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Die Liebeskrankheit im höfischen Roman
ein Vergleich von Heinrichs von Veldeke "Eneasroman" und Gottfrieds von Straßburg "Tristan"
Kathrin Schindl
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Lehramtsstudium UF Deutsch UF Psychologie und Philosophie
Betreuer*in
Stephan Müller
DOI
10.25365/thesis.54087
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-23862.06403.466361-7
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Vorstellungen von Liebe als Krankheit sind sehr alt – und bis in unsere Zeit erhalten geblieben. Belege finden sich seit über 3000 Jahren in den verschiedenen Sprachen und Kulturen.
Die vorliegende Diplomarbeit setzt sich mit der Liebeskrankheit in der mittelalterlichen Literatur auseinander. Als Untersuchungsgegenstand werden dabei Heinrichs von Veldeke „Eneasroman“ und Gottfrieds von Straßburg „Tristan“ behandelt. Gottfrieds Werk zählt durch den Mythos der Liebe in den Zwängen der Gesellschaft bis heute zu den bekanntesten Liebesgeschichten der Weltliteratur überhaupt. Er gilt für viele als der Minneroman schlechthin. Im Gegensatz dazu wird im Eneasroman eine Liebe mit vorbildlichem Charakter verkörpert.
Anhand der vorkommenden Beziehungen in den Romanen zeigt sich, wie sich die seelischen Unruhen der Betroffenen, ausgelöst durch zwischenmenschliche Gefühle, auf ihre Körper auswirken. Diese Unruhen enden meist in einem quälenden Schmerzzustand der unerfüllten oder verbotenen Liebe. Hierbei spricht man von einem Zustand der Liebeskrankheit. Oberstes Ziel ist eine Heilung der Betroffenen durch Erfüllung der Gegenliebe oder erlaubte Beziehungen ohne Verlust der Ehre. In einem andauernden Konflikt zwischen privater Liebe und den Zwängen der Gesellschaft gibt es letzten Endes verschiedene Ausgänge und Verläufe dieser Dilemmata. Diese reichen von einer glücklichen Heirat mit Genesung bis zum Kon-trollverlust, Ächtung der Gesellschaft oder dem Tod. Dennoch durchzieht die Liebe als zerstörerische Kraft die beiden Romane und sie ist fast immer mit Leid und sowohl physischem, als auch psychischem Schmerz verbunden.
Im letzten Teil der Arbeit erfolgt eine diskursive Analyse mit Andreas Capellanus Regelwerk der Liebe „De amore libri tres.“ Es wird herausgefunden, inwieweit die beiden mittelalterli-chen Primärwerke von seinen aufgestellten Definitionen und Normen beeinflusst wurden. Die Frage nach einer inhaltlichen Vernetzung wird anhand der ersten zwei seiner drei Bücher beantwortet.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Manifestierung der Liebeskrankheit in Gottfrieds Tristan und Heinrichs Eneasroman
Autor*innen
Kathrin Schindl
Haupttitel (Deutsch)
Die Liebeskrankheit im höfischen Roman
Hauptuntertitel (Deutsch)
ein Vergleich von Heinrichs von Veldeke "Eneasroman" und Gottfrieds von Straßburg "Tristan"
Publikationsjahr
2018
Umfangsangabe
95 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Stephan Müller
Klassifikation
18 Einzelne Sprachen und Literaturen > 18.08 Deutsche Sprache und Literatur
AC Nummer
AC15166060
Utheses ID
47790
Studienkennzahl
UA | 190 | 333 | 299 |
