Detailansicht

Parentaler Stress und kindliches Temperament
geschlechtsspezifische Auswirkungen der parentalen pränatalen Belastung auf das kindliche Temperament
Theresa Schardinger
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Psychologie
Betreuer*in
Brigitte Rollett
Volltext in Browser öffnen
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.52695
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-12491.13647.106265-5
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die negativen Auswirkungen pränataler mütterlicher Belastungen für den Fetus wurden bereits vielfach untersucht. Allerdings wurden dem Einfluss des Vaters sowie geschlechtsspezifischen Auswirkungen wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Diese Studie beschäftigt sich daher mit den geschlechtsspezifischen Auswirkungen der pränatalen elterlichen Stressbelastung auf das Temperament des Kindes im Alter von drei Monaten und drei Jahren. Die Daten der Untersuchung entstammen dem Längsschnittprojekt „Familienentwicklung im Lebenslauf“ (FIL), welches zum Ziel hatte, die Entwicklung von Kindern und deren Familien sowie riskante individuelle und familienbezogene Entwicklungen zu untersuchen. Für die vorliegende Studie wurden die Daten der ersten drei Erhebungswellen herangezogen (t1: sechster Schwangerschaftsmonat, t2: drei Monate nach der Geburt, t3: drei Jahre nach der Geburt). Dabei konnte gezeigt werden, dass Kinder im Alter von drei Monaten hoch belasteter Väter unruhigeres Verhalten und negativere Stimmung aufwiesen als Kinder niedrig belasteter Väter Ebenso wiesen Mädchen geringere Regelmäßigkeit in ihren biologischen Rhythmen auf als Buben. Im Alter von drei Jahren zeigten sich schließlich geschlechtsabhängige Temperamentsunterschiede durch die pränatale mütterliche Belastung. Buben hoch belasteter Mütter wiesen häufiger schüchternes und scheues Verhalten in neuen Situationen und fremden Personen gegenüber als Buben moderat und niedrig belasteter Mütter. Die Ergebnisse verdeutlichen den bedeutsamen Einfluss beider Elternteile in der intrauterinen Entwicklung. Bezogen auf die postnatale Entwicklung sollten Väter daher schon frühzeitig in den Schwangerschaftsverlauf integriert werden, um sich mit der Vaterrolle identifizieren zu können. Des Weiteren sollten psychologische Begleitung sowie Entspannungsverfahren für schwangere Frauen im Zuge der Geburtsvorbereitung angeboten werden, um die negativen Auswirkungen der pränatalen Stressbelastung für den Fetus zu verringern.
Abstract
(Englisch)
The effects of maternal prenatal stress on the child have been widely studied. However, little attention has been payed to the influence of the father and to the gender-specific effects of prenatal distress. This study therefore investigates the gender-related effects of prenatal parental stress on the temperament of the child at the age of three months and three years. The longitudinal project "Familienentwicklung im Lebenslauf" (FIL) hereby represents the data basis. This project aimed to investigate the development of children and their families as well as risky individual and family-related developments. For the present study, the data from the first three waves were used (t1: six month of pregnancy, t2: three months, t3: three years). The study showed that children at the age of three months of high-stressed fathers showed more restless behavior and negative mood than children of low-stressed fathers Similarly, girls showed lower regularity in their biological rhythms than boys. At the age of three years gender-specific temperamental characteristics were determined by the influence of prenatal maternal distress. Boys of high-stressed mothers were more likely to show shy behavior in new situations and when meeting strangers than boys of lower stressed mothers. The results highlight the influence of both parents in intrauterine development. Therefore, fathers should be involved as soon as possible in the course of pregnancy to be able to identify with the father role. Furthermore, psychological support and relaxation procedures should be offered for pregnant women to reduce stress in mother and fetus.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
temperament prenatal parental stress children
Schlagwörter
(Deutsch)
Temperament pränatale parentale Belastung Kinder
Autor*innen
Theresa Schardinger
Haupttitel (Deutsch)
Parentaler Stress und kindliches Temperament
Hauptuntertitel (Deutsch)
geschlechtsspezifische Auswirkungen der parentalen pränatalen Belastung auf das kindliche Temperament
Publikationsjahr
2018
Umfangsangabe
101 Seiten : Diagramme
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Brigitte Rollett
Klassifikationen
77 Psychologie > 77.53 Entwicklungspsychologie: Allgemeines ,
77 Psychologie > 77.55 Kinderpsychologie
AC Nummer
AC15208813
Utheses ID
46541
Studienkennzahl
UA | 066 | 840 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1