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Transformationen des Rassismus in Moderne und Postmoderne
Studien zur Theorie negativer Vergesellschaftung
Christina Wichtl
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Lehramtsstudium UF Geschichte, Sozialkunde, Polit.Bildg. UF Psychologie und Philosophie
Betreuer*in
Michael Staudigl
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.53091
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29132.13187.709253-7
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die Diplomarbeit befasst sich mit drei verschiedenen historischen Ausformungen des Rassismus und analysiert diese am Leitfaden von Wulf Hunds These "negativer Vergesellschaftung". Hund erörtert vier Bereiche (Exklusion, Inklusion, Hierarchisierung und Legitimation), die er als konstitutiv für rassistische Vergesellschaftungsformen“ erachtet. Die vorliegende Arbeitet bietet einleitend einen kurzen Abriss der Geschichte des Rassismus und diskutiert eine Reihe von Definitionen des Phänomens. Hauptgegenstand der Arbeit ist eine kritische Analyse von Hunds Theorie "negativer Vergesellschaftung", deren Tragfähigkeit an verschiedenen historischen Kontexten erprobt wird. Der erste Kontext betrifft Amerika im 19. und 20. Jahrhundert. Diesbezüglich wird gezeigt, dass Hunds Thesen dieser Erscheinungsform des Rassismus angemessen sind, das heißt, dass alle genannten Aspekte und Begleiterscheinungen (Distinktion und Hierarchisierung, Sozialisation und Inklusion, Stigmatisierung und Exklusion sowie Ideologisierung und Legitimation der Handlungen) wiedergefunden werden können. Ein zweiter Schwerpunkt gilt dem Nationalsozialismus in Zentraleuropa, wobei auch hier die Angemessenheit von Hunds Ansatz nachgewiesen wird. Dabei zeigt sich jedoch, dass die Dimension der Inklusion besonders aufmerksam zu betrachten ist, sofern eine wechselseitige Inklusion nicht vorgesehen war. Im letzten zu untersuchenden Bereich, dem rechtspopulistischen Europa heute, lassen sich die vier genannten Dimensionen ebenso herauspräparieren. Im Vergleich wird deutlich, dass es sich hierbei nicht mehr um einen biologistisch fundierten, sondern um einen kulturell verfassten Rassismus handelt. Ebenso wie im NS ist auch hier der Bereich der Inklusion wiederum jener, der besondere Aufmerksamkeit verdient: Denn Inklusion erscheint zwar einerseits an Bedingungen wie zum Beispiel den Erwerb von Sprache geknüpft, bleibt aufgrund ihrer unüberwindlichen Ambivalenz aber auch "Sollbruchstelle" einer mithin tendenziell "negativen Vergesellschaftung".
Abstract
(Englisch)
This diploma thesis provides an analysis of three different formations of racism. The thesis proposes to apply and critically test Wulf Hund's thesis concerning a so-called process of "negative socialization." According to Hund, we need to distinguish four dimensions—exclusion, inclusion, hierarchy as well as legitimization—that he deems to be constitutive for racist forms of socialization In a preliminary chapter, a brief introduction to the "history of racism” is provided, definitions of racism are discussed, a historical synopsis of the overall topic, and a general outline of the argument, are offered. In the main part, three instances of racist socialization are analyzed. The first example, concerns racism in 19th and 20th century Northern America. As demonstrated, the four dimensions of racism can be clearly distinguished as functioning patterns of a "negative socialization". As for the second example, the racist structure of "national socialism" is explored regarding the four aspects. Thirdly, Hund's account can also be used productively to understand contemporary right-wing populist European identity politics in terms of "negative," that is, racist socialization. Hund’s account proves helpful to understand the "culturalist racism" of this setting, too. Following up on the comparative analysis of these three instances of "negative socialization," the thesis concludes that the "negative socialization" proves useful to study a variety of racist societal formations. In the last analysis, Hund's insight into the basic ambiguity of a never reachable "inclusion" functioning as a breaking-point is presented to be of paramount importance for the theory of "negative socialization."

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
racism Hund negative socialization Hitler Mill Kant hospitality Heidegger
Schlagwörter
(Deutsch)
Rassismus Hund negative Vergesellschaftung Hitler Mill Kant Gastlichkeit Heidegger
Autor*innen
Christina Wichtl
Haupttitel (Deutsch)
Transformationen des Rassismus in Moderne und Postmoderne
Hauptuntertitel (Deutsch)
Studien zur Theorie negativer Vergesellschaftung
Publikationsjahr
2018
Umfangsangabe
124 Seiten : Illustration
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Michael Staudigl
Klassifikationen
08 Philosophie > 08.38 Ethik ,
08 Philosophie > 08.44 Sozialphilosophie ,
08 Philosophie > 08.45 Politische Philosophie ,
15 Geschichte > 15.07 Kulturgeschichte ,
15 Geschichte > 15.08 Sozialgeschichte ,
15 Geschichte > 15.24 Zweiter Weltkrieg
AC Nummer
AC15142610
Utheses ID
46909
Studienkennzahl
UA | 190 | 313 | 299 |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1