Detailansicht

Willenlos, maßlos … liebevoll? Konstruktion und Wandel der literarischen Figur des Zombies in "Plötzlich Zombie" von David Lubar
Julia Gschwandtner
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Lehramtsstudium UF Deutsch UF Psychologie und Philosophie
Betreuer*in
Anna Babka
Volltext in Browser öffnen
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.52606
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29850.11815.147472-1
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Das Thema dieser Arbeit ist ein Einschnitt in die Erlebniswelt einer Randfigur, der literarischen Figur des Zombies, durch eine diskursiv-gendertheoretische Analyse der im Primärtext enthaltenen figürlichen Rollenbilder und Konzepte. Der erste Teil besteht aus einer Einführung in die Primärliteratur, einer kurzen Erzähltextanalyse und einem Versuch, die Figur des Zombies einem literarischen Genre zuzuordnen. Ein weiteres einführendes Kapitel behandelt die Figur des Zombies im Kontext seines Herkunftsortes, der Karibik. Es umfasst einen Überblick über die Wurzeln und Herkunft der Figur aus der Folklore und eine Übersicht ihrer Entwicklung in medialen Kontexten als Teil der westlichen medialen Populärkultur. Dieser theoretischen Fundierung folgt ein Querschnitt in die Mediengeschichte des Zombies. Hier wird jener vor allem als Produkt und Mittel für Alteritätsdiskurse, Norm- und Tabubrüche sowie Gesellschafts-, Wissenschafts- und Erkenntniskritik betrachtet und anhand ausgewählter Texte diskutiert. Auf diese Analyse folgen Kapitel, die sich mit Konstruktionen des Zombies als Schwellenfigur beschäftigen und diskutieren, inwiefern diese in der Primärliteratur durch den Protagonisten als Zombie aufgebrochen werden. Hier wird deutlich, dass die Figur des Zombies als Projektionsfläche und Schattenseite des Menschen und Menschlichen fungiert, die durch Konzeptionen des Natürlichen, Möglichen und Körperlichen die Grenzen des Menschlichen, Möglichen und Körperlichen sichtbar werden lässt. Durch die Unmöglichkeit der anderen Figuren in der Primärliteratur, den Protagonist als Zombie einzuordnen, und mit der Zuschreibung, die er durch die anderen Figuren als halber Mensch und halb-tot erfährt, wird ihm ein Schwellencharakter auferlegt, durch den er als Mensch herabgesetzt wird. Doch er versucht, dieser Herabsetzung durch Subjektivität und Individualität zu entkommen.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Alterität Identität Norm Dekonstruktion Metamorphose Instrumentalisierung Exklusion Inklusion Liminalität
Autor*innen
Julia Gschwandtner
Haupttitel (Deutsch)
Willenlos, maßlos … liebevoll? Konstruktion und Wandel der literarischen Figur des Zombies in "Plötzlich Zombie" von David Lubar
Publikationsjahr
2018
Umfangsangabe
94 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Anna Babka
Klassifikationen
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.16 Etymologie ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.28 Ethnolinguistik ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.61 Pragmatik, Sprechakttheorie ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.81 Epik, Prosa ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.90 Literatur in Beziehung zu anderen Bereichen von Wissenschaft und Kultur ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.92 Vergleichende Literaturwissenschaft: Allgemeines ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.93 Literarische Stoffe, literarische Motive, literarische Themen ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.94 Literarische Einflüsse und Beziehungen, Rezeption
AC Nummer
AC15072260
Utheses ID
46461
Studienkennzahl
UA | 190 | 333 | 299 |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1