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Das Projekt Friedenslaboratorien als Beitrag zum Friedensprozess in Kolumbien
Sonia Hadjieva
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Betreuer*in
Ulrich Brand
DOI
10.25365/thesis.5322
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29564.38533.357562-1
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Projekt der EU-Kooperation „Friedenslaboratorien“. Das ist ein alternatives Projekt zur Etablierung gewaltfreier Friedenspraktiken im Kontext des bewaffneten Konflikts in Kolumbien. Wesentliche Ziele sind die Förderung des sozialen Zusammenhalts, der Schutz der Menschenrechte, der Aufbau rechtstaatlicher, bürgernaher Institutionen und einer alternativen Wirtschaftsentwicklung, die den Einwohnern der Region, in der das Projekt durchgeführt wird, zugunsten kommen soll. Diese Initiative stellt eine breite Teilnehmerkonstellation dar. Am Projekt beteiligen sich zivilgesellschaftliche Akteure, regionale Behörden, der kolumbianische Staat und der internationale Partner – die EU. Die vorliegende Studie untersucht das Potential der Friedenslaboratorien als Peacebuilding-Initiative im Rahmen des Friedensprozesses in Kolumbien und hinterfragt die Interaktionen zwischen den Akteurs-Ebenen des Projekts.
Die Friedenslaboratorien wurden 2002 in Magdalena Medio – einer strategischen und vom bewaffneten Konflikt stark geplagten Region Kolumbiens – implementiert. Das Projekt startete auf der Basis eines schon angelaufenen zivilgesellschaftlichen Prozesses für Frieden und Entwicklung. Um die Gesamtproblematik der Implementierung zu erörtern, werden hier die möglichen Unterschiede, Zäsuren und Kontinuitäten zwischen dem EU-Projekt und dem schon existierenden Prozess aufgezeigt.
Die Aufgabe dieser Studie ist es, weder eine Darstellung der gesamten Konfliktdynamik, noch einer quantitativen Evaluation des Projekts zu machen, sondern nach Konvergenzen bzw. Widersprüchen der Interessen auf den verschiedenen Akteurs-Ebenen zu suchen. Um das zu veranschaulichen, wird das Peacebuilding-Modell John Paul Lederachs als analytisches Gerüst verwendet.
Im Jahr 2005 und 2008 wurden auch in anderen, vom bewaffneten Konflikt besonders gekennzeichneten Regionen Kolumbiens, Friedenslaboratorien implementiert. Hier wird lediglich die erste „Staffel“ des Projekts dargestellt.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Kolumbien Friedensprozess ZIvilgesellschaft Peacebuilding
Autor*innen
Sonia Hadjieva
Haupttitel (Deutsch)
Das Projekt Friedenslaboratorien als Beitrag zum Friedensprozess in Kolumbien
Publikationsjahr
2009
Umfangsangabe
180 S. : Kt.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Ulrich Brand
Klassifikation
70 Sozialwissenschaften allgemein > 70.00 Sozialwissenschaften allgemein: Allgemeines
AC Nummer
AC07690984
Utheses ID
4762
Studienkennzahl
UA | 300 | | |
