Detailansicht

Raumbezogene Identitätsbildung durch Sprache
das Beispiel Irland mit seiner Politik der Wiederbelebung einer schon fast verklungenen Sprache
Marlene Samhaber
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Geowissenschaften, Geographie und Astronomie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Lehramtsstudium UF Psychologie und Philosophie UF Geographie und Wirtschaftskunde
Betreuer*in
Hans-Heinrich Blotevogel
Volltext herunterladen
Volltext in Browser öffnen
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.53159
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-17898.13347.710659-3
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Aufgrund eines weltweiten wahrzunehmenden Rückgangs in der Sprachenvielfalt, setzt sich die europäische Charta für Regional- und Minderheitensprachen dafür ein, diese in der EU mit Rech-ten zu unterstützen. In Irland zeigt sich ein besonderer Fall mit der irischen Sprache Gaeilge de-ren Sprecher und Sprecherinnen sich deutlich in der Minderzahl befinden. Nur 4,2 Prozent der 4,7 Millionen-Bevölkerung bekennen sich zu einem täglichen Gebrauch außerhalb des Schulsystems in dem diese Sprache von der Grundschule weg, 14 Jahre lang ein Pflichtgegenstand darstellt. Denn tatsächlich stellt Gaeilge die erste offizielle Amtssprache der Republik dar. Gefolgt wird die-se durch die lingua franca Englisch. Aufgrund ihres verfassungsrechtlichen Status ist die Sprache im ganzen Land auf allen amtlichen Aufschriften, Ortsschildern und öffentlichen Institutionen prä-sent und muss zudem in jeder behördlichen Kommunikation und jedem formalen Dokument zu-gänglich sein. Vereinzelt finden sich im Westen Irlands noch sogenannte Gaeltachtaí in denen Gaeilge als Hauptkommunikationsmittel noch zu finden ist, jedoch verdünnen sich diese ‚irischen‘ Regionen vermehrt. In den letzten Jahren kam jedoch ein Aufschwung im irischen Sprachge-brauch in den urbanen Gebieten im Osten des Landes. Dieses Areal in und um die Hauptstadt Dublin wurde vor allem durch die englische Kolonialisierung zum Ausgangspunkt der Verbreitung des Englischen. Nun soll diese Arbeit beleuchten wie durch sozial-räumliche Gegebenheiten ein erhöhtes Engagement im Spracherwerb in der Bevölkerung wahrzunehmen ist und wie sich diese Gemeinschaft vermehrt mit ihrer einmaligen Sprache in einem modernen, urbanen Umfeld identi-fizieren kann und sich zu dieser Nationalsprache bekennt. Vor allem neue Medien, das Engage-ment von privaten Organisationen, aber auch von einzelnen Individuen, sowie ein starkes Ver-antwortungsgefühl innerhalb der aufstrebenden Sprachgemeinschaft fördert die Verbreitung des Gebrauchs außerhalb des Bildungswesens sowie die wachsende Beliebtheit der Sprache in der Bevölkerung von Dublin und auch Maynooth.
Abstract
(Englisch)
To counter the decrease of linguistic diversity, the European Charta for Regional and Minority Languages promotes the support of minority languages within the EU law. Ireland and its lan-guage Gaeilge, which is only spoken by a significant minority, represents a special case within this spectrum of minority languages. Although Gaeilge is a compulsory school subject which is taught from primary school onwards, only 4,2 percent of Ireland’s 4,7 million population use the language daily outside the education system. Irish is the first official language, followed by the lingua franca English. Due to the official status of both languages, public signs as well as official documents must be bilingual. In the western parts of Ireland, so-called Gaeltachtai can be found sporadically. Within these areas, Gaeilge is still the primary language used for all communicative purposes. While the number of these Irish-speaking regions is decreasing, the use of Irish in ur-ban areas is booming. This thesis examines how both social and spatial factors influence the will-ingness for language acquisition in the Irish society. Additionally, it describes how Gaeilge speak-ers identify themselves with their national language within a modern, urban environment. Modern media, the engagement by private organizations and individuals, as well as the generally powerful sense of responsibility within an emerging language community facilitate the use of Gaeilge out-side of educational settings and, eventually, lead to the rising popularity of the Irish language.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Minderheitensprache Identifikation durch Sprache raumbezogene Identitätsbildung Gälisch Amtsprache Dublin
Autor*innen
Marlene Samhaber
Haupttitel (Deutsch)
Raumbezogene Identitätsbildung durch Sprache
Hauptuntertitel (Deutsch)
das Beispiel Irland mit seiner Politik der Wiederbelebung einer schon fast verklungenen Sprache
Publikationsjahr
2018
Umfangsangabe
ix, 116 Seiten : Illustrationen, Diagramme, Karten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Hans-Heinrich Blotevogel
Klassifikationen
74 Geographie, Anthropogeographie > 74.09 Sozialgeographie ,
74 Geographie, Anthropogeographie > 74.11 Kulturlandschaft
AC Nummer
AC15101606
Utheses ID
46977
Studienkennzahl
UA | 190 | 299 | 456 |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1