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"Dialekt" aus der Sicht älterer OberösterreicherInnen
eine qualitative Spracheinstellungsstudie mit sprachbiografischer Akzentuierung
Alexandra Burgholzer
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Lehramtsstudium UF Deutsch UF Geschichte, Sozialkunde, Polit.Bildg.
Betreuer*in
Manfred Michael Glauninger
DOI
10.25365/thesis.52554
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-21837.72202.768060-1
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Gegenstand dieser Arbeit sind ausgewählte Aspekte der Wahrnehmungen und Einstellungen hinsichtlich des eigenen "Dialekts" vonseiten älterer (Generation "70 +"), im Steyrtal (Oberösterreich) lebender und sozialisierter Personen vor dem Hintergrund ihrer Sprachbiografie. Ermittelt wurden die "Dialekt"-Einstellungen sowie die "Dialekt"-Konzepte der ProbandInnen mittels narrativer sprachbiografischer Interviews. Die Personengruppe ist bezüglich ihres Alters (Generation "70+"), Wohnsitzes (Steyrtal in Oberösterreich) sowie ihres Bildungshintergrundes (sogenannter "niederer" Bildungshintergrund) homogen.
Den theoretischen Hintergrund der Arbeit bilden die soziolinguistische Sprachwahrnehmungs- und Spracheinstellungsforschung, die Sprachbiografieforschung sowie die "Sprachdynamik"-Theorie.
Es zeigt sich, dass die ProbandInnen sowohl Prestige als auch Stigma, etwa eine restringierte kommunikative Funktionalität, mit dem "Dialekt" verbinden. Oberflächlich bewerten die Interviewten "Dialekt" durchwegs positiv, erst im direkten Vergleich mit dem "Hochdeutsch" (als Konzept für die Standardsprache) werden negative Bewertungen des "Dialekts" sichtbar. Außerdem lässt sich eine Konzipierung des "Dialekts" durch diatopische, diastratische sowie diasituative Faktoren erkennen. Die ProbandInnen haben darüber hinaus ein - aus sprachdynamischer Sicht - überwiegend statisches Konzept von ihrem "Dialekt". Dynamische Prozesse werden zwar ansatzweise wahrgenommen, aber immer wieder in ein statisches Raster eingeordnet.
Die Interviews zeigen außerdem Korrelationen zwischen der attitudinal-perzeptiven Dimension des "Dialekts" und Ausschnitten der Sprachbiografie. Relevante Ereignisse im Leben der ProbandInnen prägten deren Einstellung gegenüber der Sprache und insbesondere dem eigenen "Dialekt". Der eigene "Dialekt" spielt in der Sprachbiografie der ProbandInnen eine übergeordnete Rolle, da Sprechweisen außerhalb dieses "Dialekts" kaum zum Einsatz kamen. Diese Rolle des "Dialekts" bleibt aber weitgehend unreflektiert und wird demnach per se nicht bewertet.
Teilweise äußerten die interviewten Personen widersprüchliche Aussagen, welche einerseits auf eine ambivalente Wahrnehmung, anderseits auf das Fehlen einer Reflexion von Sprache zurückzuführen sind. Letzteres hängt bis zu einem gewissen Grad mit der Sprachbiografie der ProbandInnen zusammen, die faktisch nie eine Auseinandersetzung mit Sprache auf einer Metaebene gefordert hat.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Spracheinstellung Dialekt Oberösterreich Sprachbiografie ältere SprecherInnen
Autor*innen
Alexandra Burgholzer
Haupttitel (Deutsch)
"Dialekt" aus der Sicht älterer OberösterreicherInnen
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine qualitative Spracheinstellungsstudie mit sprachbiografischer Akzentuierung
Publikationsjahr
2018
Umfangsangabe
vi, 153 Seiten : Diagramme, Karten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Manfred Michael Glauninger
Klassifikationen
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.20 Soziolinguistik: Allgemeines ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.25 Soziolinguistik: Sonstiges
AC Nummer
AC15072721
Utheses ID
46414
Studienkennzahl
UA | 190 | 333 | 313 |
