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Ein fremder Blick auf Altbekanntes
sechs klassische philosophische Debatten aus Sicht der Yoga-Sūtren
Paula Unterwurzacher
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Philosophie
Betreuer*in
Arno Böhler
DOI
10.25365/thesis.52446
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29130.63982.991753-3
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
In meiner geplanten Masterarbeit werden die Yoga-Sūtren von Patañjali sowie die Sȃṃkhya-Lehre, in deren Tradition sie stehen und deren metaphysische Theorien ihr philosophisches Grundgerüst bilden, unter besonderer Berücksichtigung von sechs Themenblöcken diskutiert. Wiewohl in den Yoga-Sūtren und deren zahlreichen Kommentaren, deren Besprechung den größten Anteil der Arbeit ausmacht, ein durchaus größeres Angebot an Problemstellungen vorzufinden ist, sind die von mir gewählten sechs Punkte - speziell von dem abendländischen Kontext aus, in welchem die Arbeit entsteht - insofern von besonderer Bedeutung, da es sich hierbei um einige der zentralen philosophischen Fragen in westlichen Debatten handelt: Leib-Seele-Debatte, Subjektkonstruktion, Freiheit des Willens, Ethik und Moral, Kosmologie/Entstehung der Welt und Gott.
In Anbetracht des großen Interesses, das in westlichen Ländern nun bereits seit Jahren an der indischen Yoga-Tradition besteht, sich aber kommerziell großteils auf Körperstellungen sowie Atem- und Meditationstechniken und weniger auf das philosophische Fundament richtet, ist es naheliegend, eine Erörterung der Yoga-Sūtren in Hinblick auf ihren Beitrag zu einigen klassisch westlichen Problemen vorzunehmen. Während in den zahlreichen Kommentaren zu Patañjalis Werk detaillierte Besprechungen jedes einzelnen Sūtras zu finden sind, ist es nicht meine Intention, eine gestraffte Version dieser Untersuchungen zu liefern. Vielmehr sollen in der vorliegenden Arbeit gezielt Theorien und Hinweise aus der Auswahl an Kommentaren zur Sȃṃkhya-Literatur und den Yoga-Sūtren herausgegriffen werden, um sie sodann einem jeweiligen Thema zuzuordnen. Eine Diskussion ebendieser Theorien und Hinweise und ihrer jeweiligen Zuordnung, soll sodann ein Bild davon zu geben imstande sein, welchen Standpunkt die Sȃṃkhya-Yoga-Lehre zu den aufgezählten, dem abendländischen Kontext entnommenen, Problemstellungen einnimmt. Es wird dabei die chronologische Struktur der Sūtren selbst nicht beachtet, sondern wirklich gezielt zu einem Thema recherchiert werden, unabhängig davon, wie die Themeneinteilung in den Sūtren vorliegt. In Folge dessen soll sich dem/r Leser/in zeigen, mit welchen Denkbildern wir es im Yoga zu tun haben und wie sich klassisch abendländische Debatten vom Standpunkt einer Philosophie darstellen, deren metaphysische Grundannahmen und Traditionen sich stark von unserer unterscheiden.
Zum Einen soll in der Arbeit also die klassische Yoga-Philosophie dargestellt und diskutiert werden, zum Anderen sollen im Zuge dieser Diskussion zentrale philosophische Debatten des Westens in einer alternativen Bearbeitung ihrer Problemstellungen thematisiert werden. Nicht zuletzt soll sich dadurch ein westlicher Zugang zur Lehre des Yoga eröffnen, der einerseits die ‘eigenen’ Fragen beantwortet und andererseits die ‘fremde’ Komponente dieser Philosophie dabei nicht unterschlägt, wie es in vielen westlichen Verständnissen von Yoga der Fall ist.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Yoga Leib-Seele-Debatte Kosmologie Ethik Subjekt Willensfreiheit Gott
Autor*innen
Paula Unterwurzacher
Haupttitel (Deutsch)
Ein fremder Blick auf Altbekanntes
Hauptuntertitel (Deutsch)
sechs klassische philosophische Debatten aus Sicht der Yoga-Sūtren
Publikationsjahr
2018
Umfangsangabe
83 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Arno Böhler
Klassifikation
08 Philosophie > 08.10 Nichtwestliche Philosophie: Allgemeines
AC Nummer
AC15105663
Utheses ID
46314
Studienkennzahl
UA | 066 | 941 | |
