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Identitätsentwurf Mutter?
Genderkonstruktionen in Barbara Frischmuths Romanen "Woher wir kommen" (2012), "Der Sommer, in dem Anna verschwunden war" (2004) und "Über die Verhältnisse" (1987)
Melanie Sperl
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Lehramtsstudium UF Deutsch UF Biologie und Umweltkunde
Betreuer*in
Anna Babka
DOI
10.25365/thesis.52416
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-19384.32593.658859-0
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit setzt sich mit den Mutterfiguren in Barbara Frischmuths Romanen Über die Verhältnisse (1987), Der Sommer, in dem Anna verschwunden war (2004) und Woher wir kommen (2012) auseinander. Mithilfe einer gender-orientierten Erzähltext- und Figurenanalyse wurden die vier ausgewählten Frauenfiguren charakterisiert und untersucht. Weiters wurde ermittelt, inwiefern sich die Mutterschaft dieser Frauenfiguren auf ihre Identität auswirkt. In allen drei Werken schildert entweder die Mutterfigur als Ich-Erzählerin ihre Gedanken und Erinnerungen, oder die Erzählinstanz berichtet von Träumen, Gefühlen und zurückliegenden Erlebnissen der jeweiligen Figur. Beeinflusst durch die eigenen Erfahrungen als Mutter und den gesellschaftlichen Mutterschaftsdiskurs der letzten Jahrzehnte konstruiert Barbara Frischmuth in den drei Romanen drei sehr ähnliche, selbstbewusste Protagonistinnen, die ihr Leben unabhängig, ohne einen festen männlichen Partner an ihrer Seite, gestalten. Jede von ihnen erlebt einen Wendepunkt im Leben, welcher sie über ihren bisherigen Werdegang reflektieren und ihren Identitätsentwurf als Frau und Mutter überdenken lässt. Eine Ausnahme stellt die Figur Karen dar, die Erzählinstanz schildert keine ihrer Gedanken, Erinnerungen oder Gefühle, ihre Geschichte wird ausschließlich vom Vater ihrer Kinder erzählt. Im Gegensatz zu den drei anderen Frauenfiguren ist Karen, an der Mutterschaft, der Langenweile und der folgenden Alkoholsucht zerbrochen und gestorben. Die Autorin Barbara Frischmuth gestaltet in den analysierten Romanen unter anderem drei emanzipierte Mutterfiguren, welche zur Entwicklung eines neuen gesellschaftlichen Bewusstseins im aktuellen Mutterschaftsdiskurs beitragen können.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Barbara Frischmuth Identität Mutter Mutterfiguren Mutterschaft Gender Erzähltheorie Figurenanalyse
Autor*innen
Melanie Sperl
Haupttitel (Deutsch)
Identitätsentwurf Mutter?
Hauptuntertitel (Deutsch)
Genderkonstruktionen in Barbara Frischmuths Romanen "Woher wir kommen" (2012), "Der Sommer, in dem Anna verschwunden war" (2004) und "Über die Verhältnisse" (1987)
Publikationsjahr
2018
Umfangsangabe
97 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Anna Babka
Klassifikation
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.81 Epik, Prosa
AC Nummer
AC15066737
Utheses ID
46288
Studienkennzahl
UA | 190 | 333 | 445 |
