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Sexueller Kindesmissbrauch – gesellschaftliche Wahrnehmung, Selbstdefinition, Scham, Schuld und Lebensqualität
Karen Ellinger
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Psychologie
Betreuer*in
Reinhold Jagsch
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.54416
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-24286.84539.905759-9
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Einleitung: Die vorliegende Studie hatte zum Ziel, aktuelle gesellschaftliche Bilder (kollektive Schemata) von sexuellem Kindesmissbrauch (SKM) zu identifizieren, um deren Korrektheit zu prüfen und den Einfluss auf Selbstdefinition sowie Gefühle von Scham und Schuld bei Betroffenen zu untersuchen. Auch der Zusammenhang zwischen SKM und Lebensqualität wurde untersucht. Methode: Die Stichprobe bestand aus 33 betroffenen und 59 nicht-betroffenen Personen zwischen 18 und 70 Jahren. Im Rahmen einer querschnittlichen Fragebogenerhebung (online als auch Paper-Pencil-Format) wurden Schemata und Missbrauchserfahrungen der Studienteilnehmer*innen in Hinblick auf das emotionale Erleben und Verhalten bei SKM erhoben sowie die Lebensqualität anhand des EUROHIS-QOL. Ergebnisse: Im Rahmen der Studie konnte gezeigt werden, dass Nicht-Betroffene SKM durchaus realistisch einschätzen, sie vermuten jedoch mehr Widerstand, als vonseiten der Betroffenen tatsächlich geleistet wird. Betroffene sind sich dieser verzerrten Einschätzung der Nicht-Betroffenen bewusst. Gefühle von Scham und Schuld stehen mit der Abweichung der eigenen Missbrauchserfahrung von vermuteten kollektiven Schemata in Verbindung, jedoch nicht mit der Abweichung von persönlichen Schemata. Allerdings vermögen letztere in Bezug auf das Erleben negativer Emotionen die Selbstdefinition von Betroffenen vorherzusagen. Schließlich weisen Betroffene eine signifikant niedrigere Lebensqualität auf als Nicht-Betroffene. Schlussfolgerungen: Die Ergebnisse weisen auf eine verzerrte Wahrnehmung von SKM in Hinblick auf das Ausmaß geleisteten Widerstandes, körperlicher Gewalt und Zwang durch Nicht-Betroffene hin und zeigen den negativen Einfluss, den gesellschaftliche Bilder auf das Befinden von Betroffenen haben können, auf.
Abstract
(Englisch)
Aim: Aim of this study was to identify current public perceptions (collective schemas) of child sexual abuse (CSA) and to evaluate their validity and impact on self-definition status as well as feelings of shame and guilt in those affected. A further focus was the relationship between CSA experiences and self-reported quality of life. Method: The sample consisted of 33 persons with experiences of CSA and 59 without. The study design was cross-sectional and data was collected using a questionnaire (online and paper-pencil) that assessed both subjective CSA experiences and schemas by focusing on affective and behavioral aspects. Participants’ quality of life was assessed using the EUROHIS-QOL. Results: The study showed that non-victims have a quite accurate perception of CSA although they would expect more victim-resistance than is the case. CSA-victims are aware of this misconception. Discrepancy between subjective abuse experiences and expected public perceptions significantly correlates with feelings of shame and guilt whereas this is not the case for the discrepancy with one’s own schemas. The latter however does predict the person’s self-definition status when it comes to the experience of negative emotions. Lastly, significant differences between victims and non-victims were found regarding their quality of life. Implications: The current study identified misconceptions concerning victims’ resistance and the use of force and threat in cases of CSA and highlighted the potential negative impact public perceptions may have on victims’ well-being.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Child sexual abuse public perception schemas stereotypes shame guilt self-definition quality of life
Schlagwörter
(Deutsch)
Sexueller Kindesmissbrauch Gesellschaftliche Wahrnehmung Schemata Stereotype Scham Schuld Selbstdefinition Lebensqualität
Autor*innen
Karen Ellinger
Haupttitel (Deutsch)
Sexueller Kindesmissbrauch – gesellschaftliche Wahrnehmung, Selbstdefinition, Scham, Schuld und Lebensqualität
Publikationsjahr
2018
Umfangsangabe
60 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Reinhold Jagsch
Klassifikationen
77 Psychologie > 77.60 Sozialpsychologie: Allgemeines ,
77 Psychologie > 77.61 Einstellung, Vorurteil, Beeinflussung ,
77 Psychologie > 77.70 Klinische Psychologie
AC Nummer
AC15250849
Utheses ID
48084
Studienkennzahl
UA | 066 | 840 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1