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Der Zweck heiligt die Mittel - Hildegard von Bingens Status als Medizinerin im Mittelalter
Alina Bimashofer
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Lehramtsstudium UF Geschichte, Sozialkunde, Polit.Bildg. UF Deutsch
Betreuer*in
Thomas Ertl
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.52436
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29133.05091.763661-8
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Im Gegensatz zur heutigen Zeit, in der Hildegard von Bingen mit Phytotherapie und Diätetik in Verbindung gebracht wird, war sie im Mittelalter vor allem für und durch ihre Visionen bekannt. Während die Scivias, ihre erste prophetische Schrift, zu ihren Lebzeiten geläufig war, wurde ihr späteres naturwissenschaftliches Werk, das Librum simplicis medicinae, kaum beachtet und später auch ihre Autorschaft von Medizinern angezweifelt. In meiner Arbeit möchte ich mich mit ihrer Klassifizierung als Medizinerin im Mittelalter auseinandersetzen. Zu Beginn möchte ich einen Einblick in den medizinischen Forschungsstand des Mittelalters geben, auf die antiken Autoren und Gelehrten zurückgreifen, so wie eine Auswahl an wichtigsten Lehrbüchern des Mittelalters aufgreifen und beleuchten. Des Weiteren möchte ich mich mit ihrer persönlichen Krankengeschichte beschäftigen und die gesellschaftspolitische Betrachtungsweise von Krankheit und Gesundheit in den Kontext der Zeit setzen. Da sich Hildegard von Bingen zu Lebzeiten selbst stets als ungebildet dargestellt hat, ihre Lehren sich jedoch auf die medizinischen Kenntnisse der antiken Gelehrten stützen, soll ihr Ausbildungsweg und die Bildungssituation im Allgemeinen einen weiteren Schwerpunkt der Arbeit bilden. Die Klöster als Bildungsstätten des Mittelalters werden dafür eine besondere Stellung einneh-men, insofern sie bereits im Diskurs der medizinischen Ausbildung im Mittelalter im Fokus der Diplomarbeit stehen. Einen großen Teil der Arbeit bilden die Lehren selbst, da Hildegard von Bingen sich stets auf die natürlichen Kräfte aller Dinge, Pflanzen, Steine, Elemente beruft, sich der Gedanke des Maßhaltens in allen ihren Schriften widerspiegelt und ihr gesamtes Werk stets in Bezug zur Schöpfungsgeschichte steht. Die quellenkritischen Anmerkungen in Bezug auf die Autorschaft und Vollständigkeit der Schriften Hildegards werden ebenso Teil dieser Arbeit sein, wie die Einordnung in die geschichtlichen Geschehnisse der Zeit. Hier sei vor allem auf das Laterankonzil 1139 verwiesen, welches Auswirkungen auf das Praktizieren der Mönchsärzte und die gesamte Klostermedizin hatte.
Abstract
(Englisch)
In contrast to the present time, in which Hildegard of Bingen is associated with herbal medicine and dietetics, in the Middle Ages she was mostly known for and through her theological visions. While the Scivias, her first prophetic script, was popular during her lifetime, her later scientific work, the Librum simplicis medicinae, was hardly noticed at the time, and her authorship later questioned. At the center of my paper stands whether her classification as a doctor in the Middle Ages is justified. To begin with, I would like to give an insight into the medical research of the Middle Ages, which is largely based on ancient authors and scholars, as well as to pick up and illuminate a selection of the most important textbooks of the Middle Ages. Furthermore, I would like to deal with Hildegards personal medical history and put the socio-political view of illness and health in the context of her lifetime. Since Hildegard of Bingen always portrayed herself as uneducated during her lifetime, but her teachings are based on the medical knowledge of the ancient scholars, her education and the educational situation in general should form another focus of my work. The monasteries as educational institutions of the Middle Ages will occupy a special position in this thesis, insofar, as they are already in the focus of the diploma thesis in the discourse of medical education in the Middle Ages. One focus of the work will be the medical science concepts of Hildegard of Bingen, since she always invokes the natural forces of all things, plants, stones, elements, the idea of moderation is reflected in all of her writings, and her entire work is always related to the creation story. The sources-critical remarks concerning the authorship and completeness of Hildegard's writings will be as much a part of this work as the classification into the historical events of the time. Here, reference is made to the lateran council of 1139, which had an enormous effect on the practice of the monk doctors and the entire monastery medicine.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Middle Ages Hildegard of Bingen Medicine
Schlagwörter
(Deutsch)
Mittelalter Hildegard von Bingen Medizin
Autor*innen
Alina Bimashofer
Haupttitel (Deutsch)
Der Zweck heiligt die Mittel - Hildegard von Bingens Status als Medizinerin im Mittelalter
Publikationsjahr
2018
Umfangsangabe
77 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Thomas Ertl
Klassifikationen
15 Geschichte > 15.04 Ausbildung, Beruf, Organisationen ,
15 Geschichte > 15.08 Sozialgeschichte ,
15 Geschichte > 15.30 Europäische Geschichte in Mittelalter und Neuzeit: Allgemeines
AC Nummer
AC15061626
Utheses ID
46305
Studienkennzahl
UA | 190 | 313 | 333 |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1