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What gets into the papers?
coverage of written parliamentary questions by Austrian newspapers 2008-2013
Michael Imre
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Politikwissenschaft
Betreuer*in
Wolfgang Claudius Müller
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.52672
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-12489.71771.535675-6
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Parlamentarische Anfragen sind ein Instrument welches Abgeordneten in allen parlamentarischen Demokratien zur Verfügung steht. Jede/r Abgeordnete kann Anfragen, die in der Literatur als ‚letzte verbliebene Möglichkeit für individuelles parlamentarisches Verhalten‘ bezeichnet wurden, stellen und ist in der Regel relativ frei bezüglich der Wahl ihres Themas und ihrer Gestaltung. Die bestehende Literatur zeigt, dass parlamentarische Anfragen einer breiten Palette von Zwecken – vom Anfordern von Informationen, über das Attackieren von MinisterInnen, bis zu persönlicher Werbung – dienen können. Da die meisten Menschen das parlamentarische Verhalten nicht direkt beobachten, müssen Anfragen von den Medien aufgegriffen werden, um einige dieser Zwecke zu erfüllen. Allerdings gibt es bisher kaum Forschung darüber, über welche Fragen in den Medien tatsächlich berichtet wird. Diese Arbeit ist eine Einzelfallstudie, die Anfragen analysiert, die im österreichischen Parlament in der 24. Legislaturperiode, welche 2008 bis 2013 dauerte, gestellt wurden. Mithilfe einer kürzlich aktualisierten Liste von Nachrichtenwert-Faktoren wird eine Reihe von Hypothesen darüber aufgestellt, welche Merkmale der Person, die die Anfrage stellt, des Ministers oder der Ministerin, an den/die die Frage gerichtet ist, oder des Inhalts der Anfagen die Wahrscheinlichkeit erhöhen dass sie von zumindest einer Tageszeitung, einem in Österreich weiterhin sehr bedeutenden Medium, aufgegriffen wird. Die Hypothesen werden in einer multivariaten Analyse unter Verwendung logistischer Regressionsmodelle mit einer großen Stichprobe (n=3.191) aller schriftlichen Anfragen, die während des Beobachtungszeitraums an Regierungsmitglieder im Nationalrat gestellt wurden, überprüft. Die empirischen Ergebnisse zeigen, dass ein überraschend hoher Anteil aller Anfragen (13,69%) von zumindest einer Zeitung aufgegriffen wird, dass sich aber die meisten der vorgeschlagenen Hypothesen nicht bestätigen. Entgegen der Erwartungen werden Anfragen von Abgeordneten, die wichtige Ämtern in ihren Parteien oder im Parlament innehaben, sogar signifikant seltener von Zeitungen aufgegriffen als jene von anderen Abgeordneten. Prominenz, Oppositionsstatus oder Geschlecht der Abgeordneten haben keine Wirkung, nur die parlamentarische Seniorität (welche als Kontrollvariable verwendet wurde) zeigt einen positiven Effekt. Keine Attribute des antwortenden Ministers (Bedeutung seines/ ihres Portfolios, Parteizugehörigkeit) zeigen Auswirkungen. Die vorhergehende Medienberichterstattung über das Thema der Anfrage beeinflusst die Wahrscheinlichkeit, dass eine Anfrage aufgegriffen wird, nicht signifikant. Die einzige inhaltliche Variable, die einen signifikanten Effekt hat, ist Negativität. Wie angenommen, hat die Variable einen negativen Effekt für sogenannte ‘Materialbeschaffungsanfragen’, welche als Teil einer Serie von ähnlichen Anfragen gestellt werden, und einen positiven Effekt für alle anderen Anfragen.
Abstract
(Englisch)
Parliamentary questions (PQs) are a tool available to members of parliament (MPs) in all parliamentary democracies. Having been described as the ‘only remaining outlet for individual parliamentary behavior’, any MP can draft them and is usually relatively free in choosing their content and design. Existing literature has shown that PQs can serve a broad range of purposes, from requesting information to attacking ministers to gaining personal publicity. As most people do not directly monitor parliamentary behavior, PQs need to be picked up by media outlets to fulfill some of these purposes. However, there is little research on which questions actually are reported on in the media. This thesis is a single case study, analyzing questions posed in the Austrian parliament in the 24th legislative period, ranging from 2008 to 2013. Using a recently updated list of news values, a number of hypotheses are proposed on which attributes of the person posing the PQ, the minister receiving it and its content might increase the chance of it being picked up by at least one national newspaper, with printed media still being a highly relevant medium in Austria. The hypotheses are tested in a multivariate analysis using logistic regression models with a sizeable sample (n=3,191) of all written PQs posed to members of government in the national assembly during the observation period. The empirical results show that a surprisingly high share of all PQs (13.69%) is reported on in at least one newspaper, but that there is no support for most of the proposed hypotheses. Contrary to what was hypothesized, PQs posed by MPs with important posts in their parties or parliament are even significantly less likely to be picked up by newspapers than those from other MPs. Prominence, opposition status or gender of MPs do not have any effect, only parliamentary seniority (used as a control variable) shows a positive effect. No attributes of the minister answering (portfolio importance, party) have any effects. Preceding media coverage of the topic does not significantly change the chance of a PQ being covered. The only content-related variable that is shown to have a significant effect is negativity. As hypothesized it has a negative effect for so-called ‘material-gathering questions’ that are posed as part of a series of similar questions and a positive effect for all other questions.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
parliamentary questions press coverage news values Austria
Schlagwörter
(Deutsch)
Parlamentarische Anfragen Medienberichterstattung Nachrichtenwerte Österreich
Autor*innen
Michael Imre
Haupttitel (Englisch)
What gets into the papers?
Hauptuntertitel (Englisch)
coverage of written parliamentary questions by Austrian newspapers 2008-2013
Paralleltitel (Deutsch)
Was kommt in die Zeitungen? : Berichterstattung über schriftliche parlamentarische Anfragen durch österreichische Zeitungen 2008-2013
Publikationsjahr
2018
Umfangsangabe
82 Seiten : Diagramme
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Wolfgang Claudius Müller
Klassifikationen
89 Politologie > 89.51 Parlament ,
89 Politologie > 89.56 Politische Kommunikation
AC Nummer
AC15103813
Utheses ID
46520
Studienkennzahl
UA | 066 | 824 | |
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