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Persönliche Assistenz als Weg zu selbstbestimmten Leben
ein Vergleich sozialer Dienstleistungen Wien und Toronto
Edith Kindler
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Bildungswissenschaft
Betreuer*in
Gottfried Biewer
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.53720
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-22108.49822.189762-3
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die Persönliche Assistenz, hervorgegangen aus der Selbstbestimmt Leben Bewegung, wird laut der UN-Behindertenrechtskonvention Artikel 19, als zentrale Dienstleistung für die Inklusion und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen angesehen. Diese Arbeit betrachtet inwieweit Menschen mit Behinderungen durch konkrete Assistenzmodelle in Wien (Persönliche Assistenz) und Toronto (Attendant Service) Selbstbestimmung und gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht wird. Mit dem Capability Approach nach Amartya Sen (1999) wird der Blickwinkel auch auf die Frage gerichtet, inwieweit sich die Wahlmöglichkeiten von Menschen mit Behinderungen durch die beiden Modelle erweitern. Zu diesem Zweck werden die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Assistenzmodelle in Wien und Toronto untersucht. Zuerst wird der Capability Approach ausführlich dargestellt. Darauf folgt die Beschreibung der Grundzüge der Selbstbestimmt Leben Philosophie und deren praktische Umsetzung in der Persönlichen Assistenz/Attendant Service. Im Anschluss werden die Assistenzmodelle in Wien und Toronto und die Rechtlichen Rahmenbedingungen, in welche sie eingebettet sind, aufgeführt. Um die Untersuchung der Erfahrungen der Befragten geht es im empirischen Teil dieser Arbeit. Hierzu wurden in Wien (Februar 2014) und Toronto (März-Juni 2014) jeweils neun Interviews durchgeführt. Die Datenerhebung erfolgte auf Grundlage des Problemenzentrierten Interviews (Witzel 2012). Es werden deduktive Kategorien auf Grundlage des Capability Approachs gebildet und die Aussagen der Befragten entsprechend zugeordnet. Die Auswertung der Befragung verwies in vielen Bereichen auf eine Capability-Erweiterung durch Persönliche Assistenz/Attendant Service. Allerdings machen die Befragten in beiden Städten Erfahrungen, die sie in ihrer Capability einschränkten. Insbesondere hinsichtlich des Supportive Housing Attendant Service in Toronto wurde Kritik geäußert. Die Befragten berichteten über zahlreiche Verbesserungswünsche, welche zu einer zusätzlichen Erweiterung ihrer Capabilities führen können. Wie wichtig die Persönliche Assistenz/Attendant Service für Menschen mit Behinderungen ist, wird in dieser Arbeit aufgrund verschiedener Gegenüberstellungen deutlich
Abstract
(Englisch)
Personal Assistance has emerged through the Independent Living Movement. According to the 19th article of the UN-Convention on the rights of people with disabilities it’s an essential service for inclusion and participation of people with disabilities in the society. This paper focuses on to what extend personal assistance models in Vienna (Personal Assistance) and Toronto (Attendant Service) enable people with disabilities to live independent and participate in society. Through the Capability Approach from Amartya Sen (1999) the question has raised as to what extend the choices of people with disabilities are enhanced by the two described models. In addition, the similarities and differences of the models are examined. First the Capability Approach along with the principles and definition of the Independent Living Movement being described as well as Personal Assistance/Attendant Service are outlined. Then the two assistance models in Vienna and Toronto and their legal framework are described. The goal of the empirical part is the examination of the research question through the eyes of the respondents. For this purpose, nine interviews were conducted in each city (Vienna February 2014; Toronto March-June 2014). The data collected is based on the Problem-centered Interview (Witzel 2012). The respondent’s experiences were assigned to deductive categories based on the Capability Approach in the data analysis. The respondents in both cities describe experiences which could be assigned to the capability-expansion category. However, the limitations of Capabilities are experienced in both places. Numerous restrictions are described by Toronto’s respondents regarding the Supportive Housing Attendant Service, with suggested possible improvements to further enhance their capabilities. The models in Vienna and Toronto both share similarities and differences. The highest similarity is observed between the model of Personal Assistance in Vienna and the Direct Funding Program.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Persönliche Assistenz Wien Toronto
Autor*innen
Edith Kindler
Haupttitel (Deutsch)
Persönliche Assistenz als Weg zu selbstbestimmten Leben
Hauptuntertitel (Deutsch)
ein Vergleich sozialer Dienstleistungen Wien und Toronto
Publikationsjahr
2018
Umfangsangabe
237, XXXIII Seiten : Diagramme
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Gottfried Biewer
Klassifikation
80 Pädagogik > 80.34 Sonderpädagogik: Sonstiges
AC Nummer
AC15180461
Utheses ID
47455
Studienkennzahl
UA | 066 | 848 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1