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Der Nutzen sprachenpolitischer Instrumente
eine qualitative Erhebung zum Auslandspraktikum, Auslandslektorat und zur Fremdsprachenassistenz unter Berücksichtigung postkolonialer Aspekte
Bianca Benedikt
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Deutsch als Fremd- und Zweitsprache
Betreuer*in
Karen Schramm
DOI
10.25365/thesis.54536
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-18492.37004.544854-8
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Masterarbeit mit dem Titel „Der Nutzen sprachenpolitischer Instrumente. Eine qualitative Erhebung zum Auslandspraktikum, Auslandslektorat und zur Fremdsprachenassistenz unter Berücksichtigung postkolonialer Aspekte.“ widmet sich der Frage, welchen allgemeinen sowie sprachen- und kulturpolitischen Nutzen Auslandsaufenthaltsprogramme haben und inwiefern sich postkoloniale Aspekte bei der Vermittlung der deutschen Sprache im Rahmen jener Programme finden lassen.
In einem ersten Schritt wird die Theorie der Postcolonial Studies und der derzeitige Forschungsstand zur Thematik dargelegt, auf dem die Forschungsfragen basieren.
Die empirische Untersuchung erfolgt durch die qualitative Methode der Interviewführung. Es wurden vier ExpertInnen aus dem DaF-Bereich, eine Vertreterin des Wissenschaftsministeriums sowie eine Leiterin der Deutschabteilung einer mexikanischen Universität zu den Gründen für Auslandsaufenthaltsprogramme, deren Wert und Nutzen, den Stellenwert der Kulturpolitik, etwaige Risiken und Kritikpunkte sowie postkoloniale Aspekte hierbei befragt. Die Interviews wurden anhand der qualitativen Inhaltsanalyse nach Philipp Mayring durch Kategorienbildung analysiert.
Die Ergebnisse zeigen, dass für Österreich die Kulturpolitik einen zentralen, die Sprachenpolitik jedoch keinen hohen Stellenwert hat; dennoch erfreuen sich die Programme an Beliebtheit – sowohl auf universitärer als auch politischer Ebene. Der größte Nutzen der Auslandsaufenthaltsprogramme besteht primär für die PraktikantInnen/LektorInnen, da sie praktische Berufserfahrungen sammeln und die (Fremdheits-)Erfahrungen der Persönlichkeitsentwicklung dienlich sind. Des Weiteren dienen die Programme kulturpolitischen Zielen, da durch sie Sympathiewerbung für Österreich betrieben wird und ein kultureller Austausch stattfindet. Weiters haben sie einen akademischen Nutzen, da internationale Netzwerk aufgebaut und gefestigt werden. Auch wirtschaftliche Beziehungen können durch jene Programme entstehen. Letztlich haben die Programme einen gesellschaftlichen Nutzen, da die Studierenden – im besten Fall – einen erweiterten Blick auf Österreich entwickeln und durch die Fremdheitserfahrung besser mit Diversität umgehen können, was in einer plurikulturellen Gesellschaft von hoher Relevanz ist.
Die ExpertInnen nehmen bei den Programmen keine postkolonialen Aspekte wahr, jedoch sehen sie gewisse Risiken, speziell bei der Kulturvermittlung.
Abstract
(Englisch)
This master thesis with the title "The Benefits of Language Policy Instruments: A Qualitative Survey of Internships Abroad, Lectureship and Foreign Language Assistance concerning Postcolonial Issues" examines which benefits can be drawn from exchange programs in general and more specifically with regard to the realms of language policy and cultural policy. Moreover, the thesis investigates in how far postcolonial issues can be encountered in the teaching of the German language in the course of respective programs.
First of all, the theory of postcolonial studies and its current state of research which this thesis is based on are being elaborated. The empirical study is conducted via the qualitative method of interviews, in which four experts in the field of German as a Foreign Language, a representative of the Science Ministry, and the head of the German department of a Mexican university were consulted. In the course of these interviews questions regarding the reasons for exchange programs, their value and benefit, their significance for cultural policy, potential risks and points of criticism, as well as postcolonial issues were discussed. The interviews are evaluated according to Philipp Mayring's method of the qualitative content analysis by forming categories.
The results demonstrate that whereas cultural policy in Austria is of crucial importance, language policy seems to be of minor significance. Nevertheless, these programs enjoy a growing popularity in the academic as well as in the political domain. The most significant benefit of these exchange programs concerns the interns and lectors, since they are able to gain practical skills and their experience, also of foreignness, enhances their self-development. Moreover, these programs serve cultural policy purposes, as they intend to boost Austria's popularity and a cultural exchange is initiated. Apart from that, they have a positive impact on academia, since international networks are established and maintained. Even economic relations can result from these programs. Finally, these programs have a societal benefit in – ideally – equipping students with an expanded view on Austria, and through the experience of foreignness enabling them to be more sensitive towards diversity, which is crucial in a pluricultural society. The experts claim not to have encountered any postcolonial issues within the programs, however, they are aware of certain dangers regarding the cultural mediation.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
Language Policy Cultur Policy internships abroad qualitative survey
Schlagwörter
(Deutsch)
Sprachenpolitik Kulturpolitik Auslandsaufenthalte Praktikum Lektorat qualitative Erhebung
Autor*innen
Bianca Benedikt
Haupttitel (Deutsch)
Der Nutzen sprachenpolitischer Instrumente
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine qualitative Erhebung zum Auslandspraktikum, Auslandslektorat und zur Fremdsprachenassistenz unter Berücksichtigung postkolonialer Aspekte
Publikationsjahr
2018
Umfangsangabe
128 Seiten : Diagramm
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Karen Schramm
Klassifikation
10 Geisteswissenschaften allgemein > 10.04 Ausbildung, Beruf, Organisationen
AC Nummer
AC15214138
Utheses ID
48194
Studienkennzahl
UA | 066 | 814 | |
