische und ideologische Gemeinsamkeiten aufwiesen. Das expansive Vordringen und das innewohnende machtpolitische Bewusstsein der Zaren*innen konnte auf das ideologische Fundament eines religiös motivierten Mystizismus („Drittes-Rom“-Ideologie, „Befreier der Balkanchristen“ usw.), auf militärisch-strategische Überlegungen sowie den Drang nach wirtschaftlicher Superiorität zurückgeführt werden (Erschließung von Flussläufen und Meereszugängen). Diese drei Aspekte, die sich in Form einer imperialen Strategie widerspiegeln, hatten sich im Umgang mit den fremdstämmigen Völkern über Jahrhunderte bewährt. Ein wesentlicher Punkt der Arbeit war es, neben genannter Motivforschung dem außenpolitischen Konzept Katharinas II. (-> dem „griechischen Projekt“) nachzugehen, da in diesem sowohl realpolitische als auch mythologische Aspekte vorgefunden wurden. Aufgrund der historisch weitreichenden Bedeutung gegenüber dem Hauptantagonisten im Süden, dem Osmanischen Reich, wurde das „griechische Projekt“ als Paradebeispiel zarischer imperialer Tendenzen, als russländische imperiale Strategie par excellence, herangezogen. Aus der Vielfalt an Deutungen, mit denen dieser „Plan“ in der deutschsprachigen Historiographie (bspw. bei Halm, Hösch, Montefiore und Jena) Eingang gefunden hatte, wurden die außenpolitisch relevanten Themen herausgearbeitet. Der letzte Punkt der Arbeit beschäftigte sich mit der russisch-imperialen Wandlung im Aufgeklärten Absolutismus. Anhand der untersuchten Literatur (bspw. von Mühlpfordt, Baberowski sowie Jobst und Kolleginnen) konnte festgestellt werden, dass sich durch wesentliche Einflüsse aus Europa (Wissens- und Kulturtransfer) die russische Perspektive der Elite auf das multiethnische Volk geändert und sich ein gänzlich anderes Verhalten im imperialen Auftreten des Russländischen Reiches eingestellt hatte.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Imperiale Strategien Russländisches Reich Expansion Zarentum Peter I. Katharina II. Geschichte Russlands
Autor*innen
Robert Artner
Haupttitel (Deutsch)
Imperiale Strategien in den muslimischen Territorien des Russländischen Reiches von Iwan IV. bis Katharina II. in der deutschsprachigen Historiographie
Publikationsjahr
2018
Umfangsangabe
119 Seiten : Karten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Kerstin Susanne Jobst
Klassifikationen
15 Geschichte > 15.01 Historiographie ,
15 Geschichte > 15.06 Politische Geschichte
AC Nummer
AC15056993
Utheses ID
46179
Studienkennzahl
UA | 190 | 456 | 313 |
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