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Keine Zeit zum Menschsein - que(e)re Zeit- und Menschlichkeit im Film "The Lobster" (Yorgos Lanthimos, 2015)
Eva Holzinger
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Theater-, Film- und Medientheorie
Betreuer*in
Stephan Trinkaus
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.54171
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-14023.90777.924152-4
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
In dieser Arbeit wird der Versuch unternommen, die Queerness des Films The Lobster (2015, R: Yorgos Lanthimos) herauszuarbeiten. Queer wird dafür als verunsicherndes Potenzial verstanden. Inhaltlich sind es die Infrage-Stellung des Konzepts Identität, das Spiel mit Binaritäten und gesellschaftliche Machtausübung durch künstliche Differenzen, die den Film queer machen. The Lobster zeichnet eine Welt, die auf binären Strukturen baut: ein „Dazwischen“ gibt es nicht. Durch diese extreme Steigerung werden diese Kategorien aber fragil und hinterfragbar. Im Fokus der Arbeit steht die queere Zeitlichkeit, die etablierte raumzeitliche Normen aussetzt und neu ausverhandelt. Der Film zeigt, wie durch Zeit Macht ausgeübt wird, spielt mit einem linearen Ablauf, setzt diesen stellenweise aus, spielt mit Dauer und Intensitäten (Bergson), Zeit-Bildern (Deleuze), Desorientierung (Ahmed) einer Zeit sowie Bildern aus den Fugen (Derrida), Negativität (Edelman), Erwartungshaltungen und Affekt. Er stellt eine filmische Suchbewegung dar und entfaltet eine Offenheit gegenüber dem Zusehenden. Der zweite Hauptteil der Arbeit den Aspekten Tier- und Menschlichkeit gewidmet. Die anthropologische Grenze wird hier gefestigt, gleichzeitig aber auch überschritten und verque(e)rt. Mit Theorien von Heidegger, Derrida, Karen Barad und Astrid Schrader wurde diese Grenze ausverhandelt und analysiert. Sprache, Caring und Sorge, die einst nur Menschen zugesprochen wurden, wurden verlernt, während die Tiere dieses Scheitern und Verlust symbolisieren, sich zwischen einer An- und Abwesenheit bewegen, in jenem „Zwischen“ (Leben/Tod, Körperlichkeit/Seele, Mensch/Tier, Diesseits/Jenseits, Repräsentation/Nicht-Repräsentation, An-/Abwesenheit, virtuell/ aktuell), dass den Menschen verloren gegangen ist.
Abstract
(Englisch)
This thesis tries to work out the queerness of the Film The Lobster (2015, Yorgos Lanthimos). Queer was detached from the triad Sex – Gender – Desire and understood as an unsettling potential. Contentwise it is the questioning of the concept of identity and the display of social power through artificial differences and constructed binaries that make the film queer. The film shows how power can be ruled out through time, it plays with a linear course of action, dismisses its chronology at some points, plays with dureé and intensities (Bergson), time-images (Derrida), disorientation (Ahmed), time and shots out of joint (Derrida), negativity (Edelman), expectations (of the audience) and affect. It establishes a filmic searching process and show openness towards the audience, who has to situate itself, give itself answers, because the film won’t do it. Secondly, the thesis looks at how the animals are staged in order to find out what that tells us about the humans on display and what it means to be human. With theories of Heidegger, Derrida, Astrid Barad and Astrid Schrader this human-animal-border was analyzed; language, caring and death were once the tools to separate humans from animals. In this film, however, humans lost their ability to express their feelings with language, to care about one another, while animals in the film represent that loss. The animals move between presence and absence, they are in an in-between (life/death, body/soul, human/animal, this world/another world, virtual /actual) that the humans have lost.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
queer Queer Theory queer time time human animal Human-Animal Studies Poststructuralism
Schlagwörter
(Deutsch)
Queer Queere Theorie queere Zeitlichkeit Zeit Menschlichkeit Tier Human-Animal Studies Poststrukturalismus
Autor*innen
Eva Holzinger
Haupttitel (Deutsch)
Keine Zeit zum Menschsein - que(e)re Zeit- und Menschlichkeit im Film "The Lobster" (Yorgos Lanthimos, 2015)
Paralleltitel (Englisch)
No time for being human : queer time and humanity in the movie "The Lobster" (Yorgos Lanthimos, 2015)
Publikationsjahr
2018
Umfangsangabe
107 Seiten, 48 ungezählte Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Stephan Trinkaus
Klassifikation
24 Theater > 24.37 Film: Sonstiges
AC Nummer
AC15480600
Utheses ID
47864
Studienkennzahl
UA | 066 | 582 | |
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