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Die gesellschaftlichen Auswirkungen der Minderheit Roma nach dem Rohrbombenattentat in Oberwart und die Darstellung in den Printmedien
Lisa Maria Zsifkovits
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Lehramtsstudium UF Deutsch UF Geschichte, Sozialkunde, Polit.Bildg.
Betreuer*in
Oliver Rathkolb
DOI
10.25365/thesis.52497
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-19215.87487.694953-3
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die Minderheit Roma siedelten sich nach der nationalsozialistischen Herrschaft im Osten Österreichs an und leben vorwiegend im Burgenland, wo sie als Burgenland-Roma bezeichnet werden. Die meisten davon leben in Oberwart und einige auch heute noch in der Roma-Siedlung „Am Anger“. An jenem Ort ereignete sich 1995 das furchtbare, politisch motivierte Attentat auf die Roma-Bewohner/-innen der Roma-Siedlung. Bei dem Rohrbombenattentat von Franz Fuchs starben bei der Explosion eines Sprengsatzes an einer Blechtafel vier Roma. Es ist der bis dato schlimmste Anschlag in der zweiten Republik.
Besonders vor 1995 fanden vermehrt Diskriminierungen und Ausgrenzungen statt und die Distanz zur Mehrheitsbevölkerung war sehr hoch. In dieser Diplomarbeit werden zunächst diese Vorfälle untersucht, analysiert und mit theoretischen Überlegungen verglichen. In diesem Zusammenhang lässt sich feststellen, dass bis zur erfolgreichen Anerkennung der Volksgruppe 1993 sehr wenige Initiativen einer gelungenen Integration der Minderheit stattfanden. In dieser Phase erhielt die Volksgruppe erstmals eine angemessene Unterstützung seitens der Stadtgemeinde Oberwart, besonders im Bereich der Arbeit und Bildung.
Unmittelbar nach dem Attentat stürmten die Medien in die Roma-Siedlung und dies führt nun zu dem Schwerpunkt dieser vorliegenden Arbeit. Der Andrang der Öffentlichkeit war enorm und auch die unterschiedlichsten Reaktionen der Politiker lassen sich feststellen. Regionale Politiker als auch überregionale Parlamentsmitglieder äußerten sich teilweise verhöhnend auf das jüngste Ereignis. Um die Darstellung in den Printmedien analysieren zu können, bedarf es einer qualitativen Inhaltsanalyse. Dadurch wurden Zeitungsartikel aus dem Jahr 1991/92, 1995/96 und aktuelle Zeitungsberichte untersucht und nach einer deduktiven Kategorienanwendung zusammengefasst. Bei diesem Vorgehen wurde die Berichterstattung regionaler und überregionaler Medien untersucht und analysiert. Der Blickwinkel lag dabei besonders auf die Veränderungen in Hinblick auf die Volksgruppe und auch auf die unterschiedlichsten Darstellungen des Attentats und die gesellschaftliche Akzeptanz der Minderheit Roma.
Schließlich folgen die Auswertung der Untersuchung und auch die Folgen über die aktuelle Lage und den Veränderungen seit 1995. Daraus lässt sich schließen, dass die Roma seit dem Attentat besonders ins Bewusstsein der Menschen in ganz Österreich gelangten. Die anfänglich permanente Berichterstattung und das mediale Interesse auf die Volksgruppe hielt nicht lange. Nach und nach wurden die Ereignisse in den Hintergrund gerückt und intensiv berichtet wurde nur noch in den Gedenkjahren, besonders in überregionalen Medien. In regionalen Medien lässt sich feststellen, dass viele Termine und Neuerungen rund um den „Verein Roma“ zu verzeichnen sind. Schließlich ist zu erwähnen, dass besonders die baulichen Maßnahmen der Siedlung in Gange gebracht wurden, aber dennoch die gesellschaftliche Akzeptanz zwischen Mehrheits- und Minderheitsbevölkerung weder gestiegen noch gesunken ist.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Rohrbombenattentat Berichterstattung Roma Oberwart Minderheit Lebenssituation Volksgruppe Burgenland Printmedien
Autor*innen
Lisa Maria Zsifkovits
Haupttitel (Deutsch)
Die gesellschaftlichen Auswirkungen der Minderheit Roma nach dem Rohrbombenattentat in Oberwart und die Darstellung in den Printmedien
Publikationsjahr
2018
Umfangsangabe
II, 107 Seiten: Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Oliver Rathkolb
Klassifikation
15 Geschichte > 15.00 Geschichte: Allgemeines
AC Nummer
AC15070219
Utheses ID
46361
Studienkennzahl
UA | 190 | 333 | 313 |
