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Populismus im 20. und 21. Jahrhundert
Definition und die drei H's Österreichs
Dominik Haider
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Lehramtsstudium UF Geschichte, Sozialkunde, Polit.Bildg. UF Psychologie und Philosophie
Betreuer*in
Friedrich Hausjell
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.52968
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-19384.57516.924861-4
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Der Definition von Jan-Werner Müller folgend, bedingt Populismus einen Kern in Form des imperativen Mandats. Der/die Trägerin des Mandats ist an den Willen des Volkes gebunden, wobei das Volk nicht definierbar ist. Daraus ergibt sich eine eigene, subjektive Abgrenzung, wer zu dem populistischen „Volk“ gehört und wer nicht. Der/die PopulistIn glaubt, selbst moralische Grundsätze festlegen und die „echten“ Staatsbürger vom Rest unterscheiden zu können. Weiters fühlt sich diese/r nur für die „echten“ BürgerInnen verantwortlich und versucht, den Aufbau des Staates diesbezüglich umzugestalten. Dies drückt sich in zwei Nebeneffekten des Populismus aus: Anti-Elitismus und Anti-Pluralismus. Ersterer richtet sich gegen „die da oben“ und zielt darauf ab, etablierte Institutionen, wie etwa freie Medien unter Kontrolle zu bringen. Dabei wird vor „ausländischen AgentInnen“ oder „VolksverräterInnen“ gewarnt, die auch nach dem Wahlsieg der PopulistInnen weiterhin die Institutionen unterwandern. Zweiterer richtet sich gegen die Bedrohung des Staates durch ausländische Kräfte wie MigrantInnen oder überstaatliche Gebilde. Es entsteht der Eindruck eines allgegenwärtigen Belagerungszustandes, den nur der/die PopulistIn abwenden kann. Einmal im Amt, versucht diese/r die Verfassung zu unterwandern, um auch bei der nächsten Wahl weiterhin regieren zu können. Dabei wird jedoch der Anschein einer Demokratie erhalten, da der weltpolitische Druck keine anti-demokratische Regierung in bis dato anerkannten Demokratien dulden wird. Also gilt es, dem Gegner die Chance auf einen fairen Wahlkampf zu nehmen, dabei jedoch stets den Eindruck zu vermitteln, dass die populistische Partei mit dem nächsten Wahlgang abgewählt werden kann. Wie erkennt man PopulistInnen? Der Zugang über die Methoden ist nicht vielversprechend, da diese auch von Personen verwendet werden können, die eindeutig keine populistische Weltsicht haben. Genauso ist auch die Herangehensweise über die WählerInnen nur von begrenztem Erfolg gesegnet. Den größten Zulauf erhalten PopulistInnen anscheinend von Menschen mit pessimistischer Einstellung – von denen viele als „GlobalisierungsverliererInnen“ bezeichnet werden. Der erfolgreichste Ansatz ist, den Inhalt der Reden von populistischen PolitikerInnen zu analysieren. Dabei sollte man zuerst auf anti-elitäre oder anti-pluralistische Aussagen achten und diese dann im jeweiligen Kontext auf die Wirkung eines imperativen Mandats untersuchen. Spricht der/die RednerIn in der Überzeugung, selbst das „Volk“ begrenzen und dabei dieses „Volk“ auch als einzige/r vertreten zu können, so handelt es sich hier um Populismus. Beispiele dafür finden sich etwa in den Reden von Jörg Haider, Heinz-Christian Strache und Norbert Hofer, welche die drei bekanntesten Populisten Österreichs darstellen.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Populism Politics Rhetorics Society Contemporary History
Schlagwörter
(Deutsch)
Populismus Politik Rhetorik Gesellschaft Zeitgeschichte
Autor*innen
Dominik Haider
Haupttitel (Deutsch)
Populismus im 20. und 21. Jahrhundert
Hauptuntertitel (Deutsch)
Definition und die drei H's Österreichs
Paralleltitel (Englisch)
Populism in the 20th and 21st Century
Publikationsjahr
2018
Umfangsangabe
130 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Friedrich Hausjell
Klassifikationen
15 Geschichte > 15.06 Politische Geschichte ,
89 Politologie > 89.29 Politische Richtungen: Sonstiges
AC Nummer
AC15080444
Utheses ID
46797
Studienkennzahl
UA | 190 | 313 | 299 |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1