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The Chinese cadre management – a tool to rule?
Julia Marinaccio
Art der Arbeit
Dissertation
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Dr.-Studium der Philosophie (Dissertationsgebiet: Sinologie)
Betreuer*in
Susanne Weigelin-Schwiedrzik
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.53835
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-14022.09341.191660-6
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die Dissertation beschäftigt sich mit der Rolle des Kadertrainings im Versuch des chinesischen Parteistaats sein Modell einer nachhaltigen Entwicklung in China gesamtstaatlich zu operationalisieren. Ausgehend von einem multidimensionalen Ideologiekonzept, der zwischen einer symbolischen und operationalen Dimension unterscheidet, werden die Strukturen des Kadertrainings, seine Funktion und Wirkkraft untersucht und neu interpretiert. Während sich symbolische Ideologie auf abstrakte Ideen bezieht, die von der Kommunistischen Partei Chinas formuliert und propagiert werden, beschreibt operationale Ideologie konkrete Politik, die von fachspezifischen Ressorts formuliert und (idealerweise) umgesetzt werden. Die Dissertation zeigt auf, dass Kadertraining in China auf zwei Ebenen des politischen Verwaltungsapparats operiert. Erstens horizontal, wo das Kadertraining die Übersetzung von symbolische in opertationale Ideologie unterstützt. Zweitens vertikal in den Beziehungen zwischen Zentral- und Lokalregierungen, wo Kadertraining ein höheres Maß an Folgsamkeit von Lokalregierungen in der Umsetzung zentraler Vorlagen erreichen soll. Gleichzeitig verfolgt Kadertraining das Ziel, Humanressourcen aus- und weiterzubilden, um die administrativen Kapazitäten im Ressort und vor Ort zu stärken. Im Kontext der Transformation von einem auf wirtschaftliches Wachstum ausgerichteten Entwicklungsmodell hin zu einem Model, das darüber hinaus auch Umweltverträglichkeit und soziale Gerechtigkeit anstrebt, ist Kadertraining ein wichtiges Instrument, um diesen besagten Wertewandel herbeizuführen. Über das Training werden nicht nur abstrakte Ideen vermittelt, sondern auch eine Reihe von vordefiniertem Wissen und Fertigkeiten, die die Transformation auf praktischer Ebene ermöglichen sollen. Die operationalen Aspekte der Kadertrainings, deren Zusammenspiel mit symbolischer Ideologie, und seine Funktion für das Herbeiführen eines Wertewandels werden anhand eines Fallbeispiels analysiert. Die Staatliche Forstwirtschaftsadministration ist nicht nur beispielhaft für die Trainingsstrukturen in anderen Ressorts, ihr ist mehr noch der beispielhafte Konflikt der nachhaltigen Entwicklung, nämlich zwischen Ressourcenverbrauch und Ressourcenschutz, inhärent, in dem sie eine wichtige Vermittlerrolle zwischen den Konfliktparteien spielt. Zusammen mit dem Umstand, dass das Ressort schon vergleichsweise früh, nämlich 1998, eine diesbezügliche politische Wende herbeigeführt hat, ist die Staatliche Forstwirtschaftsadministration eine geeignete und fesselnde Fallstudie.
Abstract
(Englisch)
The study tackles the role of cadre training in the Chinese party-state’s efforts to operationalize its vision of sustainable development. Its theoretical framework grounds on a multidimensional concept of ideology that distinguishes between symbolic and operational features of ideology. While symbolic ideology refers to abstract ideas formulated and promulgated by the Chinese Communist Party, operational ideology pertains to concrete policies of functional bureaucracies. I argue that cadre training operates on two dimensions: Horizontally, cadre training facilitates the translation of symbolic ideology into operational ideology. Vertically, cadre training operates in the context of central-local relations pursuing a higher degree of responsiveness of local government agencies toward central mandates. Furthermore, cadre training aims foster administrative capacities by human capacity building. In the context of a transformation from a growth driven development model toward a model that also pursues environmentally soundness and social equity, training is a central tool for achieving this change of value. Training not only conveys abstract ideas to people working for China’s state administration (and beyond) but also imparts a set of pre-defined knowledge and skills that should enable transformation on a practical level. The study investigates the operational aspects of cadre training, its relation to symbolic ideology, and the function of cadre training in the promotion of a value change by means of a case study. The State Forestry Administration exemplifies training structures that are replicated in other functional administrations. Above all, it inherently carries a main tension of sustainable development, the conflict between resource extraction and resource conservation, and is responsible for mediating between conflict parties. This and the administration’s comparably early shift from blind resource extraction to resource conservation in 1998 make the State Forestry Administration and its political portfolio an intriguing case.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
China cadre training ideology China State Forestry Administration
Schlagwörter
(Deutsch)
China Kadertraining Ideologie Staatliche Forstwirtschaftsadministration
Autor*innen
Julia Marinaccio
Haupttitel (Englisch)
The Chinese cadre management – a tool to rule?
Publikationsjahr
2018
Umfangsangabe
266 Seiten : Diagramme
Sprache
Englisch
Beurteiler*innen
Andrew Mertha ,
Kjeld Erik Brødsgaard
Klassifikationen
18 Einzelne Sprachen und Literaturen > 18.90 Chinesische Sprache und Literatur ,
89 Politologie > 89.30 Politische Systeme: Allgemeines
AC Nummer
AC15166663
Utheses ID
47561
Studienkennzahl
UA | 792 | 388 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1