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Konflikteskalation durch Medien? Berichterstattung über die Ostukraine-Krise in der ukrainischen und russischen Presse
Olga Surzhyk
Art der Arbeit
Magisterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Magisterstudium Publizistik-u.Kommunikationswissenschaft
Betreuer*in
Jürgen Grimm
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.52650
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29131.07289.853069-3
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Man konnte in der für die Untersuchung ausgewählten Zeitperiode eine sehr aktive Berichterstattung über den Ostukraine-Konflikt sowohl in den ukrainischen als auch russischen Print-und Onlinemedien erkennen. Die formale Gestaltung zeigt, dass die Medieninhalte unabhängig vom Erscheinungsland ganz stark mit den Bildern geprägt waren. Die Beleuchtung der Ostukraine-Krise hatte in den ukrainischen und russischen Medien unterschiedliche journalistische Darstellungen. Im Hinblick auf die Berichtsformen lässt sich festzustellen, dass in den ukrainischen Medien die Ereignisse zum Ostukraine-Konflikt in höherem Maße als in Russland in Form von Interviews, Kommentaren und sonstigen Berichtsformen (=analytische Artikels) dargestellt wurden. Dies spricht dafür, dass ukrainische Medien eine mehrseitige und multiperspektivische Berichterstattung präferierten. Die russische Nachrichtendarstellung war im Gegensatz dazu durch eine größere Anzahl an Berichten und Reportagen gekennzeichnet, die auf einen distanzierteren und objektiveren Kommunikationsstil verweisen. Im Hinblick auf die Politikfelder und Kommunikationsthemen leisteten die ukrainischen sowie die russischen Medien eine sehr vielfältige Berichterstattung. Ein großes mediales Interesse war bei den folgenden Themen präsent: öffentliche Verwaltung und staatliche Unternehmen, innere Sicherheit, soziale Sicherheit, Verteidigungspolitik, politisches System, Außenpolitik und Rechtspolitik. Außerdem wurde die ukrainische und russische Berichterstattung besonders emotional gearbeitet. Im Vordergrund der Presseberichterstattung in der Ukraine und Russland kamen emotionalen Indikatoren wie Gefahr, Kampf, Antizipation/ Suspense und die emotionalisierte Menschen vor. Die Ergebnisse der vorliegenden Arbeit zeigen, dass es eine starke Polarisierung der Tendenz in Bezug auf die russische Regierung gab: die ukrainischen Zeitungen waren kritischer als die russischen in Bezug auf die russische Regierung. Die Ausprägungen der nationalen Identitätsangeboten in der ukrainischen und der russischen Berichterstattung überraschend schwach vorkamen. Dennoch ergaben sich einige charakteristische Unterschiede zwischen den beiden Ländern. Die Berichterstattung wurde in beiden Ländern mehrseitig dargestellt – die Medien bezeichneten den Konflikt aus den verschiedenen Perspektiven der Kombattanten. In Hinblick auf den Zeitperiodenvergleich ist anzumerken, dass Perspektivwechsel und multiperspektivische Betrachtungen in der ukrainischen sowie auch in der russischen Berichterstattung im Zeitverlauf zunahmen. Dies könnte zukünftige Verhandlungslösungen sehr wohl erleichtern. Journalistische Diskursqualität ist unter anderem durch Zweifelartikulationen gekennzeichnet. Allgemein betrachtet waren die Zweifelartikulationen in beiden Ländern schwach ausgeprägt. Am ehesten wurden noch Zweifel an der „Richtigkeit“ des Vorgehens in der Ostukraine im Sinne moralischer Maßstäbe geäußert. Zusammenfassend kann man sagen, dass die Presse-Debatte in der Ukraine durch Begründungen und Lösungsvorschläge und in Russland durch die Einhaltung von Respekt-Standards in sachlicher Hinsicht vorangetrieben wurde. Von einem reinen „Revolver-Journalismus“ sind beide Länder weit entfernt.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Ostukraine-Konflikt Ostukraine-Krise Presse Berichterstattung Medienanalyse
Autor*innen
Olga Surzhyk
Haupttitel (Deutsch)
Konflikteskalation durch Medien? Berichterstattung über die Ostukraine-Krise in der ukrainischen und russischen Presse
Publikationsjahr
2018
Umfangsangabe
240 Seiten : Illustrationen, Diagramme, Karte
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Jürgen Grimm
Klassifikationen
05 Kommunikationswissenschaft > 05.12 Kommunikationsprozesse ,
05 Kommunikationswissenschaft > 05.20 Kommunikation und Gesellschaft ,
05 Kommunikationswissenschaft > 05.32 Öffentliche Meinung ,
05 Kommunikationswissenschaft > 05.39 Massenkommunikation, Massenmedien: Sonstiges ,
05 Kommunikationswissenschaft > 05.40 Nachrichtenwesen
AC Nummer
AC15086865
Utheses ID
46502
Studienkennzahl
UA | 066 | 841 | |
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