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Schwermetalle im Flussbarsch Perca fluviatilis aus dem Müggelsee bei Berlin
Oskar Herbert Palle
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Chemie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Lehramtsstudium UF Chemie UF Physik
Betreuer*in
Franz Jirsa
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.52840
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-24563.17637.737061-0
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Durch anthropogenes Wirken kommen Schwermetalle vermehrt in der Natur vor. Diese stellen für Umwelt und Organismen mehr oder weniger schädliche Stoffe dar. Als Spurenelemente werden sie für biochemische Prozesse benötigt. Gesetzliche Höchstwerte liegen vor allem für nicht-essentielle und in geringen Mengen toxische Schwermetalle, bezogen auf den Menschen, vor. Darüber hinaus berücksichtigen Umweltqualitätsnormen (UQN) die Gesundheit des Ökosystems als solches. Fischparasiten können als Entlastung für deren Wirte akkumulierende Fähigkeiten zeigen. Dies konnte bereits für adulte Fischparasiten nachgewiesen werden. Darüber hinaus liegt die Möglichkeit nahe solche Parasiten auch als Bioindikatoren einzusetzen, um einen Überblick des Zustandes eines ökologischen Systems zu gewinnen. Für die vorliegende Arbeit standen je 103 Muskel- und Leberproben von Flussbarschen Perca fluviatilis zur Verfügung. Je 19 dieser Proben waren nicht mit Triaenophorus nodulosus befallen. Analysen der Proben umfassen nach einem Säureaufschluss Graphitrohr- und Kaltdampf- Atomabsorptionsspektroskopie (GF-AAS, CV-AAS) und Totalreflexions- Röntgenfluoreszenzspektroskopie (TXRF). Es wurden folgende durchschnittliche Metallkonzentrationen ermittelt (alle Werte in µg/g Frischmasse): Muskel: Cr 0,029 ± 0,014; Fe 2,78 ± 3,24; Ni 0,019 ± 0,008; Cu 0,497 ± 0,940; Zn 7,19 ± 2,90; Rb 4,59 ± 0,75; Ag <0,003; Cd <0,001; Hg 0,098 ± 0,030; Pb 0,051 ± 0,037 Leber: Cr 0,102 ± 0,102; Fe 200 ± 93,3; Ni 0,094 ± 0,048; Cu 4,42 ± 6,07; Zn 35,12 ± 8,58; Rb <3,77; Ag <0,015; Cd 0,198 ± 0,129; Hg 0,088 ± 0,031; Pb 0,377 ± 0,305 In Hinblick auf den untersuchten Barsch aus dem Müggelsee (Berlin) konnte keine für den Menschen gefährdende Schwermetallkontamination festgestellt werden. Einzelmessungen waren hierbei durchwegs unter den gesetzlich vorgeschriebenen Höchstwerten. Bezogen auf die UQN waren die Messwerte von Hg allerdings weit über den Zielwert von 0,02 mg/kg. Ein möglicher negativer Einfluss auf die Akkumulation von Metall im Fisch durch T. nodulosus konnte nur für Chrom im direkten Vergleich von parasitierten und nicht-parasitierten Muskelgewebe statistisch nachgewiesen werden. Für Cadmium konnte Ähnliches gezeigt werden. Die meisten Messwerte waren allerdings unter der Nachweisgrenze, weswegen keine eindeutige Aussage getroffen werden kann. Die anderen untersuchten Elemente zeigten sowohl im Leber- als auch Muskelgewebe keinen statistischen Unterschied zwischen parasitierten und nicht-parasitierten Proben.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Schwermetall Perca fluviatilis Müggelsee Triaenophorus nodulosus Akkumulation
Autor*innen
Oskar Herbert Palle
Haupttitel (Deutsch)
Schwermetalle im Flussbarsch Perca fluviatilis aus dem Müggelsee bei Berlin
Publikationsjahr
2018
Umfangsangabe
77 Seiten : Illustrationen, Diagramme, Karten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Franz Jirsa
Klassifikationen
35 Chemie > 35.30 Mikroanalyse, Spurenanalyse ,
35 Chemie > 35.49 Anorganische Chemie: Sonstiges
AC Nummer
AC15245407
Utheses ID
46677
Studienkennzahl
UA | 190 | 423 | 412 |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1