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Loneliness and interoceptive accuracy in the elderly population
behavioral and neurophysiological evidences
Vivien Thiermeyer
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Psychologie
Betreuer*in
Silani Giorgia
Mitbetreuer*in
Riva Federica
DOI
10.25365/thesis.54449
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30351.04136.318371-3
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Einsamkeit wird als ein unangenehmes Gefühl definiert, welches geprägt ist von Defiziten hinsichtlich der Quantität oder Qualität sozialer Beziehungen. Frühere Studien beobachteten, dass einsame Individuen höhere Werte in Alexithymie (sogenannte Gefühlsblindheit) aufwiesen. Darüber hinaus entdeckte die Forschung auf dem Gebiet der Interozeption (der Wahrnehmung des Körperzustandes) atypisch niedrige interozeptive Fähigkeiten innerhalb sehr alexithymer Individuen. Basierend auf vorherigen Forschungsergebnissen stellten wir die Hypothese auf, dass einsamere Individuen verringerte Werte an interozeptiven Fähigkeiten aufzeigen. Außerdem erwarteten wir, dass einsame VersuchsteilnehmerInnen reduzierte neuronale Aktivität in der anterioren Insula, dem somatosensorischen Kortex, dem inferioren frontalen Gyrus und dem präzentralen Gyrus zeigen würden. Hirnareale, die zuvor mit akkuraten interozeptiven Fähigkeiten in Zusammenhang gebracht wurden. Die Daten für die vorliegende fMRI-Studie wurden innerhalb einer Stichprobe von 28 Teilnehmern, die älter als 64 Jahre waren, erhoben. Das Ausmass, in dem eine Person fähig ist, ihre eigenen Körperempfindungen wahrzunehmen, wird in der Forschungsliteratur als interoceptive accuracy bezeichnet. Jenes Konstrukt wurde mithilfe einer Heartbeat Tracking Task gemessen, bei der die Versuchsperson seine eigene Herzfrequenz wahrnehmen und die gezählte Anzahl an Herzschlägen angeben soll. Zusätzlich wurden mehrere Fragebögen, welche Einsamkeit, Angst, Depression und Alexithymie messen, erhoben und analysiert. Die Ergebnisse zeigten, dass einsamere Personen erhöhte Werte in Depression und Alexithymie aufwiesen. Dennoch zeigten Einsame keine verringerten Werte in interoceptive accuracy. Obwohl diese Beobachtung nicht mit unserer Hypothese übereinstimmt, haben wir eine mittlere Effektgröße gefunden, die auf die Möglichkeit eines signifikanten Effekts bei Betrachtung einer größeren Stichprobengröße hinweist. Des Weiteren wurde eine erhöhte neuronale Aktivität unter anderem in der anterioren und mittleren Insula, dem somatosensorischen Kortex, dem Gyrus frontalis inferior, sowie dem Gyrus praecentralis von nicht-einsamen im Vergleich zu einsamen Individuen beobachtet, was mit unserer Hypothese und mit früheren Untersuchungsergebnissen übereinstimmt. Zukünftige Forschung sollte in Betracht ziehen, diese Studie unter Heranziehung einer größeren Stichprobe zu replizieren.
Abstract
(Englisch)
Loneliness is described as an unpleasant feeling of deficits in quantity or quality of social ties. Prior studies observed that lonely individuals displayed higher levels of alexithymia (emotional blindness). Furthermore, research in the field of interoception (the perception of the bodily state) discovered atypically low interoceptive abilities within highly alexithyimic individuals. Based on previous findings, we expected lonely individuals to show decreased levels of accurate interoceptive abilities together with reduced neural activity within the anterior insula, the somatosensory cortex (postcentral gyrus), the inferior frontal gyrus and the precentral gyrus. Brain areas previously associated with accurate interoceptive abilities. The data for the present fMRI study were collected within a sample of 28 participants older than 64 years. The extent to which a participant is capable of perceiving his/ her own bodily sensations (interoceptive accuracy) was measured via a heartbeat tracking task, during which the subject was required to perceive his/ her own heart rate and report the counted number of heartbeats. Additionally, several questionnaires, assessing loneliness, trait anxiety, depression and alexithymia, were administered and analysed. Results indicated that lonely individuals showed increased levels of depression and alexithymia. Nevertheless, they did not display reduced levels of interoceptive accuracy. Although this observation is not in line with our hypothesis, we found a medium effect size, indicating the possibility of a significant effect when considering a larger sample size. Moreover, enhanced neural activity was observed inter alia within the anterior and middle insula, the somatosensory cortex, the inferior frontal gyrus, as well as the precental gyrus of non-lonely when compared to lonely individuals, which is in line with our hypothesis and with prior research. Future research should consider replicating this study with larger sample sizes.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
Interoceptive Accuracy Loneliness Alexithymia fMRI Seniors
Schlagwörter
(Deutsch)
Interoceptive Accuracy Einsamkeit Alexithymie fMRT Senioren
Autor*innen
Vivien Thiermeyer
Haupttitel (Englisch)
Loneliness and interoceptive accuracy in the elderly population
Hauptuntertitel (Englisch)
behavioral and neurophysiological evidences
Paralleltitel (Deutsch)
Einsamkeit und Interoceptive Accuracy in der älteren Bevölkerung : behaviorale und neurophysiologische Befunde
Publikationsjahr
2018
Umfangsangabe
49 Seiten : Illustrationen, Diagramme
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Silani Giorgia
Klassifikation
77 Psychologie > 77.05 Experimentelle Psychologie
AC Nummer
AC15250879
Utheses ID
48114
Studienkennzahl
UA | 066 | 840 | |
