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Música muisca y sus nuevas sonoridades
Julian Obando Rodriguez
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Musikwissenschaft
Betreuer*in
Bernd Walter Brabec de Mori
DOI
10.25365/thesis.53028
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-15138.56529.282852-5
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Masterarbeit befasst sich mit der aktuellen Musikpraxis der im Zentrum Kolumbiens (Altiplano cundiboyacense) angesiedelten indigenen Gruppe der Muiscas. Obwohl sie zu den meist erforschten indigenen Gruppen in Kolumbien gehört, sind nur wenige wissenschaftliche Arbeiten über ihre Musikpraktiken vorhanden. Einer der Gründe dafür liegt darin, dass die Muiscas in der offiziellen Geschichte Kolumbiens zu einer fernen Vergangenheit gehören und infolgedessen herrscht die Meinung, sie seien verschwunden. Darauf machen u.a. Mercedes López und Carlos Andrés Durán in ihren Arbeiten aufmerksam.
Im Gegensatz dazu findet man heutzutage im Altiplano cundiboyacense Individuen, die sogenannten raizales, die sich als direkte Nachfahren der präkolumbianischen Muiscas bezeichnen. Auch andere, innerhalb dieser Region geborenen Personen, erkennen sich selbst als Muiscas renacidos (Wiedergeborene) an. In beiden Fällen definieren sich sowohl die raizales als auch die renacidos als ein Volk der Rekonstruktion. Zu ihrem „Erwachen“ stützen sie sich sowohl auf die Kenntnis und Erinnerungen der älteren Individuen ihrer Gesellschaft, als auch auf das Wissenssystem anderer indigenen Gruppen aus dem Amazonas und aus der Sierra Nevada de Santa Marta. In direktem Gegensatz zu diesen traditionellen Wurzeln steht allerdings die Tatsache, dass eine Vielzahl der Muiscas in der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá oder in deren unmittelbaren Nähe geboren und aufgewachsen ist. Jene Muiscas stehen somit in einem ständigen Kontakt zu äußerst verschiedenen Gemeinschaften und Musikpraktiken.
Ziel dieser Masterarbeit ist es, mittels einer im Juli und August 2017 in Kolumbien betriebenen Feldforschung herauszufinden, wie die Musikpraktiken der Muiscas heutzutage noch weiterentwickelt werden. Außerdem werden die Rolle der Musik in der Muisca-Weltanschauung, deren Charakterisierung und die jeweiligen Rekonstruktionsprozesse untersucht.
Die Masterarbeit ist in zwei Teile gegliedert. Im ersten Teil werden die Zielsetzung, die verschiedenen Theorien und die Methodologie thematisiert, sowie die geographische Eingrenzung festgelegt und die vorhandenen wissenschaftlichen Quellen zur Musik der Muiscas vorgestellt. Außerdem werden historischen Quellen (Chroniken von Missionaren) zu Musikpraktiken der Muiscas vorgestellt und kritisiert. Im zweiten Teil werden die aus der Feldforschung erhobenen Daten analysiert. Hierbei liegt ein Schwerpunkt auf der Rolle der Musik in der Muisca-Weltanschauung sowie der mythologischen Geschichte der Musik u.a. Aspekten. Anschließend wird der aktuelle Musikzustand mittels der Erzählungen Angehöriger der Gemeinschaften aus Suba, Cota und Ráquira und deren verschiedenen Musikausdrücken diskutiert und analysiert.
Ich verfasse die vorliegende Masterarbeit mit Zustimmung meines Betreuers Dr. Bernd Brabec de Mori in der spanischen Sprache, um auch den Muiscas selbst Zugang zu dieser wissenschaftlichen Arbeit über ihre Musik zu ermöglichen.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Kolumbien Muiscas Chibcha Indigene Musik Bogotá Suba Cota
Autor*innen
Julian Obando Rodriguez
Haupttitel (Spanisch)
Música muisca y sus nuevas sonoridades
Paralleltitel (Deutsch)
Die Musik der Muiscas und ihre neuen Klänge
Publikationsjahr
2018
Umfangsangabe
155 Seiten : Illustrationen, Diagramme, Notenbeispiele, Karten
Sprache
Spanisch
Beurteiler*in
Bernd Walter Brabec de Mori
AC Nummer
AC15094426
Utheses ID
46850
Studienkennzahl
UA | 066 | 836 | |
