Detailansicht
Der Maler Eduard Gurk und die Vedute in der Biedermeierzeit
Karin Schachner
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Kunstgeschichte
Betreuer*in
Ingeborg Schemper
DOI
10.25365/thesis.54089
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29372.84036.205669-2
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Als Sohn eines Künstlers kam Eduard Gurk schon früh mit der Malerei in Berührung und erhielt zusammen mit seinem Vater 1822 seinen ersten Auftrag vom Verlag Tranquillo Mollo. Aufbauend auf diesen Erfolg schuf er für den Verlag anschließend weitere Veduten, die als Stiche verkauft wurden und erlangte so erste Bekanntheit in Wien. Während seine Werke anfänglich rein topographischer Natur waren und sich stilistisch stark an die viel bekannte „Schütz-Ziegler-Janscha-Serie“ von Artaria hielten, gelangte er immer mehr zu einer malerischen Umsetzung und zeigte schon früh seinen Hang zu atmosphärischen Stimmungen der Natur und der Darstellung der arbeitenden Landbevölkerung. Obwohl es bei Gurk keinen Hinweis auf eine Ausbildung an der Akademie der bildenden Künste gibt, wurde er dennoch ab 1830 von Kaiser Ferdinand mit der Anfertigung von Landschaftsaquarellen beauftragt, in denen seine Vorliebe für Details und Menschen zunehmend sichtbar wurde. In Folge dieser Aufträge wurde Gurk weitgehend von Zeitgenossen als „k.k. Kammermaler“ betitelt und unterzeichnete in einem Besucherbuch in Tirol sogar mit „Kammermaler bey S.M. dem Kaiser Ferd. I.“ Offizielle Aufzeichnungen, dass ihm dieser Titel verliehen wurde, konnten bisher jedoch nicht gefunden werden. Eine Stilanalyse des Werdegangs von spätbarocker Landschaft zur biedermeierlichen Vedute verdeutlicht Gurks Position in der Wiener Vedutenmalerei. Durch die fortschrittlichen Werke von Johann Christian Brand und Laurenz Janscha wurde schon vor 1800 mit der sorgfältigen Vordergrundgestaltung einer natürlichen Tageslichtatmosphäre und der Haptik der dargestellten Landschaft der Grundstein für die späteren Charakteristika einer Biedermeiervedute gelegt, die die Basis für Gurks Werke bilden sollten. Weitere wichtige Erkenntnisse konnten außerdem durch die Südtiroler Skizzen erlangt werden, die der Forschung erst 2012 zugänglich gemacht wurden. Diese Blätter wurden von Gurk auf einer Recherchereise für ein Werk des Hofes angefertigt, die ihn durch die südliche Alpenregion bis hin nach Jerusalem brachte, wo er schließlich 1841 verstarb. Ihr unfertiger Charakter zeigt, dass 18 Jahre nach Gurks erster Arbeit, sein Interesse nicht nur an der Erkennbarkeit der Örtlichkeit lag, sondern darüber hinaus an der Haptik von Materialien, sowie an der Landbevölkerung, welche er mit ungeschöntem Realismus porträtierte.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Vedute Biedermeier Biedermeierlandschaft Landschaftsmalerei Wien
Autor*innen
Karin Schachner
Haupttitel (Deutsch)
Der Maler Eduard Gurk und die Vedute in der Biedermeierzeit
Publikationsjahr
2018
Umfangsangabe
175 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Ingeborg Schemper
AC Nummer
AC15168276
Utheses ID
47792
Studienkennzahl
UA | 066 | 835 | |
