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Utopie Fernsehen
das Televisive bei Dziga Vertov
Barbara Vockenhuber
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Klemens Gruber
DOI
10.25365/thesis.5317
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29075.04367.622861-9
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit geht der Frage nach, wie das zu Beginn des 20. Jahrhunderts in den Laboratorien als technische Erfindung bereits erprobte, in der Öffentlichkeit aber bloß als Utopie existierende Fernsehen Einfluss auf Dziga Vertovs Verständnis von Film genommen hat. Einige Stellen in Vertovs Schriften zeugen von seiner Kenntnis über den aktuellen Entwicklungsstand der Fernsehtechnik um 1925. Zu diesem Zeitpunkt definiert Vertov den Film als eine Möglichkeit für Menschen, einander trotz der Entfernung sehen und hören zu können. Der 1926 entstandene Film Šestaja čast mira [Ein Sechstel der Erde] kann als Modell für die Utopie Fernsehen bei Vertov gelten. Mit der um 1929 beginnenden Einführung des Tonfilms nehmen Vertovs Entwürfe für eine auf Fernsehtechnik begründeten Produktionsweise von Filmen zu, durch die sich Vertov eine kollektive Autorenschaft erhofft. Das tatsächliche Fernsehen hingegen hat die in den frühen 1920er Jahren zirkulierenden Überlegungen zur Umverteilung der Produktionsmittel in sein Gegenteil verkehrt. Anscheinend lösen erst Videotechnik und die mögliche Verbreitung durch das WorldWideWeb die von Vertov projektierte Entwicklung einer „Massenautorenschaft“ ein.
Abstract
(Englisch)
The present work pursues the question how television influenced Vertov’s understanding of cinema. Having already proved itself as invention in laboratories at the beginning of the 20th century, television only existed as an utopian dream. In some of his writings Vertov shows his knowledge of the current stage of television developement in 1925. At that time, Vertov defined the possibility of film as a chance for people to see and hear each other despite distance. Vertov’s feature-length film Šestaja čast mira [One Sixth of the World] from 1926 serves as a modell for his utopia of television. When the talkies started in 1929, Vertovs conceptions for a mode of film production based on technical methods of television increased, whereby Vertov hoped to achieve a collective authorship. But the actual television inverted these considerations of the early twenties about the shifting of resources into their opposite. Only the invention of video and the distribution through the WorldWideWeb seems to redeem Vertov’s idea of „mass authorship.“
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Dziga Vertov Frühes Fernsehen Frühes Kino Kino der Avantgarde Tonfilmentwicklung Utopie Russland
Autor*innen
Barbara Vockenhuber
Haupttitel (Deutsch)
Utopie Fernsehen
Hauptuntertitel (Deutsch)
das Televisive bei Dziga Vertov
Publikationsjahr
2009
Umfangsangabe
100 S. : Ill.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Klemens Gruber
AC Nummer
AC08067624
Utheses ID
4757
Studienkennzahl
UA | 317 | | |
