Detailansicht

Partizipation als Forschungspraxis – theoretische Impulse aus einem Forschungsprojekt mit Schüler_innen
Clara John
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Internationale Entwicklung
Betreuer*in
Gerald Faschingeder
Volltext in Browser öffnen
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.52860
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-24564.07426.697466-0
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Obwohl das Konzept partizipativer Forschung in den letzten Jahren vermehrt Beachtung und Bearbeitung in zahlreichen Publikationen gefunden hat, stellt Partizipation als Forschungspraxis ein nicht ausreichend beleuchtetes Feld dar. Anhand eines von der Autorin durchgeführten Forschungsprojektes mit Schüler_innen einer Neuen Mittelschule nähert sich die Arbeit dem Gegenstand in zweierlei Hinsicht. Der erste Teil zeichnet den ursprünglich als partizipativ geplanten Forschungsprozess nach und zeigt beispielhaft, wie sich bestimmte theoretische Überlegungen zum Konzept der Partizipation in der Forschungspraxis umsetzen lassen. Chronologisch strukturiert, durch den Einsatz unterschiedlicher Methoden (Generative Bildarbeit, qualitative Interviews, Diskussion in der Gruppe, peer-to-peer-Interviews und Forschungstheater), wird der Forschungsprozess methodologisch sowie empirisch aufgearbeitet und Reflexions- und Interaktionsprozesse werden aus einer Makroperspektive (selbst-) kritisch dargestellt. Der zweite Teil der Arbeit greift die Erfahrungen und Erkenntnisse aus dem Forschungsprozess auf und führt an die Frage heran, wie sich Partizipation als Forschungspraxis theoretisch verstehen lässt. Weiters nimmt die theoretische Rückkoppelung den Zusammenhang zwischen partizipativer Forschung und der Herstellung von Subjekt-Subjekt-Verhältnissen in den Blick. Die Autorin entwickelt anhand der dichten Beschreibung einer Stelle aus dem Forschungsprojekt zwei theoretische Perspektiven. Sie argumentiert erstens, dass sich in einem Forschungsprozess, der sich anhand des Prinzips der Partizipation organisiert, Partizipation mit und durch Differenz ausdrückt. Zweitens lässt sich Partizipation in Bezug auf Forschung als Raum verstehen, innerhalb dem Beteiligte veränderte Subjektpositionen und -verhältnisse explorieren. Die Arbeit ergänzt die konstitutive Vielgestaltigkeit und Offenheit des Gegenstandes um weitere Ebenen forschungstheoretischer Komplexität, die auf die Notwendigkeit einer kritischen Betrachtung der Bedingungen und Möglichkeiten partizipativen Forschens verweisen. In der Schlussbetrachtung möchte die vorliegende Auseinandersetzung neben diesen theoretischen Impulsen und dichten Anknüpfungsmöglichkeiten, Forschende zu Umsetzungen von Partizipation als Forschungspraxis ermutigen und bietet dazu konkrete Anregungen.
Abstract
(Englisch)
While the concept of participatory research has gained more consideration in numerous publications within the past years, participation as a research practice remains an underexamined area. Drawing on a research project with middle school students carried out by the author, the subject is approached in two ways. The first part of the thesis recounts the research process, initially planned as participatory, and shows how theoretical considerations regarding the concept of participation can be translated into research practice. The account is structured chronologically by the usage of different methods (Generative Picturing, qualitative interviews, discussion in a group, peer-to-peer-interviews and research theatre). It incorporates methodological and empirical perspectives on the research, and (self-) critically analyses processes of reflection and interaction. Following these experiences, the second part is directed towards the question of how participation as a research practice can be understood. The theoretical inquiry encompasses a reflection of the relationship between participatory research and subject-subject-relations. Based upon the thick description of a passage of the research process, the author develops two theoretical perspectives. Firstly, she argues that within any research process organized through the principle of participation, participation is expressed with and through difference. And secondly, that participation can be understood as a space in which participants explore alternative subject positions and relations. The thesis expands the subject’s constitutive heterogeneity and openness with additional levels of theoretical complexity. The latter refers to the necessity of a critical perspective concerning the conditions and possibilities of participatory research. Alongside the theoretical impulses and opportunities for further research, the thesis aims to encourage practical suggestions.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
participation participatory research research with students research with children and young people research methods
Schlagwörter
(Deutsch)
Partizipation partizipative Forschung Forschung mit Schüler_innen Forschung mit Kindern und Jugendlichen Forschungsmethoden
Autor*innen
Clara John
Haupttitel (Deutsch)
Partizipation als Forschungspraxis – theoretische Impulse aus einem Forschungsprojekt mit Schüler_innen
Paralleltitel (Englisch)
Participation as research practice : theoretical impulses from a research project with students
Publikationsjahr
2018
Umfangsangabe
100 Seiten : Illustrationen, Diagramme
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Gerald Faschingeder
Klassifikationen
70 Sozialwissenschaften allgemein > 70.03 Methoden, Techniken und Organisation der sozialwissenschaftlichen Forschung ,
71 Soziologie > 71.44 Gruppenprozesse ,
81 Bildungswesen > 81.99 Bildungswesen: Sonstiges
AC Nummer
AC15138665
Utheses ID
46696
Studienkennzahl
UA | 066 | 589 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1