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Die Bedeutung des Erwerbs der deutschen Sprache für die Handlungsfähigkeit von Geflüchteten
Perspektiven von Deutschlehrenden
Lisa Schleser
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Deutsch als Fremd- und Zweitsprache
Betreuer*in
Hannes Schweiger
DOI
10.25365/thesis.53809
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-14025.20803.822158-7
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Diese Arbeit beschäftigt sich mit personaler Handlungsfähigkeit und ihrer Abhängigkeit von gesellschaftlichen, sozialen und politischen Strukturen. Sprache und Spracherwerb spielen dabei eine zentrale Rolle, wenn Sprache nicht nur als funktionales Kommunikationsmittel, sondern als individuelles Kapital für gesellschaftliche Partizipation verstanden wird. Die Arbeit greift daher die Bedeutung des deutschen Spracherwerbs für die Handlungsfähigkeit von Geflüchteten auf, jedoch aus einer diskurs- und machtkritischen Perspektive. In monolingualen Gesellschaften besteht eine zur Norm erhobene Sprache, deren (Nicht-)beherrschung im Kontext migrationsgesellschaftlicher Mehrsprachigkeit soziale Ungleichheit schafft und Verhältnisse der (De-)privilegierung mit ungleichen Handlungsmöglichkeiten verstärkt. Für die Pädagogik ergibt sich eine Widersprüchlichkeit im Zweitsprachenunterricht, da der Versuch, die Handlungsfähigkeit von Lernenden durch den Erwerb der deutschen Sprache zu steigern, zugleich das einsprachige System und soziale Benachteiligung für Anderssprachige festschreibt.
In der empirischen Untersuchung der Arbeit wird deshalb dem Verständnis von Handlungsfähigkeit im Kontext von Zweitsprachenunterricht nachgegangen. Die Forschungsfrage „Was bedeutet für Deutschlehrende Handlungsfähigkeit von Geflüchteten und welche Rolle spielt dabei aus ihrer Sicht das Erlernen der deutschen Sprache?“ wird qualitativ anhand von vier Interviews mit Deutsch als Zweitsprache-Unterrichtenden bearbeitet. Unter der Beachtung von theoretischen Konzepten zu Handlungsfähigkeit und Ermächtigung werden Sprechweisen über Geflüchtete, Differenzwissen der Lehrpersonen und diesbezügliche Einflüsse aus Diskursen analysiert.
Aus den theoretischen und empirischen Erkenntnissen folgt die Annahme, dass für eine möglichst geringe Machtausübung über Einzelne Handlungsfähigkeit nicht individuell, sondern im gesamtgesellschaftlichen Kontext gedacht werden muss. Die Ergebnisse der Untersuchung weisen auf die Notwendigkeit hin, eine reflexive Auseinandersetzung mit Diskurs und Macht in Bereichen der Bildung zu fördern und migrationspädagogische Inhalte in der Lehrendenausbildung zu verankern, um dem Erhalt sozialer Ungleichheit entgegenzusteuern.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Handlungsfähigkeit deutscher Spracherwerb Geflüchtete Diskurskritik Machtkritik Migrationspädagogik Zweitsprachenunterricht Ermächtigung Erhalt sozialer Ungleichheit Anerkennungstheorie
Autor*innen
Lisa Schleser
Haupttitel (Deutsch)
Die Bedeutung des Erwerbs der deutschen Sprache für die Handlungsfähigkeit von Geflüchteten
Hauptuntertitel (Deutsch)
Perspektiven von Deutschlehrenden
Publikationsjahr
2018
Umfangsangabe
98, 34 ungezählte Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Hannes Schweiger
Klassifikationen
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.22 Sprachlenkung, Sprachpolitik ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.43 Zweitsprachenerwerb ,
80 Pädagogik > 80.04 Ausbildung, Beruf, Organisationen ,
80 Pädagogik > 80.36 Erziehung und Gesellschaft ,
80 Pädagogik > 80.89 Pädagogisches Umfeld: Sonstiges
AC Nummer
AC15336476
Utheses ID
47535
Studienkennzahl
UA | 066 | 814 | |
