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Der Glaube an psychologische Fehlannahmen
Erfassung, Verbreitung und Veränderbarkeit durch das Psychologiestudium
Stephanie Katharina Hermann
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Psychologie
Betreuer*in
Marco Jirasko
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.54467
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30351.12125.860254-8
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Lange nahm man an, dass Psychologiestudierende mit vielen Fehlannahmen in den Unterricht kommen und ihn mit den meisten von ihnen auch wieder verlassen. Aktuellere Studien zeigen jedoch den positiven Effekt universitärer Einführungskurse der Psychologie auf die korrekte Zurückweisung von Fehlannahmen. In diesen Kursen wurden die abgefragten Fehlannahmen allerdings meist direkt angesprochen. Entsprechende allgemeine Effekte des Psychologiestudiums wurden bisher kaum erforscht. Das Hauptziel dieser Arbeit ist es daher, zu untersuchen, ob das Bachelorstudium der Psychologie den Glauben an psychologische Fehlannahmen verringern kann. Die Problematik einer geeigneten Erfassung psychologischer Fehlannahmen wird behandelt und ein im Antwortformat abgeänderter Fragebogen erprobt. Außerdem wird der Zusammenhang zwischen individuellen Einflussfaktoren und dem Glauben an psychologische Fehlannahmen betrachtet. Die Hauptfragestellung wurde mithilfe eines querschnittlichen Designs untersucht, bei dem StudienanfängerInnen mit Masterstudierenden der Psychologie hinsichtlich ihrer Zustimmung zu psychologischen Fehlannahmen verglichen wurden. Zur Kontrolle wurden entsprechende Gruppen aus dem Publizistikstudium herangezogen. Über alle vier Untersuchungsgruppen hinweg umfasst die Stichprobe 221 Studierende der Universität Wien. Der abgeänderte Test psychologischer Fehlannahmen weist eine hohe interne Konsistenz auf. Die Ergebnisse der Gruppenvergleiche deuten darauf hin, dass durch das Psychologiestudium Fehlannahmen aufgelöst werden können. Sowohl die StudienanfängerInnen der Psychologie als auch die beiden Gruppen der Publizistikstudierenden, stimmten mehr psychologischen Fehlannahmen zu als die Masterstudierenden der Psychologie. Der negative mittlere Zusammenhang der Need for Cognition mit der Zustimmung zu psychologischen Fehlannahmen deutet darauf hin, dass diese eine mögliche individuelle Einflussgröße sein könnte. Um die Ergebnisse dieser Arbeit zu untermauern und Aussagen über Wirkrichtungen treffen zu können, sollte die Studie längsschnittlich abgesichert werden.
Abstract
(Englisch)
It has long been assumed that psychology students come to class with many misconceptions and leave with still believing in most of them. More recent studies however, show the positive effect of introductory psychology courses on the correct rejection of misconceptions. But most of these courses addressed the inquired misconceptions directly. General effects of psychology studies have hardly been investigated so far. The main purpose of this work is therefore to investigate whether undergraduate psychology studies can reduce the belief in psychological misconceptions. The problem of a suitable questionnaire of psychological misconceptions is addressed and a questionnaire modified in response format is tested. Furthermore, the relationship between individual factors and the belief in psychological misconceptions is analysed. The main research question was explored using a cross-sectional research design that compares undergraduate psychology students at the beginning of their first year with master's students for their agreement to psychological misconceptions. The control groups consisted of journalism students with corresponding study progress. All four groups taken together, the total sample includes 221 students from the University of Vienna. The test of psychological misconceptions showed a high internal consistency. The results of the group comparisons indicate that study of psychology indeed can resolve misconceptions. First-year psychology students as well as both groups of journalism students agreed to more psychological misconceptions as masters's students of psychology. The negative moderate correlation between the need for cognition and the agreement to psychological misconceptions, suggests that this is a possible individual influencing factor. In order to support the results of this paper and to be able to make statements about causal links the study should be longitudinally verified.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
psychological misconceptions psychomythology psychology studies need for cognition
Schlagwörter
(Deutsch)
Psychologische Fehlannahmen Psychomythologie Psychologiestudium Need for Cognition
Autor*innen
Stephanie Katharina Hermann
Haupttitel (Deutsch)
Der Glaube an psychologische Fehlannahmen
Hauptuntertitel (Deutsch)
Erfassung, Verbreitung und Veränderbarkeit durch das Psychologiestudium
Publikationsjahr
2018
Umfangsangabe
79 Seiten : Diagramme
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Marco Jirasko
Klassifikationen
77 Psychologie > 77.00 Psychologie: Allgemeines ,
77 Psychologie > 77.53 Entwicklungspsychologie: Allgemeines ,
77 Psychologie > 77.61 Einstellung, Vorurteil, Beeinflussung
AC Nummer
AC15254574
Utheses ID
48131
Studienkennzahl
UA | 066 | 840 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1