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Von lauten Trommlern und leisen Einflüsterern
die Wiedergabe des jugendlichen Alltags in Jugendzeitschriften während des Ersten Weltkrieges im Dienste der Propaganda
Dominik Brand
Art der Arbeit
Magisterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Magisterstudium Publizistik-u.Kommunikationswissenschaft
Betreuer*in
Wolfgang Duchkowitsch
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.53747
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29371.14850.832652-6
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Der Begriff „Propaganda” ist ein weit über die Grenzen der Kommunikationswissenschaften hinaus oft bemühter Terminus. Innerhalb des Fachbereiches stellt er eines der ältesten Forschungsinteressen dar, wenn nicht sogar das älteste. Trotzdem herrscht über das spezifische Wesen von Propaganda und seine Wirkungsweisen nicht nur in einem wissenschaftshistorischen Kontext weitestgehend Uneinigkeit. Diese Diplomarbeit widmet sich einer der in Europa frühesten Perioden der Moderne, in denen Propaganda zur massenmedialen Beeinflussung in Kriegszeiten gezielt angewandt wurde: dem Ersten Weltkrieg. Das Forschungsinteresse konzentriert sich dabei auf die massenmediale Wiedergabe alltäglicher jugendlicher Lebenswelten und die gleichzeitig hergestellten Bezüge zum Verlauf des Krieges. Somit lässt es sich in der Schnittmenge von vordergründig alltäglichen, aber latent militärischen und propagandistischen Inhalten von Jugendzeitschriften zwischen 1916 und 1918 verorten. Das Ziel dabei ist es, in empirisch-qualitativer Herangehensweise die Beschreibungen des jugendlichen Alltags in der Jugendzeitschrift „Jung-Österreich“ mit latentem militärischen Bezug zu isolieren, zu analysieren und zu einen Merkmalskatalog jener Sinnprovinzen des jugendlichen Alltags zusammenzufassen, die von kriegspropagandistischen Inhalten geprägt wurden. Als primäre Methode wurde die zusammenfassende Inhaltsanalyse nach Philipp Mayring gewählt. Zur Erfassung der inhaltlichen Struktur von „Jung-Österreich“ wurde als sekundäre Methode eine ergänzende quantitative Analyse angewandt. Der theoretische Bezugsrahmen ist um Interdisziplinarität bemüht und teilt die forschungsleitende Fragestellung in drei Dimensionen ein: eine kommunikationswissenschaftliche zu Propagandaforschung, eine soziologisch-entwicklungspsychologische zu Alltag und Identität und eine historische zur Entwicklung von Jugendzeitschriften. Die theoretischen Referenzmodelle umfassen u.a. die Theorie des kommunikativen Handelns von Jürgen Habermas, die Theorie der Lebenswelt von Edmund Husserl und Alfred Schütz, den Agenda Setting-Ansatz von Maxwell E. McCombs und Donald L. Shaw, die jüngeren Arbeiten von Thymian Bussemer zur Struktur von Propaganda, „Die Frage der kulturellen Identität“ von Stuart Hall, die „Lehre des gerechten Krieges“ aus der Rechtsgeschichte und dem Kriegsvölkerrecht und die Überlegungen von Odo Marquard zum Krieg als Moratorium des Alltags.
Abstract
(Englisch)
The term "propaganda" is often used far beyond the confines of Communication Studies. Within this field of research, it represents one of the oldest research interests, if not the oldest. Nevertheless, there is a great deal of disagreement about the specific nature of propaganda and its effects, and not only in a context of scientific history. This master thesis is dedicated to one of the earliest periods of modern history in Europe, in which propaganda was specifically applied via the mass media in order to influence the public opinion during wartime: the First World War. The research interest focuses on the mass media’s coverage of everyday-life, adolescent lifeworlds and the simultaneously made references to the course of the Great War. Thus, it can be located at the intersection of superficially mundane, but latently military and propagandistic content of youth magazines from 1916 to 1918. The aim is to use an empirical-qualitative approach in order to isolate those parts of the coverage of the youth magazine "Jung-Austria" that deal with adolescent everyday life while providing a latently military reference at the same time and to summarize them in a catalogue of key-features of those parts of adolescent everyday life, that were shaped by war-propagandistic intent. As a primary method, a content analysis according to Philipp Mayring was chosen. In order to assess the textual structure of "Jung-Österreich", a supplementary quantitative analysis was used as a secondary method. The theoretical frame of reference strives for interdisciplinarity and divides the initial question into three dimensions: The term “Propaganda” and its surrounding issues are covered by Communication Studies, questions about the nature of everyday-life and human identity are covered by Sociology and Development Psychology and the historic development of youth magazines in Europe is covered by Science of History. The theoretical reference models include i.a. the Theory of Communicative Action by Jürgen Habermas, the Concept of the Lifeworld by Edmund Husserl and Alfred Schütz, the Agenda-Setting Theory by Maxwell E. McCombs and Donald L. Shaw, the more recent work of Thymian Bussemer on the structure of propaganda, "Questions of Cultural Identity” by Stuart Hall, the Just War Theory as used in international war law and Odo Marquards reflections on War as a Moratorium of Everyday-Life.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Propaganda World War 1 Propaganda Studies Jung-Österreich Youth Magazines Austro-Hungarian Empire
Schlagwörter
(Deutsch)
Propaganda Erster Weltkrieg Medienwirkungsforschung Propagandaforschung Jung-Österreich Jugendzeitschriften Österreich-Ungarn
Autor*innen
Dominik Brand
Haupttitel (Deutsch)
Von lauten Trommlern und leisen Einflüsterern
Hauptuntertitel (Deutsch)
die Wiedergabe des jugendlichen Alltags in Jugendzeitschriften während des Ersten Weltkrieges im Dienste der Propaganda
Paralleltitel (Englisch)
Beating the War Drum
Publikationsjahr
2018
Umfangsangabe
153 Seiten : Illustrationen, Diagramme, Karte
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Wolfgang Duchkowitsch
Klassifikationen
05 Kommunikationswissenschaft > 05.20 Kommunikation und Gesellschaft ,
05 Kommunikationswissenschaft > 05.30 Massenkommunikation, Massenmedien: Allgemeines ,
05 Kommunikationswissenschaft > 05.39 Massenkommunikation, Massenmedien: Sonstiges
AC Nummer
AC15141011
Utheses ID
47479
Studienkennzahl
UA | 066 | 841 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1