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Der Diversity Diskurs im österreichischen Schulbuch für Geschichte, Sozialkunde/Politische Bildung
Elisabeth Schütter
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Lehramtsstudium UF Geschichte, Sozialkunde, Polit.Bildg. UF Spanisch
Betreuer*in
Alois Ecker
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-12490.43533.958778-8
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Diplomarbeit geht der Frage nach, ob der aktuelle sozialwissenschaftliche Diversity Diskurs thematisch und auf Bildebene Eingang in österreichische Schulbücher für das Fach Geschichte und Sozialkunde/Politische Bildung gefunden hat. In der Arbeit geht es um Fragen nach gesellschaftlicher Diversität, Identität und Alterität, Anders- und Fremdkonstruktionen, Differenzierungsprozesse und damit verschränkten Macht- und Herrschaftsstrukturen. Außerdem geht es in Bezugnahme auf die Theorietraditionen von Diversity um die Darstellung der Unterdrückung benachteiligter Gruppen und deren Emanzipationsbewegungen. Im Rahmen der Analyse werden dabei aktuell approbierte Lehrwerke der AHS Unterstufe (4. Klasse) untersucht. Methodisch werden die Schulbuchtexte anhand der qualitativen Inhaltsanalyse (nach Philipp Mayring) und die Bilder nach dem PWD-Modell (Bildanalyse nach Panofsky, Wohlfeil und Danto) analysiert. Als Analysekategorien sollen die Diversity Dimensionen ethnische Herkunft/„race“, sexuelle Orientierung und Behinderung/Beeinträchtigung dienen. Außerdem soll auch die in vielen Diversity Modellen fehlende Kategorie soziale Herkunft bzw. sozioökonomischer Status Teil der Analyse sein. Die Analyse stellte fest, dass in vielen Schulbüchern das Bemühen sichtbar ist, gesellschaftliche Vielfalt positiv darzustellen und auf Fremd- und Anderskonstruktionen aufmerksam zu machen. Hinsichtlich der Abbildungen wurde jedoch festgestellt, dass gängige Normvorstellungen reproduziert werden und keine Versuche sichtbar sind, gesellschaftliche Diversität abzubilden. Zum Beispiel werden Menschen mit Behinderungen oder homosexuelle Menschen nicht in Alltagssituationen dargestellt. Nur in einem Schulbuch werden unterschwellig rassistische Vorurteile reproduziert. Auf die Unterdrückung und Verfolgung benachteiligter Gruppen und Minderheiten, deren Emanzipationsbewegung und auf den Zusammenhang zwischen Identitätskonstruktionen und Macht- und Herrschaftsverhältnissen wird nicht ausreichend und meist ohne Systematik hingewiesen.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Diversity Vielfalt Diversität
Autor*innen
Elisabeth Schütter
Haupttitel (Deutsch)
Der Diversity Diskurs im österreichischen Schulbuch für Geschichte, Sozialkunde/Politische Bildung
Paralleltitel (Englisch)
Diversity in Austrian history textbook
Publikationsjahr
2018
Umfangsangabe
96 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Alois Ecker
Klassifikation
15 Geschichte > 15.04 Ausbildung, Beruf, Organisationen
AC Nummer
AC15068098
Utheses ID
46519
Studienkennzahl
UA | 190 | 313 | 353 |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1