Detailansicht

Adjusting tool functionality in Goffin's cockatoos (Cacatua goffiniana)
Carina Köck
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Lebenswissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Verhaltens-, Neuro- und Kognitionsbiologie
Betreuer*in
Thomas Bugnyar
Volltext in Browser öffnen
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.52788
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-18489.04106.278373-1
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die Fähigkeit, Werkzeuge herzustellen und dabei flexibel an eine spezifische Aufgabe anzupassen, ist von habituellen Werkzeug gebrauchenden Vogelarten wie Neukaledonischen Krähen oder Spechtfinken bekannt. Da der Goffini-Kakadu, ein nicht auf Werkzeuggebrauch spezialisierter Vogel, gezeigt hat, dass er in Gefangenschaft komplexe Werkzeuge verwenden und sogar herstellen kann, war ich daran interessant zu erforschen, ob er auch über die Fähigkeit verfügt seine Werkzeuge flexibel an eine sich verändernde Aufgabe anzupassen. Hier untersuchte ich, ob Goffini-Kakadus in der Lage sind, ihre hergestellten Werkzeuge flexibel an variierende Distanzen (zwischen Ziel und Lochöffnung für das Werkzeug) und variierenden Weiten (der Lochöffnung für das Werkzeug) anzupassen um an eine nicht erreichbare Belohnung zu gelangen. Um dies zu erforschen, wurde eine Apparatur mit austauschbaren Plexiglas- Frontplatten (mit unterschiedlichem Lochdurchmesser) und Futterplattformen (mit unterschiedlichen Distanzen) verwendet. Für die Herstellung von Werkzeugen wurden Kartonstücke zur Verfügung gestellt. Basierend auf den Ergebnissen argumentiere ich, dass Goffini-Kakadus über die Fähigkeit verfügen die Länge, jedoch nicht die Breite ihrer hergestellten Werkzeuge flexibel an eine spezifische Aufgabe anzupassen. Sie verwendeten zwei Strategien um hierbei erfolgreich zu sein: Entweder stellten sie Werkzeuge mit der vollen Länge des zur Verfügung gestellten Kartonblocks her, oder sie passten die Länge ihrer Werkzeuge flexibel an die unterschiedlichen Zieldistanzen an. Die kontext-abhängige Variabilität mit der hergestellte Werkzeuge vor dem Gebrauch verworfen wurden zeigt, dass Goffin’s die Größe ihrer Werkzeuge relativ zur Futterdistanz abschätzen können. Dennoch schafften die Vögel es nicht die Weite ihrer Werkzeuge an den Lochdurchmesser der Werkzeugöffnung anzupassen, was vermutlich auf eine Einschränkung bedingt durch ihre Schnabelmorphologie zurückzuführen ist. Insgesamt liefern diese Ergebnisse den Beweis, dass eine Vogelart, die nicht auf Werkzeuggebrauch oder -herstellung spezialisiert ist, trotzdem die Fähigkeit hat, spezifische Eigenschaften ihres Werkzeuges flexibel an die jeweilige Funktion anzupassen. Dies deutet darauf hin, dass eine Spezialisierung auf Werkzeuggebrauch keine Voraussetzung für eine flexible Modifikation des Werkzeugs ist.
Abstract
(Englisch)
The ability to flexibly adjust manufactured tools to the task at hand can be seen in habitually tool using bird species like New Caledonian crows or Woodpecker finches. Since the Goffin’s cockatoo, a non-habitually tool using bird, has also shown the capacity to use and manufacture complex tools in captivity, I was interested to explore if it has the capacity to flexibly adjust its tools upon task modification. Here I examined if Goffin’s cockatoos are capable of flexibly adapting their manufactured tools relative to varying distances (between the goal and the tool opening) and varying widths of the tool opening in order to access an out of reach food reward. To investigate this topic an apparatus with exchangeable front plates (differing in hole size) and reward platforms (differing in reward distance) was presented to the birds. For tool manufacture cardboard sheets were provided. Based on the results, I argue that Goffin’s cockatoos are able to flexibly adjust the length but not the width of their manufactured tools according to the respective task. They used two strategies to achieve this tasks: Either making tools with the full length of the cardboard sheets originally offered or flexibly adjusting the lengths of their tools to different goal distances. The context-dependent variability with which manufactured tools were discarded prior to insertion into the apparatus, points out the Goffin’s ability to assess tool size relative to food reward distance. However, presumably due to constraints in their beak morphology, the birds failed to adjust the widths of their tools depending on the diameter of the tool opening. Altogether these findings provide evidence that a bird species, which is not specialized in tool use or manufacture, has the ability to flexibly adjust some of its tool’s properties to function, suggesting that a specialization to tool use is not a precondition for flexible tool modification.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
tool use tool manufacture flexibility Goffin's cockatoos cognition
Schlagwörter
(Deutsch)
Werkzeuggebrauch Werkzeugherstellung Flexibilität Goffini Kakadus Kognition
Autor*innen
Carina Köck
Haupttitel (Englisch)
Adjusting tool functionality in Goffin's cockatoos (Cacatua goffiniana)
Paralleltitel (Deutsch)
Anpassung der Funktionalität von Werkzeugen bei Goffini Kakadus (Cacatua goffiniana)
Publikationsjahr
2018
Umfangsangabe
44 Seiten : Illustrationen, Diagramme
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Thomas Bugnyar
Klassifikationen
30 Naturwissenschaften allgemein > 30.00 Naturwissenschaften allgemein: Allgemeines ,
42 Biologie > 42.00 Biologie: Allgemeines ,
42 Biologie > 42.83 Aves
AC Nummer
AC15109053
Utheses ID
46632
Studienkennzahl
UA | 066 | 878 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1