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ἀλλὰ μόνον εἰπὲ λόγῳ καὶ ἰαθήσεται ὁ παῖς μου (Mt 8,8) - Fernheilungswundergeschichten des Neuen Testaments und ihre Funktion im geschichtstheologischen Konzept der Evangelisten
Werner Köck
Art der Arbeit
Dissertation
Universität
Universität Wien
Fakultät
Katholisch-Theologische Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Doktoratsstudium der Katholischen Theologie (Dissertationsgebiet: Katholische Fachtheologie)
Betreuer*in
Roman Kühschelm
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.52492
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-19213.43464.979361-6
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Im Zentrum der vorliegenden Dissertation stehen die sechs Fernheilungserzählungen des Neuen Testaments, die in einer bislang noch nie erfolgten Gesamtschau profiliert werden: Mt 8,5-13 par Lk 7,1 10 (Hauptmann von Kafarnaum), Joh 4,46-54 (Heilung des Sohnes des königlichen Beamten), Mk 7,24 30 par Mt 15,21-28 (Heilung der Toch-ter der syrophönizischen / kanaanäischen Frau) sowie Lk 17,11-19 (Dankbarer Samari-ter). Als Basis der bibelwissenschaftlichen Arbeit dient der historisch-kritische Metho-denkanon, in den literaturwissenschaftliche Analysen integriert werden. Den Schwer-punkt der Arbeit bildet zwar die Exegese der Fernheilungserzählungen, es werden aber auch in der gebotenen Kürze weitere Texte des Neuen Testaments analysiert, die das Thema Heiden-Zuwendung in der Jesus-Tradition zum Inhalt haben. Zudem wird ge-klärt, ob sich inhaltliche sowie strukturelle Ähnlichkeiten zwischen alttestamentlichen, rabbinischen und hellenistischen Fernheilungserzählungen und den Fernheilungen im Neuen Testament feststellen lassen. Dass die Fernheilungen im Neuen Testament ausschließlich Heiden bzw. den „heidnischen“ Samariter betreffen, ist von großer Tragweite. Ihre spezielle Funktion ist es nämlich, Jesu Öffnung zu den Heiden zu signalisieren. Leitmotiv in den Fernheilun-gen ist die Überwindung der Distanz zwischen Jesus und den Heiden, die Ent-Grenzung seines heilend-rettenden Handelns. Die Evangelisten, vor allem die Synoptiker, bemühen sich verständlich zu machen, dass Jesus, der sich – zunächst – nur „zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel gesandt“ (Mt 15,24) wusste, sich letzten Endes, vielleicht sogar ganz bewusst (aktiv und offensiv), auch den Heiden gegenüber öffnete. In der Arbeit wird nachgewiesen, dass die komplexe Struktur dieser Erzählungen, das Widerständige in Inhalt und Form, Jesu und der Evangelisten Ringen um das Thema Heiden widerspiegelt. In allen Fernheilungserzählungen ist das für Apophthegmen charakteristische Gattungsschema (Situation – Frage – Antwort) durch Merkmale überlagert, die für Wundergeschichten typisch sind. Man kann deshalb von einer speziellen Untergattung „Fernheilung“ sprechen. Gerade auch aus diesen Erzählungen lässt sich herauslesen, dass bzw. wie aus den rein jüdischen Anfängen (Jesus und seine Jünger) die Kirche aus Juden und Heiden entstanden ist, wie aus dem jüdischen Gottesvolk, zu dem Jesus ge-sandt war, eine Kirche wurde, die auch den Heiden offen stand.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Wundergeschichten Fernheilungen der Jude Jesus und die Heiden Geschichtstheologie der Evangelisten
Autor*innen
Werner Köck
Haupttitel (Deutsch)
ἀλλὰ μόνον εἰπὲ λόγῳ καὶ ἰαθήσεται ὁ παῖς μου (Mt 8,8) - Fernheilungswundergeschichten des Neuen Testaments und ihre Funktion im geschichtstheologischen Konzept der Evangelisten
Publikationsjahr
2018
Umfangsangabe
VIII, 432 Seiten : Illustrationen, Diagramme
Sprache
Deutsch
Beurteiler*innen
Martin Stowasser ,
Josef Pichler
Klassifikation
11 Theologie, Religionswissenschaft > 11.34 Exegese, Hermeneutik
AC Nummer
AC15062398
Utheses ID
46356
Studienkennzahl
UA | 780 | 011 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1